Zeigen die Ermittler richtigen Einsatz?
Wie so oft sind Ermittler Boerne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl) wieder mehr mit allerlei anderen Dingen als dem eigentlichen Fall beschäftigt: In der ersten Hälfte dieser "Tatort"-Episode streiten sich die beiden wie eine altes Ehepaar, in der zweiten Hälfte übt sich Professor Boerne als Veterinär und vergreift sich an Rindern und Ziegen.
Wie blutig ist die neue Folge?
Mit Schweineblut wird hier diesmal sparsam umgegangen, dafür wird Kuhdung verspritzt. Riecht übel, dieser "Tatort"!
Kann man die Geschichte glauben?
Nein. Der Krimi über Rinderzucht und Kinderwunschträume in der Provinz ist nicht mehr als der übliche Münster-Firlefanz, in dem jeder mit jedem in Verbindung steht, ohne dass das am Ende plausibel aufgelöst wird. Ein paar gute Szenen gibt es, aber die gehen im Klamauk unter. Zehn Jahre gibt es das Münsteraner Revier inzwischen. Wollen wir wirklich zehn weitere?
Beste Auftritte?
Kuh Greta und Ziege Mimi.
Wie steht's mit der Komik?
Zwei, drei Pointen zünden. Aber das sollte auch möglich sein unter Blindgänger-Gags. Irgendwann pupt eine Kuh, die Boerne belästigt, dem Professor direkt ins Gesicht. Strafe muss sein.
Lohnt das Einschalten?
Nein. Lieber eine Folge "Der Doktor und das liebe Vieh" schauen, dem englischen Landarzt-Klassiker, an dem sich diese verdruckste Krimi-Variante in gediegener Country-Kulisse streckenweise orientiert hat.
Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?
Unser Kollege Arno Frank guckt heute für SPIEGEL ONLINE den Tatort und twittert live auf @SPIEGEL_Kultur.
cbu
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