Er sprach Bert aus der "Sesamstraße" Synchronsprecher Christian Rode ist tot

Er war die deutsche Stimme von Horrorstars wie Christopher Lee, sprach in Hörspielen Sherlock Holmes und mehrere Jahre lang auch Stoffpuppe Bert. Nun ist Christian Rode gestorben, er wurde 81 Jahre alt.

Synchronsprecher Christian Rode mit Bert
picture-alliance/ obs/ Kabel 1

Synchronsprecher Christian Rode mit Bert


Von Christopher Lee bis zu Bert aus der "Sesamstraße": Christian Rode lieh seine Stimme vielen Weltstars - am Wochenende ist der Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher mit 81 Jahren in Berlin gestorben. Das teilten seine Sprecherschule und die Agentur Stimmgerecht am Dienstag mit. Die Liste der Filmgrößen, die Rode ins Deutsche synchronisierte, ist sehr lang und reicht von Michael Caine über Rock Hudson bis hin zu Christopher Plummer.

Sein markantes tiefes Timbre ist allerdings vor allem den Fans von Horror-Klassikern im Ohr. Er sprach unter anderem "Frankenstein" Peter Cushing, "Dracula"-Darsteller Christopher Lee und "Theater des Grauens"-Star Vincent Price. Rode war auch in Gruselstücken des Hörspielverlags Europa zu hören und tauchte zudem bei den Serien " Die drei Fragezeichen" und "TKKG" immer wieder in Nebenrollen auf.

"Kindern wird seine Stimme des Bert aus der 'Sesamstraße' für immer unvergesslich bleiben", sagte Björn Akstinat, Autor eines Fachbuchs zum Thema Hörspiel, über den gebürtigen Hamburger. Rode lieh der mürrischen gelben Puppe von 2001 bis 2007 seine Stimme. Ursprünglich war Bert von Wolfgang Kieling gesprochen worden. Seit 2007 hört man in der "Sesamstraße" die Stimme von Carsten Morar-Haffke.

"In den letzten Jahren sprach er sich als Sherlock Holmes in die Herzen vieler Hörspielfans. Gemeinsam mit Kollege Peter Groeger, der die Rolle des Dr. Watson übernahm und erstaunlicherweise auch erst vor einem Monat verstarb, vertonte er alle Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle." Akstinat betonte: "In Deutschland, wo so viele Hörspiele produziert und konsumiert werden wie sonst nirgends auf der Welt, wird man noch lange an beide denken."

feb/dpa

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