Hamburg/Berlin - Die Erfindung des legendären "Tatort"-Kommissars Haferkamp geht genauso auf sein Konto wie die preisgekrönte Serie "Die Magermilchbande", die den Zweiten Weltkrieg aus kindlicher Sicht beschreibt: Der in Mannheim geborene Oliver Storz bescherte dem deutschen Fernsehen als Drehbuchautor und später als Regisseur immer wieder neue Perspektiven auf die Welt und versuchte sich in unterschiedlichsten Formaten.
Er schrieb einige Folgen für die erste deutsche Science-Fiction-Serie "Raumpatrouille" (1966), schockte als Drehbuchautor das junge deutsche Fernsehen mit Dramen wie "Der Trinker" (1967) oder "Die Beichte" (1970) und lieferte in älteren Jahren als Regisseur große, komplexe Dramen übers Nachkriegsdeutschland wie das Willy-Brandt-Biopic "Im Schatten der Macht" (2003) oder "Drei Schwestern made in Germany" (2006).
Storz kam 1957 als Theater-, Literatur- und Fernsehkritiker in die Kulturredaktion der "Stuttgarter Zeitung". Von 1960 bis 1974 arbeitete er als Dramaturg, Produzent und Autor in der Fernsehspielabteilung der Bavaria GmbH in München. Wie ein Sprecher des Südwestrundfunks am Mittwoch bestätigte, verstarb der Fernsehveteran jetzt im Alter von 82 Jahren.
cbu/dapd
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