Sonntagskrimi: Der neue "Tatort" im Schnellcheck

Wer legt den besten Auftritt hin? Kann man die Handlung glauben? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum ARD-"Tatort". Im zweiten Teil des Krimis über Filz in Hannover hat eine Figur den stärksten Part, die frappierend an einen berühmten deutschen Finanzguru erinnert.

Hannover-"Tatort": Ewig röhren die Harleys Fotos
NDR /Gordon Muehle

Zeigt die Kommissarin den richtigen Einsatz?

Geht so. Auch im zweiten Teil der "Tatort"-Doppelfolge über den Filz in Hannover und die dortigen Verstrickungen von Politik und Prostitution hat Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler) viel zu tun mit ihrem unzuverlässigen Lover (Benjamin Sadler). Aber da sie schon beim Diskutieren ist, fragt sie den Kerl auch gleich mal, wie er es eigentlich mit der käuflichen Liebe hält.

Wie blutig ist die neue Folge?

Blut fließt nicht ganz so viel wie im ersten "Tatort" - das Thema Zwangsprostitution aber wird drastisch in Szene gesetzt. Rocker-Glatzen wachen grimmig darüber, dass junge Frauen ihre Körper verkaufen.

Kann man die Geschichte glauben?

Nicht in Gänze. Die Verbindungen zwischen Halbwelt und Hautevolee in Hannover sind - obwohl sie auf die Realität verweisen - nicht immer schlüssig. Die Figuren aber gewinnen in "Das goldene Band" im Vergleich zum ersten Teil an Schärfe.

Bester Auftritt?

Bernhard Schir als Immobilienhai. Die Figur ist angelehnt an den Selfmade-Millionär und Veronica-Ferres-Lebensgefährten Carsten Maschmeyer. Schir spielt den Finanzguru mit abgründigem Charme. Im Film schreibt er gerade an seinen Memoiren, in der Wirklichkeit steht Maschmeyers Buch seit Monaten in den Bestsellerlisten. Durch die Darstellung Schirs kann man nachvollziehen, weshalb Maschmeyer so viele Leute in den Bann zieht.

Wie steht's mit der Komik?

Was könnte an Zwangsprostitution komisch sein? Die Macher verzichten zum Glück auf Witzeleiein.

Lohnt das Einschalten?

Jein. Der zweite Teil des Krimi-Panoramas hält einige gute Momente parat. Da schaut man gerne über die allzu klobige Plot-Konstruktion hinweg.

Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?

Dann bitte hier weiterlesen!


"Tatort: Das goldene Band", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Unser Kollege Christoph Sydow guckt heute für SPIEGEL ONLINE den Tatort und twittert live auf @SPIEGEL_Kultur.

cbu

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insgesamt 94 Beiträge
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1. .
Jom_2011 16.12.2012
Wer sowas guckt ist selber Schuld. Deutsche Filme sind in der Regel grottenschlecht gemacht. Immer die gleiche Schauspielerriege (wie zu DDR-Zeiten), immer die gleichen vollkommen an der üblichen Realität vorbeigehenden Szenarien. Aber, was will man erwarten, wenn es Geld (GEZ) umsonst gibt ?
2. immer wieder Sonntags...
neu_ab 16.12.2012
... kommt die Tatort-Verreissung, dibidibi dib dib dipp
3. die Diskussion...
derlabbecker 16.12.2012
Zitat von sysopWer legt den besten Auftritt hin? Kann man die Handlung glauben? SPIEGEL ONLINE liefert die wichtigsten Fakten zum ARD-"Tatort". Im zweiten Teil des Krimis über Filz in Hannover hat eine Figur den stärksten Part, die frappierend an einen berühmten deutschen Finanzguru erinnert. Der neue "Tatort" mit Maria Furtwängler im Schnellcheck - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/der-neue-tatort-mit-maria-furtwaengler-im-schnellcheck-a-871089.html)
... was er von der käuflichen Liebe hält gab's schon im ersten Teil...
4. optional
aras62 16.12.2012
...... um "Gottes Willen" deutsche Filme - schnell wegschalten. Steif - ungeschickt - wirken wie eine Schultheateraufführungen (sorry deren Leistungen sind sicher ok).
5. Öffentlich-rechtliche Parallelwelt
RalfWagner 16.12.2012
Die Gutfrau Furtwängler retter die Welt. Da muss die Umgebung schon ein bischen böser dargestellt werden als sie eigentlich ist... Fazit: Langweilige, unrealistische Selbstinszinierung rund um eine Egomaniin. Politisch korrekt sowieso. Und selbstverständlich auf Gebührenzahlers Kosten. Überlüssig also.
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