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"Simpsons"-Figur: Smithers outet sich als schwul

"Die Simpsons": Stunde der Wahrheit für Smithers Fotos
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Für den Stinkstiefel Mr. Burns tut er alles, jetzt gesteht Waylon Smithers seinem Chef endlich: Ich bin schwul. Sein Coming-out hat er in der aktuellen "Simpsons"-Staffel.

Es war ein offenes Geheimnis: Waylon Smithers, der überkorrekte Brillenträger mit der Sparkassenfrisur, ist schwul und liebt seinen Chef Mr. Burns. Aber bisher hatte er seine sexuelle Orientierung immer geheim gehalten. Damit soll jetzt Schluss sein: Wie "Simpsons"-Produzent Al Jean der Internetseite "TVLine.com" sagte, werde er Mr. Burns in der aktuellen 27. Staffel endlich seine Liebe gestehen.

"Wir werden uns in zwei Episoden damit beschäftigen", sagte Jean. "Wir kümmern uns überhaupt viel um Smithers dieses Jahr. Er ist sehr genervt von Mr. Burns und schaut sich anderweitig um." Eine Trennung von dem Tyrannen wäre allerdings eine mindestens ebenso große Sensation, steht der ewige Assistent seinem Chef bisher doch immer bei, egal wie mies der sich benimmt.

Smithers ist eben Burns' festangestellter Stiefellecker, Einschmeichler und Süßholzraspler. Für "Simpsons"-Kenner war auch seine sexuelle Orientierung so deutlich wie seine violette Fliege am Hemdkragen. Immerhin gab es über die Jahre Dutzende von Anspielungen darauf. So wurde er unehrenhaft aus der Marine entlassen, weil er Aktbilder von Matrosen malte, und nimmt in einer Episode, die in der Zukunft spielt, Medikamente gegen Homosexualität ein.

Man darf gespannt sein, wie sich die Figur Smithers zukünftig weiterentwickelt. Immerhin gibt es dafür nun Raum, nachdem schon Befürchtungen im Raum standen, nicht nur er, sondern auch Mr. Burns, Ned Flanders und andere Figuren müssten aus der Serie entfernt werden. Hintergrund war die Drohung von Schauspieler Harry Shearer, der sie alle spricht, die Sendung zu verlassen. Die Unstimmigkeiten scheinen aber bereinigt zu sein, Shearer hat seinen Ausstieg zurückgenommen.

In der "Simpsons"-Welt lebten auch vor Smithers' Coming-out schon offen homosexuelle Figuren, darunter der Musiklehrer Dewey Largo und Marge Simpsons Schwester Patty Bouvier.

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insgesamt 37 Beiträge
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1. Wird wohl
edorre 29.09.2015
wieder einen Aufstand im sog. "Bible-Belt" geben. Im Mittelwesten war die Serie vor ein paar Jahren schon mal verboten, lol
2. ...
Newspeak 29.09.2015
Immerhin gibt es dafür nun Raum, nachdem schon Befürchtungen im Raum standen, nicht nur er, sondern auch Mr. Burns, Ned Flanders und andere Figuren müssten aus der Serie entfernt werden. Hintergrund war die Drohung von Schauspieler Harry Shearer, der sie alle spricht, die Sendung zu verlassen. Oder man nimmt einen anderen Sprecher. Mein Gott, die Leute glauben immer, sie seien alle unersetzlich. Wenn Smithers sich outet, dann hoffentlich nicht aus political correctness. Das wäre dann sowas wie der ultimative Anfang vom Ende.
3. Eigentor
snahdog 29.09.2015
@edorre, in den USA wurden die Simpsons noch nie verboten. Anderseits wurden in Deutschland einige Witze rausgeschnitten. In anderen Laendern auch, oder sogar total blockiert.
4.
thelix 29.09.2015
Zitat von NewspeakImmerhin gibt es dafür nun Raum, nachdem schon Befürchtungen im Raum standen, nicht nur er, sondern auch Mr. Burns, Ned Flanders und andere Figuren müssten aus der Serie entfernt werden. Hintergrund war die Drohung von Schauspieler Harry Shearer, der sie alle spricht, die Sendung zu verlassen. Oder man nimmt einen anderen Sprecher. Mein Gott, die Leute glauben immer, sie seien alle unersetzlich. Wenn Smithers sich outet, dann hoffentlich nicht aus political correctness. Das wäre dann sowas wie der ultimative Anfang vom Ende.
Ihnen scheint entgangen zu sein, was von jeher elementarer Bestandteil dieser SitCom ist: Die Simpsons haben sich von jeher für Minderheiten stark gemacht und haben insgesamt eine humanistische Message. Frage: Was beinhaltet für SIE denn der Begriff "political correctness"?
5. Meine einzige Befürchtung war,
berndblech 29.09.2015
dass man das Elend noch weiter in die Länge zieht. Vielleicht gibt es nach "jumping the shark" und "nuking the fridge" demnächst den Hollywood-Neologismus "outing the obvious", um den traurigen Versuch zu beschreiben, eine ehemals grandiose Serie in ein komatöses Minimalprinzip-Franchise zu verwandeln.
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