Sprachpreis für Dieter Hallervorden Palim palim, ein Gewinn

Er schuf Begriffe wie "Zumsel" und "Palim palim": Dieter Hallervorden ist für ungewöhnliche Wortschöpfungen bekannt. Nun hat er dafür einen Preis bekommen.

Schauspieler Dieter Hallervorden
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Schauspieler Dieter Hallervorden


Für ihren individuellen Umgang mit der deutschen Sprache sind Schauspieler Dieter Hallervorden, 80, und Sänger Andreas Bourani, 32, mit dem Medienpreis der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ausgezeichnet worden. Die beiden nahmen die Preise am Samstag in Wiesbaden entgegen.

Hallervorden verstehe es seit Jahrzehnten, die deutsche Sprache auf vielfältigste Weise zu nutzen, begründete die Jury die Auszeichnung. Der Kabarettist, Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher und Moderator spiele mit der Sprache und habe es geschafft, kreative Wortschöpfungen deutschlandweit populär zu machen.

Begriffe wie "Palim palim" und "Zumsel" hätten Gesprächsstoff geboten. Zuletzt hatte Hallervorden mit einem Song von sich reden gemacht, in dem er den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan beleidigte - kurz nachdem Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht für einen diplomatischen Eklat gesorgt hatte.

Musiker Bourani ("Auf uns") erhielt den Preis für seine deutschen Liedtexte. Er berühre mit seiner Sprache Millionen Zuhörer, erklärte die Geschäftsführerin der Gesellschaft, Andrea-Eva Ewels.

Zu den weiteren Preisträgern gehört der Journalist Peter Kloeppel. Er erhält den Hans-Oelschläger-Preis der GfdS für eine "alltagsnahe verständliche Sprache", auch in "publizistischen Stresssituationen".

Der Medienpreis für Sprachkultur wird seit mehr als 25 Jahren vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Hape Kerkeling, Günther Jauch, Marietta Slomka, Ranga Yogeshwar. Alle Preise sind mit 3000 Euro dotiert.

sto/dpa



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