Hamburg/Köln - 4,71 Millionen Zuschauer: Für die Kollegen Gottschalk oder Schmidt wäre ein solches Ergebnis ein Traum. Doch bei Dieter Bohlen lösen die Einschaltquoten des Staffelfinales von "Deutschland sucht den Superstar" offensichtlich Alarmsirenen aus. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge will der "DSDS"-Chefjuror nicht nur die Jurykollegen Bruce Darnell und Natalie Horler austauschen, sondern auch für Moderator Marco Schreyl Ersatz finden, der seit 2005 durch die Sendung geführt hatte.
Vor einem Jahr hatten noch 6,3 Millionen Zuschauer die "DSDS"-Finalshow verfolgt, 2010 waren es sogar 7,6 Millionen. RTL-Chefin Anke Schäferkordt versicherte der Zeitung "Express", der Sender stehe zu "DSDS": "Es wird auf jeden Fall eine weitere Staffel geben."
Es wäre die zehnte Runde fürdie Talentshow, die allerdings unter der Konkurrenz von immer neuen Sänger-Castings zu leiden hat, die sich auch inhaltlich stark von "DSDS" abgrenzen. Bohlen sagte zu "Bild", "DSDS" sei eine große Show, "weil wir Mut zur Veränderung haben. Wir alle im Team wollen immer besser werden. Deshalb wird kein Stein auf dem anderen bleiben."
RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger bestätigte, dass sich das Format "sehr, sehr deutlich verändern" werde. Laut "Bild"-Bericht soll auch am Konzept der Sendung geschraubt werden. So soll wieder eine Liveband die Sänger auf der Bühne unterstützen - so wie etwa bei den sich seriöser gebenden Konkurrenten wie "The Voice of Germany".
Außerdem soll das Mindestalter für die Kandidaten von 16 auf 18 Jahre erhöht werden. Einerseits hatten die potentiellen Superstars aus Jugendschutzgründen immer öfter die Zuschauerentscheidung vom Bühnenrand aus verfolgen müssen. Zum anderen geht es sicher um eine Abgrenzung vom neuen Show-Ableger "DSDS Kids".
Während sich die Jury-Besetzung neben Bohlen immer mal wieder änderte, war Marco Schreyl schon zu einer Konstante geworden. In der dritten Staffel hatte er Carsten Spengemann ersetzt, anfangs noch an der Seite von Co-Moderatorin Tooske Ragas, seit der fünften Staffel 2008 moderierte Schreyl die Show alleine.
RTL will die Einzelheiten der Neuerungen bei "DSDS" vorerst nicht bestätigen. Diese "werden wir in Ruhe entscheiden und zeitnah bekanntgeben", sagte Unterhaltungschef Sänger: "Noch ist es zu früh, über Details zu spekulieren." Zu den wilderen Spekulationen zählt auch das vom Mediendienst DWDL kolportierte Gerücht, wonach im Sender auch die Idee kursiere, dass die kommende Jubiläumsstaffel auch die letzte sein könnte.
feb/dpa/dapd
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