Die umstrittene " Tagesschau"- App, eine Mini-Anwendung für internetfähige Handys und Tablet-Computer, ist seit dem Start kurz vor Weihnachten hunderttausendfach heruntergeladen worden.
"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke sagte dem SPIEGEL, bis Freitagvormittag vergangener Woche hätten 740.000 Nutzer das kostenlose Angebot auf ihrem Gerät gespeichert. Das sei "erfreulich", besonders, da viele Nutzer schrieben, dass sie für ein solches Angebot gern Rundfunkgebühren zahlten.
Die neue ARD-Vorsitzende Monika Piel hat unterdessen noch einmal betont, dass für die "Tagesschau"-App zusätzlich zu den Rundfunkgebühren kein weiteres Entgelt verlangt werden soll.
Deutsche Verleger protestierten im Vorfeld gegen die App. So sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP), die Applikationen für das mobile Internet wie die Tagesschau-App verzerrten den Wettbewerb zu Lasten der privaten Medien. Die seien für ihr Überleben jedoch auf bezahlte Angebote angewiesen.
fln/dpa
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