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Jauch, Will und Co.: Rundfunkrat will zwei ARD-Talks kippen

ARD-Talkmaster Günther Jauch: Quoten gut, Kritiken miesZur Großansicht
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ARD-Talkmaster Günther Jauch: Quoten gut, Kritiken mies

Verliert bald ein prominenter ARD-Talkmaster seine Show? Plasberg, Maischberger, Will, Beckmann oder gar Jauch? "Im Sinne der Programmvielfalt" fordert der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks, dass die ARD zwei ihrer fünf Spät-Talks streicht, weil die Formate sich zu sehr ähneln.

Berlin - Eine Reform der Talkshow-Schiene in der ARD kriegt neuen Rückenwind: Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks hat sich für eine deutliche Reduzierung der spätabendlichen Talkshows im Ersten ab 2014 ausgesprochen.

Das Gremium argumentiert mit "Überschneidungen bei Themen und Teilnehmern sowie dramaturgisch vergleichbaren Sendungskonzepten" und schlägt künftig nur noch drei Talk-Formate pro Woche vor. Damit und mit dem "Presseclub" seien alle tagesaktuellen Ereignisse abgedeckt. Es blieben dann noch "ausreichend Spielräume (...), um darüber hinausreichende Themenakzente zu setzen", teilte der Rat nach seiner Sitzung am Donnerstag mit.

Für die verbleibenden Talk-Formate sei eine "deutlich schärfere Profilbildung" möglich. Die freiwerdenden Sendeplätze sollten "im Sinne der Programmvielfalt mit Vorrang dafür genutzt werden, anspruchsvolle neue und jüngere Formate sowie Genrefarben zu entwickeln, die in der Programmmischung des Ersten bislang unterrepräsentiert sind", hieß es weiter. Dazu zählte der Rundfunkrat, der eine beratende Funktion innerhalb des Senders hat, unter anderem: Kabarett, junge Serie, Satire, Reportagen, Zeitgeschichte und Dokumentarfilm.

Seit Herbst 2011 gibt es in der ARD fünf Spättalks zwischen Sonntag und Donnerstag. Am Sonntagabend talkt Günther Jauch, am Montag Frank Plasberg, dienstags Sandra Maischberger, mittwochs Anne Will und donnerstags Reinhold Beckmann. Den höchsten Marktanteil erzielt Jauch, den geringsten Beckmann.

Innerhalb des Senderverbunds hatte es schon in der Vergangenheit Kritik an Menge und Ausrichtung der Talkshows gegeben. Im Oktober 2012 hatte Programmdirektor Volker Herres eine Reduzierung der Talks von fünf auf vier vorgeschlagen. Im Kreis der Chefredakteure soll auch schon diskutiert worden sein, ob nicht sogar drei Talks pro Woche ausreichen würden.

hpi/dpa

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insgesamt 63 Beiträge
Klingt wie ein guter Beginn, es sollten aber eher 2 Talks ausreichen bei denen sich die Gäste abwechseln. Jetzt noch ein paar Telenovelas und ca. 4 Kochsendungen/Zoosendungen wegmachen, und durch Dokus/ Satire usw. ersetzen, [...]
Zitat von sysopVerliert bald ein prominenter ARD-Talkmaster seine Show? Plasberg, Maischberger, Will, Beckmann oder gar Jauch? "Im Sinne der Programmvielfalt" fordert der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks, dass die ARD zwei ihrer fünf Spät-Talks streicht, weil die Formate sich zu sehr ähneln. BR-Rundfunkrat will drei statt fünf Talkshows in der ARD - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/br-rundfunkrat-will-drei-statt-fuenf-talkshows-in-der-ard-a-896581.html)
Klingt wie ein guter Beginn, es sollten aber eher 2 Talks ausreichen bei denen sich die Gäste abwechseln. Jetzt noch ein paar Telenovelas und ca. 4 Kochsendungen/Zoosendungen wegmachen, und durch Dokus/ Satire usw. ersetzen, dann wird das ganze halbwegs sehbar.
petrasha 25.04.2013
es wäre sehr schade, denn es ist m.E. das beste und das vielfältigste. in irgend einem talk sind die themen immer sehr aktuell. mehr teilnehmer bringt auch mehr überblick für den bürger. man sollte vor der streicherei überlegen, [...]
es wäre sehr schade, denn es ist m.E. das beste und das vielfältigste. in irgend einem talk sind die themen immer sehr aktuell. mehr teilnehmer bringt auch mehr überblick für den bürger. man sollte vor der streicherei überlegen, was besseres dann einzusetzen wäre. mir fällt da nicht viel ein.
jeschma 25.04.2013
Kochsendungen sind inzwischen auch eine Plage geworden. Und die Gestalten, die dort auftreten, finden sich spätere auch noch in allen möglichen Formaten als Gäste, Ratequizzer oder sonst was wieder.
Kochsendungen sind inzwischen auch eine Plage geworden. Und die Gestalten, die dort auftreten, finden sich spätere auch noch in allen möglichen Formaten als Gäste, Ratequizzer oder sonst was wieder.
Stelzi 25.04.2013
Ehrlich, dieses redundante Dauergequatsche für teuer Gebührengeld muss drastisch eingedampft werden!
Ehrlich, dieses redundante Dauergequatsche für teuer Gebührengeld muss drastisch eingedampft werden!
rolarndt 25.04.2013
Eine Talkshow pro Monat, möglichst Sonntag auf Montag um 0:30 Uhr. Die Moderatoren können sich ja abwechseln. Januar=Jauch, Februar=..... Diese Selbstdarsteller und Beweiräucherungsshows braucht doch niemand. Immer die gleichen [...]
Eine Talkshow pro Monat, möglichst Sonntag auf Montag um 0:30 Uhr. Die Moderatoren können sich ja abwechseln. Januar=Jauch, Februar=..... Diese Selbstdarsteller und Beweiräucherungsshows braucht doch niemand. Immer die gleichen Schwätzer sondern immer den gleichen vorhersehbaren Müll ab. Das Format ist doch tot. Seit Jahren.
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  • Donnerstag, 25.04.2013 – 17:35 Uhr
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