Deutscher Fernsehpreis Drei Trophäen für "Gladbeck" - "Bad Banks" ist beste Dramaserie

Für die großen Favoriten gab es jeweils zwei Auszeichnungen, am besten schnitt aber der TV-Mehrteiler "Gladbeck" ab: In Düsseldorf sind die Deutschen Fernsehpreise vergeben worden. Alles Wichtige im Überblick.

SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX

"Bester Mehrteiler", "Bester Schnitt" und Albrecht Schuch als "Bester Schauspieler": In gleich drei Kategorien hat der TV-Mehrteiler "Gladbeck" über das Geiseldrama von 1988 beim Deutschen Fernsehpreis abgeräumt (eine Kritik zu dem Zweiteiler lesen Sie hier).

Häufiger nominiert waren die TV-Serien "Bad Banks" und "Das Boot" - sie kamen jeweils auf zwei Preise. Der Banken-Thriller "Bad Banks" mit Paula Beer und Désirée Nosbusch wurde bei der Gala in Düsseldorf zur besten Drama-Serie gekürt (hier finden Sie die Kritik zur Serie). Außerdem setzte sich die Serie in der Kategorie "Beste Regie" durch: Christian Schwochow hatte sie übernommen. Nominiert war die Serie in insgesamt sechs Kategorien.

Neun Nominierungen hatte die Serie "Das Boot" erhalten. Ausgezeichnet wurde sie nun für die "Beste Kamera", Darstellerin Vicky Krieps bekam zudem einen Fernsehpreis als beste Schauspielerin (eine Kritik können Sie hier nachlesen).

Video zu "Das Boot": "Hier werden die Helden gleich am Anfang schuldig"

Bavaria Fiction/Spiegel Online

Bei den Filmen setzte sich "Aufbruch in die Freiheit" durch: Er behandelt das Thema Abtreibung und spielt Anfang der Siebzigerjahre in einer Provinzstadt - als der sonntägliche Kirchgang noch Pflicht war und Empfängnisverhütung als des Teufels galt (mehr zum Film erfahren Sie hier). Die Macher widmeten den Fernsehpreis Frauen, die sich für die Abschaffung des Paragrafen 219a einsetzen.

In der Kategorie "Beste Primetime-Show" setzte sich "Let's Dance" gegen "Ninja Warrior Germany - Die stärkste Show Deutschlands" und "Wer weiß denn sowas? XXL" durch. Bei den Unterhaltungsmoderatoren ging Luke Mockridge unter anderem für "Luke! Die Schule und ich" als Sieger hervor. Als "Beste Unterhaltung Late Night" wurde "Inas Nacht" mit Kabarettistin, Sängerin und Moderatorin Ina Müller ausgezeichnet.

Video: Diese deutschen TV-Serien müssen Sie kennen

ZDF/ Ricardo Vaz Palma

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an Jürgen von der Lippe - für Shows wie "Geld oder Liebe". Bei seinem Auftritt in Düsseldorf trug er einen schwarzen Anzug. Eigentlich aber sei das Hawaiihemd für ihn Berufskleidung, sagte er vorab. "Alles andere würde die Leute verunsichern. Ähnlich wie wenn ein Feuerwehrmann als Tanzmariechen verkleidet zum Einsatz fährt. Das würde auch unnötig verunsichern und den Menschen auch Angst machen."

Der Deutsche Fernsehpreis wird von den großen TV-Anbietern seit 1999 mit einer Unterbrechung jährlich verliehen. Stifter sind die Intendanten und Geschäftsführer von ARD, ZDF, RTL und Sat.1. In diesem Jahr moderierten Barbara Schöneberger und Steffen Hallaschka die Gala. Insgesamt gab es 28 Kategorien.

