Miese Quote für Plasberg: Flop der Baumeister

Ungewöhnliches Thema, ungewöhnlich geringer Zuschauerzuspruch: Unter dem Titel "Wissen, wo der Hammer hängt" erörterte Frank Plasberg mit seinen Talkgästen die Frage, was die Deutschen in den Baumarkt treibt. Doch die ließ das kalt: Plasbergs Einschaltquote war so niedrig wie noch nie am Montag.

Montagstalker Plasberg: Thema Baumarkt offenbar kein heißes Eisen Zur Großansicht
WDR

Montagstalker Plasberg: Thema Baumarkt offenbar kein heißes Eisen

Hamburg - Immerhin konnte man ihm nicht vorwerfen, eines der immergleichen Talkshow-Themen zu besetzen: Mit "Wissen, wo der Hammer hängt - was treibt die Deutschen in den Baumarkt?" wendete sich Frank Plasberg einem eher ungewohnten Thema zu. Möglicherweise war der Plan, an die erfolgreichen Talks nach den ARD-Markencheck-Dokumentationen anzuknüpfen - doch gelang es Gästen wie der Moderatorin Sonya Kraus oder dem Schriftsteller Jan Weiler offenbar nicht, das Publikum von der Relevanz des Gesprächsthemas zu überzeugen.

Im Schnitt schauten am Montagabend ab 21.05 Uhr 2,49 Millionen Menschen zu, nach übereinstimmenden Analysen mehrerer Branchendienste die schwächste Zuschauerzahl, seit "Hart aber fair" montags ausgestrahlt wird. Der Marktanteil von 7,6 Prozent lag weit unter dem Senderschnitt von 12,1 Prozent. Kein gutes Zeichen in Zeiten, wo sich die Stimmen mehren, dass die ARD zu viele Talkshows zeige.

Allerdings litt Plasbergs Talkshow auch unter einem schwachen Vorprogramm: Den zweiten Teil einer Naturreportage über die Serengeti wollten um 20.15 Uhr nur 2,42 Millionen Zuschauer sehen (Marktanteil 7,6 Prozent).

Tagessieger wurde, wie montags fast immer, "Wer wird Millionär?". Die Rateshow auf RTL sahen 5,59 Millionen Zuschauer (17,4 Prozent). Geschlagen geben musste sich auch das ZDF, das den TV-Film "Mein eigen Fleisch und Blut" mit Veronica Ferres zur Hauptsendezeit ausstrahlte - 5,16 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent) sahen zu.

Für einen Nischensender sehr beliebt war am Montagabend Sport 1: 1,12 Millionen Zuschauer (3,5 Prozent) sahen das Fußball-Zweitligaspiel zwischen Alemannia Aachen und Eintracht Frankfurt, in dem Frankfurt den Aufstieg klar machte.

feb/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 20 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Die Plasberg-Sendung
adam68161 24.04.2012
lebt nur mit politischen Themen. Sonst funktioniert das Konzept eben nicht.
2.
Lux-smoker 24.04.2012
Dachte schon die Kanäle hätten sich bei meinem TV verstellt und wäre bei QVC gelandet.
3.
loeweneule 24.04.2012
Zitat von sysopUngewöhnliches Thema, ungewöhnlich geringer Zuschauerzuspruch: Unter dem Titel "Wissen, wo der Hammer hängt" erörterte Frank Plasberg mit seinen Talkgästen die Frage, was die Deutschen in den Baumarkt treibt. Doch die ließ das kalt: Plasbergs Einschaltquote war so niedrig wie noch nie am Montag. Miese Quote für Plasberg: Flop der Baumeister - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,829416,00.html)
Je nach Thema und Gästen sehe ich mir die Sendung ganz gerne schon mal an und finde auch Plasberg nicht übel. Okay, im Dritten damals... aber früher war ja eh alles besser, nicht wahr? - Dieses Thema allerdings ging wohl nicht nur mir am Allerwertesten vorbei, was mich dann doch freut. Speziell die Wahl in Frankreich wäre dann doch eher von Interesse gewesen, denke ich mal. Aber warum nicht auch ein Alltagsthema? Wenn es etwa mal um die Reißfestigkeit von Kondomen gehen wird, bin ich sicher wieder dabei. ;-)))
4. 2 Minuten
vogelskipper 24.04.2012
2 Minuten zuhören hat mir gelangt, um weiter zu zappen. Beim Gesamtunterhaltungskunstwerk Fernsehen bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass es klüger ist erst gar nicht mehr einzuschalten, als sich mit trivialem Mist berieseln zu lassen. Es gibt auch immer mehr Abende, inklusive Samstage und Feiertage, wo zwischen 20 und 23 Uhr überhaupt kein gescheiter Film mehr läuft, wenn man sich nicht Blockbuster B und C-Movies auf den Privaten ansehen will. Bei so vielen verfügbaren Sendern ist das alles in allem schon ein Armutszeugnis, dass in einem Land ohne öffentlich-rechtliche Anstalten verständlich wäre, aber bei den GEZ-Milliarden für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar ist!
5. Na ja, was soll man von einer Sendung halten...
Delago 24.04.2012
... bei der Gäste ausgeladen werden, deren Thesen zu kontrovers erscheinen, als dass man sie dem normalen Otto-Normal-Zuschauer zumuten könnte. So geschehen bei Prof. Vahrenholt, dessen Buch (Coautor Sebastian Lüning) "Die kalte Sonne" nun gar zu deutlich die Behauptungen der Klimaalarmisten bzw. des IPCC widerlegte. Meine persönliche Schlussfolgerung war jedenfalls, dass ich mir eine solche Sendung nicht mehr antun muss. Quellen: “hart aber fair” | Die kalte Sonne (http://www.kaltesonne.de/?p=1561) Letzte Meldung: Fritz Vahrenholt in Plasbergs Sendung "Hart aber fair" abgesagt! (http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/letzte-meldung-fritz-vahrenholt-in-plasbergs-sendung-hart-aber-fair-abgesagt/)
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik TV
RSS
alles zum Thema Einschaltquoten
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 20 Kommentare