Ingo Appelt beim Deutschen Comedypreis "Möchtest du meine Frau werden?"

Ingo Appelt macht seiner Freundin einen Antrag, Stefan Raab spricht über das Ende seiner TV-Karriere und die neue Komiker-Königin ist die alte: Hier gibt's die Höhepunkte des Deutschen Comedypreises zum Nachlesen und Anschauen.

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Ingo Appelt hat sich ein sehr großes Publikum für einen sehr privaten Moment gesucht: Gerade erst hatte er den Preis für die "Beste Comedyshow" bekommen, er stand auf der Bühne in Köln - da wandte er sich an seine Freundin im Publikum: "Ich frage dich hier an dieser Stelle: Möchtest du meine Frau werden?" Die Angesprochene schaute erst etwas verdattert, gab Appelt dann aber unter großem Beifall einen Kuss.

Es war einer der Höhepunkte der diesjährigen Verleihung des Deutschen Comedypreises. Appelt wurde für "Mein bestes Jahr - Comedy mit Rückblick" ausgezeichnet. Moderiert wurde die Veranstaltung von Carolin Kebekus. Die wurde erneut als beste Komikerin geehrt, den Preis hatte sie bereits 2014 und 2013 bekommen.

"Ja, es ist richtig: Auch diesmal ist wieder sehr viel bekanntes Personal dabei", sagte Bastian Pastewka, der selbst für seine Serie "Pastewka" ausgezeichnet wurde. Aber den Preis gebe es ja auch erst seit 18 Jahren. "So viel tut sich dann eben auch nicht, bei aller Liebe. So viel Knallernachwuchs kommt dann auch nicht nach."

Bester Komiker wurde Dieter Nuhr, der Ehrenpreis ging in diesem Jahr an Stefan Raab. Er sei der "unangefochtene Klassenprimus des deutschen Entertainments", ließ Ralf Günther, Geschäftsführer Köln Comedy, in einer vorab veröffentlichten Mitteilung erklären. Raabs kreatives Potenzial sei seit zwei Jahrzehnten "schier unermesslich".

Raab hatte angekündigt, Ende des Jahres als TV-Entertainer aufzuhören. Den Abschied kommentierte er in Köln nun recht lapidar: Die vergangenen rund 20 Jahre seien ihm selbst ein bisschen "wie ein Rausch" vorgekommen. "Da muss auch mal gut sein."

Raab bedankte sich bei seinen Mitarbeitern, den Sendern und bei seinem Publikum. Und blickte auf ein Highlight zurück: Das mit Abstand Lustigste für ihn sei gewesen, Moderator beim TV-Kanzlerduell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück gewesen zu sein. "Da könnte ich mich heute noch drüber beömmeln."

aar/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
h.hass 21.10.2015
1.
Appelt, Bastewka, Raab, Kebekus... - stellen diese Leute wirklich die Elite der deutschen Humor-Kultur dar? Das ist allerdings zum Lachen. Hoffentlich wurden auch Mario Barth, Oliver Pocher und Fips Asmussen ausgezeichnet!
tradepro 21.10.2015
2. Respekt vor Raab!!
Respekt für diese Entscheidung von Raab. Alles richtig gemacht.
hschmitter 21.10.2015
3.
Nette Boulevardberichterstattung, die das Wesentlich vergessen hat: wer hat denn wie die Preisträger bestimmt? Wenn ich mir die Namen so anschaue - die üblichen Verdächtigen und mir würden da ganz andere Namen einfallen, die jedoch nicht in Dauerschleife im Fernsehen zu sehen sind.
schnelge_heider 21.10.2015
4. Mit Abstand
das unnötigste Event des Jahres. Ein hochinzestuöser Altherrenverein gratuliert sich Jahr für Jahr gegenseitig zu völliger Unlustigkeit, es wird ein wertloser Preis hin und her vergeben und vorne rum ein Nachwuchsmangel bemängelt für den Mann hinten rum dankbar ist, da man kollektiv arbeitslos wäre, wenn man die durchaus existente junge Riege wirklich lustiger Leute beachten bzw fördern würde. Unerträglich!
Dengar 21.10.2015
5. Naja
Comedians unter sich. Offenbar klafft da zeitlich eine große Lücke zwischen "Blauem Bock" und "Raab Total". Wigald Boning, Olli Dittrich, Stefan Jürgens, Mathias Richling und Volker Pispers waren um Klassen besser, als dieser Klamauk. Von Dieter HildebrNdt und Loriot mal ganz zu scheigen. Selbst Schmidts Tivoli hätte die noch in die Tasche gesteckt. Was für ein niveauloser Abklatsch. Zum Fremdschämen!
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