Emmy-Verleihung Dr. House muss leiden

So viel Pech kann einen schon krank machen. Hugh Laurie, Darsteller des misanthropischen Dr. House, wurde schon zigmal für den Emmy, den wichtigsten US-Fernsehpreis, nominiert - und ging immer leer aus. So auch dieses Jahr. Der Comedienne Tina Fey erging's da besser.

Kopfzerbrechen bei Hugh "Dr. House" Laurie: Zum vierten Mal nominiert, aber kein Emmy
AP/ FOX

Kopfzerbrechen bei Hugh "Dr. House" Laurie: Zum vierten Mal nominiert, aber kein Emmy


Los Angeles/Hamburg - Im Westen wenig Neues: Wie schon im Vorjahr heißen die großen Gewinner der Emmy-Verleihung "30 Rock" und "Mad Men". Die Sitcom "30 Rock" aus der Feder von Sarah-Palin-Imitatorin Tina Fey ist erneut als beste Comedy-Serie geehrt worden. Auch das im New York der sechziger Jahre angesiedelte Drama "Mad Men" konnte in seiner Kategorie wieder den Top-Preis mit nach Hause nehmen.

Tina Fey selbst jedoch unterlag in der Kategorie beste Comedy-Schauspielerin überraschenderweise Toni Collette, die für ihre Rolle als Hausfrau mit multipler Persönlichkeit in "United States of Tara" geehrt wurde. Fey dürfte es gelassen nehmen: Stattdessen konnte sie sich über eine Statue für ihre beißende Parodie der früheren republikanischen Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin in "Saturday Night Live" freuen.

Ansonsten wirkte die Verleihung fast wie eine Wiederholung aus dem Vorjahr: So wurde Glenn Close erneut für ihre Rolle als unberechenbare Staranwältin Patty Hewes in der Krimiserie "Damages" ausgezeichnet. Alec Baldwin nahm für seine Hauptrolle in "30 Rock" wieder den Preis als bester Comedy-Schauspieler entgegen. Und Hauptdarsteller Bryan Cranston wurde zum zweiten Mal für die Drama-Serie "Breaking Bad" geehrt. Er stach damit erneut "Dr. House"-Darsteller Hugh Laurie aus, der nach fünf Staffeln und vier Nominierungen ungekürt bleibt.

Zwei verdiente Überraschungssieger gab es dann doch noch in der Kategorie der Supporting Actors: Jon Cryer bekam die Trophäe für seine Rolle in der Comedy-Serie "Two and a half men" und Michael Emerson wurde endlich für seine brillante Darstellung des Benjamin Linus in "Lost" ausgezeichnet.

In der Fernsehfilm-Kategorie erhielt Hollywood-Star Jessica Lange einen Preis für ihre Rolle als "Big Edie", die exzentrische Verwandte der früheren First Lady Jackie Kennedy, in dem von Kritikern hochgelobten "Grey Gardens".

Das deutsche Supermodel Heidi Klum ging leer aus: Sie musste sich in der Kategorie bester Moderator einer Reality-Show ("Project Runway") Jeff Probst von "Survivor" geschlagen geben.

Die Primetime Emmys wurden zum 61. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Sie sind die wichtigsten Auszeichnungen der US-Fernsehbranche. Durch den Abend führte der aus der Sitcom "How I met your mother" bekannte Schauspieler Neil Patrick Harris.

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