"Unser Star für Baku": ARD und ProSieben stellen Kooperation in Frage
Hohe Erwartungen, schwache Quoten: Die Castingshow "Unser Star für Baku" steht in ihrer jetzigen Form vor dem Aus. Nach SPIEGEL-Informationen wollen ARD und ProSieben das gemeinsame Format grundsätzlich überdenken. Die ARD könnte sich eine Neuauflage auch ohne Raab vorstellen.
Hamburg/Berlin - Das Juroren-Triumvirat Thomas D, Alina Sueggeler und Stefan Raab hatte sich stets alle Mühe gegeben, beim Eurovisions-Vorentscheid Stimmung in die Bude zu bringen. Trotzdem wollte der gemeinsam von ARD und ProSieben produzierten Castingshow "Unser Star für Baku" kaum jemand regelmäßig zuschauen - da konnte auch Sieger und Knuddelbär Roman Lob nicht helfen. Aufgrund der schwachen Quoten wird es die Sendung im kommenden Jahr so wohl nicht wieder geben.
Nach Informationen des SPIEGEL stellen die Verantwortlichen beider Sender das gesamte Konzept der Show in Frage. In ihrer jetzigen Form werde die Sendung wohl kaum fortgesetzt, heißt es in der ARD. ProSieben sieht für den Quotenschwächling zur Primetime keine Chance mehr. Entschieden werde über die Sendung allerdings erst nach dem ESC-Finale am Samstag.
Von Anfang an blieb das aufwendig produzierte und beworbene Format hinter den Erwartungen zurück. Schon die zweite Folge wollten nur 1,7 Millionen Zuschauer sehen - das war gerade mal ein Gesamtmarktanteil von 5,4 Prozent.Lediglich Auftakt und Finale konnten zufriedenstellende Zuschauerzahlen erreichen.
Bei der ARD gibt es offenbar schon Überlegungen für eine neue Variante der Kandidatensuche - eventuell auch ohne Stefan Raab. Die ARD hatte 2010 zum ersten Mal mit ihm und dessen Stammsender ProSieben gemeinsam den deutschen Eurovisions-Kandidaten gesucht - und dabei die spätere Gewinnerin Lena Meyer-Landrut gefunden.
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