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Das Jahrzehnt der TV-Serien Immer schön der Reihe nach

TV-Serien: Reihen mit Folgen
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AP / Courtesy of Showtime

8. Teil: Sieh an: Die Zukunft

7. Fortsetzung folgt

Aus inhaltlicher Perspektive über die Zukunft des Serienfernsehens zu spekulieren, ist ziemlich undankbar, da letztlich immer wirtschaftliche Interessen die Senderlandschaften und Programme beeinflussen werden. Die zunehmende Individualisierung der Rezeption durch DVDs und Internet sowie das damit einhergehende Verschwinden eines kollektiven Seherlebnisses werden ebenfalls die Produktion von Serien beeinflussen.

Sicher scheint zumindest, dass unser Bedarf an Fiktionen, die als dramatisch zugespitzter Kommentar unser Leben begleiten, ungebrochen ist. Im vergangenen Jahrzehnt haben Serien dieses Bedürfnis in zuvor ungekannter Vielfalt befriedigt, weshalb die massenkompatible Erzählform zu Recht allmählich ins Zentrum kultureller und ästhetischer Debatten rückt.

Ob Serien auch in kommenden Jahren vergleichbare Aufmerksamkeit verdienen, wird sich zeigen: Die nächste Folge kommt bestimmt.

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insgesamt 73 Beiträge
DJ Doena 02.01.2010
Ich bin ein sich outender Serienjunkie und auch ich muss sagen, dass das vergangene Jahrzehnt ein Hochfest für Serien gewesen ist. Hier mal einige Betrachtungen, die ich angestellt habe: Gute Serien und deutsches TV - Ein [...]
Ich bin ein sich outender Serienjunkie und auch ich muss sagen, dass das vergangene Jahrzehnt ein Hochfest für Serien gewesen ist. Hier mal einige Betrachtungen, die ich angestellt habe: Gute Serien und deutsches TV - Ein Widerspruch in sich? (http://doena-journal.net/251/gute-serien-und-deutsches-tv-ein-widerspruch-in-sich) Was spricht eigentlich gegen Synchro? (http://doena-journal.net/314/was-spricht-eigentlich-gegen-synchro) Ein TV-Junkie, der kein TV (mehr) guckt? (http://doena-journal.net/317/ein-tv-junkie-der-kein-tv-mehr-guckt) http://doena-journal.net/327/technologie-uberdosis
arnidee 02.01.2010
Ich weiß: sie sind einfach besser! Das ist zumindest die stete Antwort auf meine Frage, was denn bitteschön an den amerikanischen Fernsehserien so toll sei. Möglicherweise fehlt mir da ein Gen, aber ich vermag das nicht zu [...]
Zitat von sysopFernsehserien galten lange als zweitklassiges Entertainment. In den letzten zehn Jahren haben sie sich jedoch vom Medientrash zur Kunstform gemausert. Dazu bieten sie feinste Unterhaltung. Wie das geht? Eine Reihe Überlegungen. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,669549,00.html
Ich weiß: sie sind einfach besser! Das ist zumindest die stete Antwort auf meine Frage, was denn bitteschön an den amerikanischen Fernsehserien so toll sei. Möglicherweise fehlt mir da ein Gen, aber ich vermag das nicht zu erkennen. Die TV-Serien sind überwiegend langweilig, weil immer vorhersehbar im Plot, i.d.R. mit Abziehbildern besetzt und vor allem für hiesige Zuschauer ohne große Relevanz. Ja, auch ich finde Dr. House oder Monk mal ganz witzig. Mehr als diese Reaktion löste aber bei mir z.B. KDD aus. Das derlei hierzulande so selten passiert, mag am Geld liegen, mglw. aber einfach auch an der 'sie sind einfach besser-Mentalität' im Einkauf ....
humble_opinion 02.01.2010
Ca. 90 Prozent der Sewrien finde ich schrott, freundlicher ausgedrückt: sie unterhalten mich nicht. Doch es gibt zum Glück Ausnahmen. Erstes beglückendes Serienerlebnis, damals war ich 11-12 Jahre alt, war natürlich Raumschiff [...]
