US-Fernsehpreise "Breaking Bad" mit Serien-Emmy gekrönt

Triumph eine Woche vor dem Finale: "Breaking Bad" hat den Emmy für die beste Drama-Serie abgestaubt. Eine Auszeichnung beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt erhielt auch Hollywood-Star Michael Douglas.

REUTERS

Los Angeles/Hamburg - Ein Biopic über einen homosexuellen Pianisten war der größte Sieger bei der 65. Verleihung der Emmy Awards am Sonntagabend. Der beim Pay-TV-Sender HBO gezeigte Film "Behind the Candelabra" konnte während der Preisverleihung drei weitere Statuen gewinnen - zusammen mit den bereits bekannten Preisen in den technischen Kategorien ist der Film über Liberace insgesamt elfmal mit der wichtigsten TV-Auszeichnung prämiert worden. Michael Douglas als bester Hauptdarsteller war ebenso unter den Siegern wie der Regisseur Steven Soderbergh.

Neben Soderbergh und Douglas gewannen auch weitere aus Hollywood bekannte Namen bei der Emmy-Gala. So konnte Claire Danes ihre Position als beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie (für "Homeland") verteidigen. Und Regisseur David Fincher wurde mit einem Emmy ausgezeichnet für die von ihm inszenierte Folge "Chapter 1" aus der Serie "House of Cards".

Der ebenfalls aus dem Kino bekannte Hauptdarsteller der Netflix-Serie "House of Cards", Kevin Spacey, hatte allerdings das Nachsehen in seiner Kategorie - ebenso wie Jon Hamm aus "Mad Men" und Bryan Cranston aus "Breaking Bad". Der Sieg von Jeff Daniels aus der HBO-Serie "The Newsroom" war eine der größten Überraschungen des Abends.

Weniger überraschend waren die Gewinner in den wohl wichtigsten Kategorien, denen für die besten Sendungen: "Behind the Candelabra" wurde als bester TV-Film ausgezeichnet. "Modern Family" mit "Al Bundy" Ed O'Neill in der Hauptrolle wurde zum vierten Male hintereinander als beste Comedy-Serie ausgezeichnet. Und in der meistbeachteten Kategorie, der besten Dramaserie, gewann "Breaking Bad".

Die Serie um den krebskranken Chemielehrer Walter White, der zum Drogenbaron wird, war schon vielfach nominiert gewesen, konnte aber für den ersten Teil ihrer letzten Staffel nun endlich den Preis gewinnen. Auch die Schauspielerin Anna Gunn wurde ausgezeichnet für ihre Nebenrolle als Walters Ehefrau Skyler. Ironie des Abends: Während die Emmy-Gala auf CBS ausgestrahlt wurde, lief gleichzeitig auf dem Sender AMC die vorletzte Folge von "Breaking Bad".

Heidi Klum, die bei den schon vor einer Woche bekanntgegebenen technischen Kategorien als beste Realityshow-Moderatorin ausgezeichnet wurde, konnte keinen weiteren Preis für "Project Runway" ergattern. Die zwölfmal nominierte Serie "Mad Men" ging, wie schon im Vorjahr, komplett leer aus.

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christian simons 23.09.2013
1.
Zitat von sysopREUTERSTriumph eine Woche vor dem Finale: "Breaking Bad" hat den Emmy für die beste Drama-Serie abgestaubt. Eine Auszeichnung beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt erhielt auch Hollywood-Star Michael Douglas. http://www.spiegel.de/kultur/tv/emmy-awards-emmys-fuer-breaking-bad-michael-douglas-clare-danes-a-923840.html
Ich bin zwar durchaus damit einverstanden, dass die Emmys für die besten Dramaserien nach dem Gieskannenprinzip verteilt wurden und neben "Breaking Bad" auch "House of Cards", "Homeland" und "Boardwalk Empire" gewürdigt wurden. Aber mit der Auszeichnung für Jeff Daniels (The Newsroom) als bester Hauptdarsteller hat man unter allen Nominierten (Cranston, Bonneville, Spacey, Hamm und Lewis) zielsicher die schwächste Leistung herausgepickt. Die anderen haben allesamt mehr geboten als das pathostriefende Portrait eines schrullig, integeren Journalismushelden....
Marib 23.09.2013
2.
wer 'The Newsroom' + 'Breaking Bad' gesehen hat weiß, dass Jeff Daniels der bessere Schauspieler ist. Breaking Bad ist eine geniale Serie die mit versteckten Anspielungen, großartig aufgebauten Charakteren und einem spannenden Thema. The Newsroom ist eine Serie die reale Events in einen fiktiven Nachrichtenraum packt. Die Kontroverse wirkt heftiger als bei Breaking Bad, weil sie eben real ist. Jeff Daniels musste nicht in der Unterhose durch die Wüste hüpfen, aber er spielt seinen Charakter noch tiefer als es Bryan Cranston tut.
ruzoe 23.09.2013
3. Na also!!
Breaking Bad ist mit Abstand die furioseste Serie der letzten 10 Jahren. Ich wünsch' mir noch mindestens 100 weitere Folgen auf demselben Niveau...und Guckpflicht für deutsche Drehbuchautoren. :-)
Haller 23.09.2013
4. Da kann man mal sehen, wie fertig die USA sind
ein Normalo wird zum Hochkriminellen- und das feiern die Amis als das beste, was jeh gedreht wurde. Symptomathisch.
gurrke 23.09.2013
5.
Die amerikanischen Schauspieler machen mal wieder das, was sie am besten können: Sich selbst feiern. Bei ca. 10 mittelmäßigen bis sehr guten Serien die im Jahr so laufen vergeben sie Preise in gefühlt 35 Kategorien damit auch ja keiner ohne Preis nach Hause gehen muss. Das gleiche bei den Oscars: Jeder hat einen. Stellt sich nur die Frage warum wir es in Deutschland nicht schaffen Serien auf zumindest 10% des Niveaus der amerikanischen Serien rauszubringen. Alles was zählt, GZSZ, Küstenwache und Hallo Robbi kommen einfach nicht an Homeland, Breaking Bad, Himym, TBBT etc ran
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