Finale der Casting-Show "X Factor": Sieg für Edita, Rekord für Vox

Happy End mit Fortsetzung: Zum "X Factor"-Finale schaltete eine Rekordzahl an Zuschauern ein und ließ sich von Sängerin Edita begeistern. TV-Sender Vox war von Show und Quote ebenfalls angetan und kündigte für 2011 eine neue Staffel an. Ob die Jury um Sarah Connor weitermacht, ist aber unklar.

Edita Abdieski siegte im Finale von "X Factor" mit überragender Mehrheit Zur Großansicht
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Edita Abdieski siegte im Finale von "X Factor" mit überragender Mehrheit

Berlin - Am Ende standen Bestwerte: Vox hat mit dem Finale seiner Casting-Show "X Factor" am Dienstagabend einen Quotenrekord eingefahren. 2,91 Millionen Zuschauer schalteten um 20.15 Uhr die Live-Show aus Köln ein. Im Duell mit dem Sängerinnen-Quartett Big Soul setzte sich schließlich die 25-jährige Sängerin Edita Abdieski durch. 74,1 Prozent der Anrufer votierten laut Sender für sie. Der Marktanteil lag bei 9,4 Prozent - der beste Wert der Show, die im August gestartet war. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrug der Marktanteil sogar 15,4 Prozent.

Passend zur Rekordquote kündigte Vox an, die Show im nächsten Jahr fortzusetzen. Ob die bisherige Jury mit Sängerin Sarah Connor, Trompeter Till Brönner und Produzent George Glueck weiterhin dabei sein wird, ist noch offen. Die drei waren im Laufe der Show zu Mentoren der Kandidaten geworden - und damit untereinander auch zu Konkurrenten. Abdieski war Brönners Kandidatin, Glueck unterstützte Big Soul. Siegerin Abdieski bekommt nun einen Plattenvertrag.

Insgesamt hatten sich nach Senderangaben rund 19.000 Kandidaten für die Casting-Sendung beworben. "X Factor" ist ein Import der gleichnamigen britischen Show. Aus der britischen Ausgabe war unter anderen Sängerin Leona Lewis als Siegerin hervorgegangen. In Deutschland war "X Factor" am 20. August gestartet.

Die ersten zwei Sendungen waren bei RTL zu sehen, danach lief die von Jochen Schropp moderierte Show bei Vox, der zur gleichen Senderfamilie gehört. Die strategische Idee, die Show erst beim großen Bruder zu starten und dann das Publikum zum kleinen Bruder herüberzuziehen, dürfte also aufgegangen sein.