Ca. 90 Prozent der Sewrien finde ich schrott, freundlicher ausgedrückt: sie unterhalten mich nicht. Doch es gibt zum Glück Ausnahmen. Erstes beglückendes Serienerlebnis, damals war ich 11-12 Jahre alt, war natürlich Raumschiff Enterprise. Klar, heute lache ich über die billige Studioausstattung und den Nebendarsteller, der meist pro Folge draufgeht. Aber war schon klasse. _Die_ Serie schlechthin für mich war 'Twin Peaks', eine Mischung aus Crime, Mystery und Drama. Wer sie aufgrund der Gnade der späteren Geburt noch nicht kennt: DVDs kaufen! Von den heutigen Serien mag ich 'Monk' sehr gerne. Hauptdarsteller und gespielte Person empfinde ich als sehr warmherzig und mag die Folgen im 45-Min-Format, die bisweilen sogar interessant sind. Die anderen Hauptdarsteller runden das Feeling ab. Dr. House ist bisweilen unterhaltsam und hat teilweise recht gute Dialoge. Scheint mir aber langsam auszufransen. Gilt LEIDER auch für Stromberg. Ich mag dieses sog. Fremdschämen, auch wenn ich mich erst daran gewöhnen musste. Witzige Entdeckung war 'Still standing', das in einer Ewigschleife auf RTL II zu laufen scheint. Und - okay, ich mag's spannend - natürlich ist '24' super. Auch wenn dieselbe Geschichte immer wieder variiert erzählt wird. Aber Machart, Tempo suchen schon ihresgleichen. Und Sutherland macht einen 'Bombenjob'. Wenn Serienmacher die Möglichkeit des Formates nutzen können, haben sie viel mehr Möglichkeiten, den Charakteren nach und nach eine Tiefe zu geben. Das kommt im Film leider oft zu kurz. Daher wohl auch dies gefühlte ewige "das Buch war besser". Alles in allem schaue ich inzwischen lieber die eine oder andere Serie als einen Spielfilm.
Schulzy 02.01.2010
Ich muss zwar gestehen, dass ich KDD nicht gesehen habe und daher nicht beurteilen kann, aber in den meisten Fällen musste ich feststellen das gerade die deutschen Serien nur der x-te abklatsch einer US-Serie mit geringerem [...]
Zitat von arnideeIch weiß: sie sind einfach besser! Das ist zumindest die stete Antwort auf meine Frage, was denn bitteschön an den amerikanischen Fernsehserien so toll sei. Möglicherweise fehlt mir da ein Gen, aber ich vermag das nicht zu erkennen. Die TV-Serien sind überwiegend langweilig, weil immer vorhersehbar im Plot, i.d.R. mit Abziehbildern besetzt und vor allem für hiesige Zuschauer ohne große Relevanz. Ja, auch ich finde Dr. House oder Monk mal ganz witzig. Mehr als diese Reaktion löste aber bei mir z.B. KDD aus. Das derlei hierzulande so selten passiert, mag am Geld liegen, mglw. aber einfach auch an der 'sie sind einfach besser-Mentalität' im Einkauf ....
Ich muss zwar gestehen, dass ich KDD nicht gesehen habe und daher nicht beurteilen kann, aber in den meisten Fällen musste ich feststellen das gerade die deutschen Serien nur der x-te abklatsch einer US-Serie mit geringerem Budget sind, was man auch merkt.
dent42 02.01.2010
Während hierzulande qualitativ hochwertige Serien eher glückliche Einzelfälle sind, hat Hollywood davon dutzende in den letzten Jahren hervorgebracht. Selbst Durchschnittsware aus Übersee ist meisstens deutlich besser als die [...]
Während hierzulande qualitativ hochwertige Serien eher glückliche Einzelfälle sind, hat Hollywood davon dutzende in den letzten Jahren hervorgebracht. Selbst Durchschnittsware aus Übersee ist meisstens deutlich besser als die Highlights hierzulande. Höhere Reichweiten, bessere Infrastruktur, flexiblere Sehgewohnheiten der Zuschauer dank TiVO, Netflix, Hulu etc., Armeen von Drehbuchautoren uns Showrunnern, ein erfolgreiches Pay-TV system, und ein Budget pro Staffel das für 5-10 europäische Filme reicht. Das die Amis hochwertiges am Fließband produzieren ist kein Wunder, mit denen sollten wir uns nicht messen. Es reicht völlig sich an den Briten zu orientieren, die ein vergleichbareres System aus privatem und ÖR Fernsehen haben. Was die BBC an (Mini-)Serien produziert - und das mit z.T. relativ geringem Budget sollte jedem deutschen Intendanten die Schamesröte ins Gesicht treiben, da fällt mir ein wieso wurde eigentlich "Doctor Who" (http://free.videoload.de/c/17/86/09/30/17860930) nicht erwähnt, bemerkenswerte Serie, sogar noch besser als das meisste aus den USA. http://www.sablog.de/2009/12/31/die-besten-serien-der-dekade-2000-2009/
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