Schwäbischer Ermittler Bienzle-"Tatort"-Star Dietz-Werner Steck ist tot

Als Kommissar Ernst Bienzle verkörperte er die schwäbische Lakonie: Der "Tatort"-Star Dietz-Werner Steck ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Schweigert/ SWR/ DPA

Seine Markenzeichen waren sein Trenchcoat und sein Schlapphut. Über seine Fälle sinnierte er mit Vorliebe bei einem Viertele Trollinger: Eineinhalb Jahrzehnte spielte Dietz-Werner Steck seinen "Tatort"-Kommissar Ernst Bienzle als schwäbischen Lakoniker. Aufgrund seines zurückhaltenden Auftritts und seines Trenchcoats wurde er auch "der schwäbische Columbo" genannt.

1992 trat Steck erstmals in der von Felix Huby erdachten Ermittlerfigur in der "Tatort"-Folge "Bienzle und der Biedermann" in Erscheinung. Danach war er bis 2007 25 Mal in der Rolle zu sehen gewesen. Im Anschluss wurde das Stuttgarter TV-Revier modernisiert, Felix Klare und Richy Müller übernahmen als Sebastian Bootz und Thorsten Lannert die Ermittlerparts.

Steck äußerte offen seinen Unmut: Die Kollegen hätten "keinen Lokalkolorit". Nach dem "Tatort"-Aus spielte er in Serien wie "Ein Fall für "B.A.R.Z." und "Laible und Frisch" tragende Rollen. Seine letzte Fernsehrolle hatte er im Jahr 2012 in der Komödie "Die Kirche bleibt im Dorf".

Der Schauspieler wurde in Waiblingen geboren, seine Schauspielausbildung machte er an der Staatlichen Hochschule in Stuttgart. Von 1962 bis 1996 war Steck Ensemblemitglied beim Staatstheater Stuttgart, 2002 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Wie neben anderen Medien die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, verstarb Dietz-Werner Steck nach schwerer Krankheit bereits an Silvester. Er wurde 80 Jahre alt.

cbu/dpa

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