Sat.1-Krimiserie "Criminal Minds" endet nach 15 Staffeln

Die Verhaltensanalyse-Einheit des FBI jagt seit 2006 auch im deutschen Fernsehen Serienkiller. Nun hat der US-Sender CBS angekündigt, dass nach der kommenden 15. Staffel Schluss sein soll.

Szene aus "Criminal Minds"
Getty Images/ CBS

Szene aus "Criminal Minds"


Am Donnerstagabend strahlte Sat.1 die Folge "Worte aus dem Grab" aus - mumifizierte Leichen werden bei Renovierungsarbeiten in einem Haus entdeckt. Ein Fall für die BAU, die Verhaltensanalyse-Einheit des FBI, die in den ganzen Vereinigten Staaten ermittelt - von ihren Fällen handelt die TV-Serie "Criminal Minds". Ein Marktanteil von 8,2 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war nun gewiss kein Traumwert, aber immerhin ziemlich genau im Senderdurchschnitt.

"Criminal Minds" läuft seit 2006 im Programm des deutschen Privatsenders, seit 2012 hat die Serie bei Sat.1 ihren Stammplatz am Donnerstagabend. Lange Zeit waren die Marktanteile in der Zielgruppe zweistellig. Derzeit werden die Folgen der 14. Staffel ausgestrahlt - doch nun ist ein Ende der Ermittlungen abzusehen.

Wie der US-Branchendienst "Variety" meldet, hat der US-Sender CBS, in dessen Programm "Criminal Minds" schon seit 2005 ausgestrahlt wird, eine zehn Folgen umfassende 15. Staffel in Auftrag gegeben - zugleich aber angekündigt, dass dies die letzte Staffel der Serie sein werde.

Auch in den USA erreicht "Criminal Minds" nicht mehr die Zuschauerzahlen der Hochzeiten (noch 2014/2015 waren es im Staffeldurchschnitt über 14 Millionen, zuletzt knapp 10). Außerdem wurde der Schauspieler Thomas Gibson 2016 nach einem handgreiflichen Streit mit einem Produzenten gefeuert. Zuletzt gab es Vorwürfe gegen den langjährigen Chef des Kamerateams, der gegenüber Crewmitgliedern sexuell übergriffig geworden sein soll.

feb

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insgesamt 13 Beiträge
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egoneiermann 11.01.2019
1.
Ich fand es immer wieder spannend, wie schnell in der Serie sogar das eher laxe amerikanische Datenschutzrecht ignoriert wurde. Im Grunde die Serie für Big Brother, der Staat weiß alles, das ist aber gut, weil er nur gutes mit dem Wissen tut.
arr68 11.01.2019
2. Wiederholungen
Die Einschaltquoten sinken aber auch, weil zu viel CM auf verschiedenen Sendern zu verschiedenen Zeiten gesendet wird. Dann halten es Sender und Zeitschriften auch nicht für nötig Staffel und Episode mit anzugeben. Daher gehen immer mehr Kunden auf Streamingquellen, selber schuld.
Sophiedo 11.01.2019
3. Die wievielte Kopie vom Immergleichen war das eigentlich.
Davon gibt es gefühlte 230 Serien im US-Fernsehen. Und der Müll wird dann im TV in Deutschland endgelagert.
p-touch 11.01.2019
4. Das Thema Serienkiller
ist auch mittlerweile ausgelutscht.
kumi-ori 11.01.2019
5.
Ich wunderte mich ohnehin schon seit geraumer Zeit darüber, dass der Trend zu Gerichtsmedizinerserien offenbar kein Ende nehmen wollte. Ich gucke ohnehin keine Privatsender, aber wenn ich im Hotel mal durch das Programm zippe, stoße ich stets auf mindestens drei oder vier Serien, in denen die Zinkwanne quasi in der Mitte des Großraumbüros liegt. Gut, dass es jetzt einer weniger wird.
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