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Deutscher Fernsehpreis: Das sind die Gewinner

Die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises 2019 im Überblick:

  • Bester Fernsehfilm: "Aufbruch in die Freiheit" (ZDF)
  • Bester Mehrteiler: "Gladbeck" (ARD/Radio Bremen)
  • Beste Dramaserie: "Bad Banks" (ZDF/Arte)
  • Beste Comedy-Serie: "jerks." (ProSieben/maxdome)
  • Beste Schauspielerin: Vicky Krieps für "Das Boot" (Sky)
  • Bester Schauspieler: Albrecht Schuch für "Der Polizist und das Mädchen" (ZDF), "Gladbeck" (ARD/Radio Bremen) und "Kruso" (ARD/MDR)
  • Beste Regie: Christian Schwochow für "Bad Banks" (ZDF/Arte)
  • Bestes Buch: Mizzi Meyer für "Der Tatortreiniger" (NDR)
  • Beste Kamera: David Luther für "Das Boot" (Sky)
  • Bester Schnitt: Ueli Christen für "Gladbeck" (ARD/Radio Bremen)
  • Beste Musik: Annette Focks für "Die Freibadclique" (ARD/SWR/MDR/NDR/SR)
  • Beste Ausstattung: Martina Müller (Kostümbild) und Jana Karen (Szenenbild) für "Der große Rudolph" (ARD/BR/WDR/ORF)
  • Beste Unterhaltung Primetime: "Let's Dance" (RTL)
  • Beste Unterhaltung LateNight: "Inas Nacht" (ARD/NDR)
  • Beste Moderation Unterhaltung: Luke Mockridge unter anderem für "Luke! Die Schule und ich" (Sat.1)
  • Beste Comedy: "Kroymann" (ARD/Radio Bremen/SWR/NDR/rbb)
  • Bestes Factual Entertainment: "Bares für Rares" (ZDF)
  • Beste Ausstattung Show: Guido Heinz Frinken und Oli Egon Ide für "Das große Backen" (Sat.1)
  • Beste Information - Auslandsreporter: Antonia Rados für ihren Bericht "Jemens langsamer Tod" (n-tv)
  • Beste Dokumentation/Reportage: "Kulenkampffs Schuhe" (ARD/SWR/HR)
  • Bester Doku-Mehrteiler: "Terra X: Die Reise der Menschheit" (ZDF/Arte)
  • Bestes Infotainment: Jenke von Wilmsdorff für "Jenke macht Mut! Leben mit Brustkrebs" (RTL), "Das Jenke-Experiment" (RTL) und "Jenke Über Leben" (RTL)
  • Beste Sportsendung: ranNFL (ProSieben/ProSieben MAXX)
  • Ehrenpreis: Jürgen von der Lippe
  • Förderpreise: Michelangelo Fortuzzi und Lena Urzendowsky (Schauspieler)

aar/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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ScoopXL 01.02.2019
1. Vicky Krieps?
Unverständlich, diese Entscheidung. War die Konkurrenz wirklich so schlecht? Die wohl schwächste Leistung in der Serie bisher.
ausdersichtvon 01.02.2019
2. lachhaft
lichter einen preis zu geben diese Sendung strotzt nur so von Sexismus
Lankoron 01.02.2019
3. Man gewinnt oftmals
eher den Eindruck, dass die Preise auch gerecht unter den Anstalten verteilt werden müssen....
sam46 01.02.2019
4. Bei der Menge der Wiederholungen .......
hätte fast jeder neue Beitrag einen Preis verdient . Bei der Höhe der Gebühren ist es einfach ärgerlich mit welcher Impertinenz die Kunden mit Wiederholungen zugeschüttet werden . Besonders stechen dabei der plump vertrauliche Dünnbrettbohrer aus " Bares für Rares " und ähnliche Zierden der Unterhaltungsbranche hervor , mit deren Wiederholungen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu rechnen ist. Anstatt solche Leute mit Geld zuzuschütten , sollten mehr Investitionen im Bereich der Dritten Programme und ARTE/Phönix/ SAT 3 erfolgen.
ambulans 01.02.2019
5. die
beiden preise für "bad banks" (ein bisserl "the big short", bekömmlich) und für "jürgen" (leben, und insgesamt) gehen völlig i.o.. dass er für die preisverleihung quasi verkleidet auftrat, macht nix; die quote (mädels/jungs) stimmt jedenfalls ...
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