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US-Fernsehpreis: Walter White und "Breaking Bad" gewinnen Emmys

US-Fernsehpreis: Die Emmy-Sieger im Überblick Fotos
REUTERS

Der Chemielehrer, der zum Drogenbaron wird: Für diese Rolle wurde Bryan Cranston mit dem Emmy ausgezeichnet - schon zum vierten Mal.

Wie im vergangenen Jahr waren die meisten Gewinner des Emmys, des bedeutendsten amerikanischen Fernsehpreises, alte Bekannte.

In der meistbeachteten Emmy-Kategorie, der besten Dramaserie, gewann zum zweiten Mal in Folge "Breaking Bad", die Serie um den krebskranken Chemielehrer Walter White. Ausgezeichnet wurde auch Hauptdarsteller Bryan Cranston - mal wieder. Er hatte für die Rolle des Walter White den Emmy schon in den Jahren 2008, 2009 und 2010 bekommen. Bei der Preisverleihung dankte er seiner Filmfrau Anna Gunn "für all die wunderbaren Szenen, vor allem die im Bett".

Die Auszeichnung von Cranston bedeutet, dass Matthew McConaughey einen Rekord verpasste: Er hätte der erste Schauspieler sein können, der in einem Jahr Oscar ("Dallas Buyers Club") und Emmy ("True Detective") als bester Hauptdarsteller gewinnt.

"Breaking Bad" war in diesem Jahr in 16 Kategorien nominiert gewesen. Der Newcomer "True Detective", der bei dem TV-Sender HBO läuft, gewann in der Kategorie Regie. Das Comedydrama "Orange is the New Black" und die Fantasy-Reihe "Game of Thrones", die in insgesamt 19 Kategorien mit im Rennen war, gingen leer aus. Und auch "Mad Men" und "House of Cards" bekamen wieder keinen Emmy.

Beau Willimon, Schöpfer der Serie "House of Cards", nahm es bei der Gala in Los Angeles sportlich. "Fernsehen ist so gut wie nie zuvor. Schaut euch um, hier hat jeder einen Preis verdient."

Überraschungssieger des Abends war die Serie "Sherlock: His Last Vow". Martin Freeman und Benedict Cumberbatch wurden für die Neben- und Hauptrolle ausgezeichnet, zudem gab es einen Emmy für das beste Drehbuch.

Schauspielerin Julianna Margulies wurde für ihre Hauptrolle als Anwältin Alicia Florrickin in "The Good Wife" ausgezeichnet. In der Serie ist sie verheiratet mit Politiker Peter - der wiederum von Chris Noth gespielt wird, dem "Mr. Big" aus "Sex and the City".

In der Kategorie Comedyserie gingen die Emmys für die besten Hauptrollen an die Vorjahressieger: Jim Parsons wurde für seine Darstellung des brillanten, aber weltfremden und arroganten Wissenschaftlers Sheldon in "The Big Bang Theory" ausgezeichnet - zum vierten Mal. Julia Louis-Dreyfus gewann ihren dritten Emmy in Folge als Hauptdarstellerin in "Veed". Sie spielt in der Serie die Vizepräsidentin der USA.

Beste Comedyserie des Jahres ist laut den Emmy-Juroren die Serie "Modern Family".

Die Genre-Erneuerer Louis C.K. ("Louie"), der im vergangenen Jahr gleich in drei Kategorien leer ausgegangen war, durfte diesmal einen Emmy mit nach Hause nehmen, für das beste Drehbuch in der Kategorie Comedy.

Der erste Emmy des Abends ging an Ty Burrell. Der 47-Jährige bekam die Trophäe als bester Nebendarsteller in einer Comedyserie. Burrell spielt in "Modern Family" den infantilen Familienvater Phil.

Den Preis für die beste Nebendarstellerin bekam in dieser Kategorie Allison Janney. Sie spielt in der Serie "Mom" eine Großmutter, deren lockerer Lebenswandel ihrer Tochter Sorgen bereitet.

Der Preis für die beste Miniserie ging an "Fargo". Auch Adam Bernstein, der Regisseur der Serie, durfte die Trophäe mit nach Hause nehmen.

Als beste Darsteller in der Kategorie für Miniserien und Fernsehfilme wurden Kathy Bates für ihre Nebenrolle und Jessica Lange für ihre Hauptrolle in "American Horror Story: Coven" ausgezeichnet.

Am vorletzten Samstag waren bereits die Creative Arts Emmys verliehen worden. Neben den technischen Kategorien, in denen unter anderem "True Detective" und "Sherlock" abräumten, wurden dort auch Uzo Adubda ("OITNB"), Alison Janney ("Masters of Sex"), Joe Morton ("Scandal") und Jimmy Fallon ("Saturday Night Live") als beste Gastdarsteller ausgezeichnet.

... and the Emmy goes to...
Kategorie Gewinner/in
Hauptdarsteller, Comedy-Serie Jim Parsons, "The Big Bang Theory"
Hauptdarstellerin, Comedy-Serie Julia Louis-Dreyfus, "Veep"
Nebendarsteller, Comedy-Serie Ty Burrell, "Modern Family"
Nebendarstellerin, Comedy-Serie Allison Janney, "Mom"
Drehbuch, Comedy-Serie Louis C. K., "Louie"
Regie, Comedy-Serie Gail Mancuso, "Modern Family"
Hauptdarsteller, Miniserie oder Spielfilm Benedict Cumberbatch, "Sherlock: His Last Vow"
Hauptdarstellerin, Miniserie oder Spielfilm Jessica Lange, "American Horror Story: Coven"
Nebendarsteller, Miniserie oder Spielfilm Martin Freeman, "Sherlock: His Last Vow"
Nebendarstellerin, Miniserie oder Spielfilm Kathy Bates, "American Horror Story: Coven"
Drehbuch, Miniserie oder Spielfilm Stephen Moffat, "Sherlock: His Last Vow"
Regie, Miniserie oder Spielfilm Adam Bernstein, "Fargo"
Hauptdarsteller, TV-Serie Bryan Cranston, "Breaking Bad"
Hauptdarstellerin, TV-Serie Julianna Margulies, "The Good Wife"
Nebendarsteller, TV-Serie Aaron Paul, "Breaking Bad"
Nebendarstellerin, TV-Serie Anna Gunn, "Breaking Bad"
Drehbuch, TV-Serie Moira Walley-Beckett, "Breaking Bad"
Regie, TV-Serie Cary Joji Fukunaga, "True Detective"
Regie, Unterhaltungsshow Glenn Weiss, "67th Annual Tony Awards"
Beste Unterhaltungsshow "The Colbert Report"
Beste Comedy-Serie "Modern Family"
Beste Miniserie "Fargo"
Bester Spielfilm "The Normal Heart"
Beste Spielshow "The Amazing Race"
Beste Reality-Show "Shark Tank"
Beste TV-Serie "Breaking Bad"
Quelle: AP

vet/dpa/AP

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
elphie 26.08.2014
Veep! Wie in VP, vice president
2. Beste miniserie fargo
hujfredo 26.08.2014
Angesichts dessen, das true detective mit im Rennen war kann man das getrost als Fehlentscheidung abtun
3.
conny1969 26.08.2014
Mein Serien-Tipp "The Strain" Hammer-Serie
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