hpi/dpa/ddp

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1. Quoten
LosDonOs 10.11.2010
Denselben Marktanteil erhält auch Kabel 1 mit: "two and a half Men" im Nachmittagsprogramm. X-Faktor kam zur besten Sendezeit. Mir tun lediglich die "Stars" von morgen Leid, Eintagsfliegen in diesem Geschäft, die verheizt werden. Solch Formate kann man nicht mehr zählen und ich auch nicht mehr sehen. Bisher waren alle binnen kürzester Zeit auch wieder vergessen.
2. X-Faktor hatte tatsächlich den X-Faktor
benjo24 10.11.2010
Dieses Format hätte eigentlich ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, weil es sich angenehm von Gossensendungen wie DSDS, Popstars und Supertalent abhebt. Die Musik stand tatsächlich weitestgehend im Vordergrund. Wenn man Raabs Oslo Sendung in den Himmel lobt (wie spiegel-online es getan hat), kann man konsequenterweise auch so ein Format unterstützen (auch wenn Sarah Conner Jurorin ist). Mich hat die Qualität der Gesangsbeiträge vollkommen überrascht. Es gab gleich 3 oder 4 Einzelperformer, die gute Stimme und Ausstrahlung vereinten. Eine davon, Edita, hat dann Gott sei Dank das Finale erreicht und vollkommen zu Recht gewonnen. Sie ist die erste Gewinnerin einer Castingshow im deutschen Fernsehen, die sich stimmlich nicht vor den Gewinnern der amerikanischen und britischen Schwestersendungen (dieser verdanken wir Leona Lewis)verstecken muss. Nur schade das sie keinen Gewinner-Song bekommen hat, der ihrer Stimmgewalt würdig ist. Aber Lena hatte schließlich auch nur einen durchschnittlichen Sieger-Song. Bezeichnenderweise hat aber Bohlens "Supertalent" die höchsten Einschaltquoten, obwohl sich jeder halbwegs sensible Mensch nach dem Anschauen dieser Erniedrigungsshow duschen muss. Eine differnzierte Berichterstattung hätte vielleicht mehr Menschen auf X-Faktor aufmerksam gemacht.
3. X-Faktor hatte tatsächlich den X-Faktor
benjo24 10.11.2010
Dieses Format hätte eigentlich ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, weil es sich angenehm von Gossensendungen wie DSDS, Popstars und Supertalent abhebt. Die Musik stand tatsächlich weitestgehend im Vordergrund. Wenn man Raabs Oslo Sendung in den Himmel lobt (wie spiegel-online es getan hat), kann man konsequenterweise auch so ein Format unterstützen (auch wenn Sarah Conner Jurorin ist). Mich hat die Qualität der Gesangsbeiträge vollkommen überrascht. Es gab gleich 3 oder 4 Einzelperformer, die gute Stimme und Ausstrahlung vereinten. Eine davon, Edita, hat dann Gott sei Dank das Finale erreicht und vollkommen zu Recht gewonnen. Sie ist die erste Gewinnerin einer Castingshow im deutschen Fernsehen, die sich stimmlich nicht vor den Gewinnern der amerikanischen und britischen Schwestersendungen (dieser verdanken wir Leona Lewis)verstecken muss. Nur schade das sie keinen Gewinner-Song bekommen hat, der ihrer Stimmgewalt würdig ist. Aber Lena hatte schließlich auch nur einen durchschnittlichen Sieger-Song. Bezeichnenderweise hat aber Bohlens "Supertalent" die höchsten Einschaltquoten, obwohl sich jeder halbwegs sensible Mensch nach dem Anschauen dieser Erniedrigungsshow duschen muss. Eine differnzierte Berichterstattung hätte vielleicht mehr Menschen auf X-Faktor aufmerksam gemacht.
4. Nicht alles Gold...
jury 15.11.2010
In der "Talentschmiede" Brönner, Connor & Glueck lief einiges schief. Auch bei X-Factor blieben bessere Sänger(innen) auf der Strecke. Sarah Connor bevorzugte "ihre" Milch-Jungs, bei Til Brönner blieb eine großartige Sängerin auf der Strecke, während der zwar nette, aber ewig quäkende Antony weit mitgeschleppt wurde. Das Konstrukt, welches die Förderer gleichzeitig Juroren sein lässt, ist einfach daneben - wenn am Ende der Show ein einzelner Juror entscheiden muss, wer rausfliegt, zeigt sich das am deutlichsten. Die größte Enttäuschung jedoch brachte der "Siegertitel". Mit Träller-Liedchen unterhalb Bohlen-Niveau kann man auch aus der talentiertesten Sängerin keinen "Star" machen. Eine gewisse Jurorin sollte ein Lied davon singen können...
5. .
frubi 15.11.2010
Zitat von LosDonOsDenselben Marktanteil erhält auch Kabel 1 mit: "two and a half Men" im Nachmittagsprogramm. X-Faktor kam zur besten Sendezeit. Mir tun lediglich die "Stars" von morgen Leid, Eintagsfliegen in diesem Geschäft, die verheizt werden. Solch Formate kann man nicht mehr zählen und ich auch nicht mehr sehen. Bisher waren alle binnen kürzester Zeit auch wieder vergessen.
Mir tun die Kandidaten nicht leid. Man kann sich seit 9 Jahren, auf allen Kanälen, über das ganze Jahr hinweg ansehen, was mit Casting-"Stars" passiert und wie nachhaltig diese Konzepte sind. Diese naiven "Künstler" lassen sich leider von der Aufmachung dieser Sendungen blenden und das liegt ganz allein in deren Verantwortung.
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