Mainz - Nach langer Hängepartie ist die Entscheidung über die "Wetten, dass..?"-Nachfolge gefallen: TV-Moderator Markus Lanz übernimmt jetzt auch offiziell die ZDF-Unterhaltungssendung von Thomas Gottschalk. Das teilte am Sonntag das ZDF mit. Lanz werde die Sendung am 6. Oktober zum ersten Mal moderieren.
"Markus Lanz hat an seiner Talkshow hart gearbeitet", kommentierte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut die Personal-Entscheidung auf der Web-Seite heute.de. Er habe mit seiner Sendung nicht nur viele Zuschauer gefunden, sondern auch viel Anerkennung. "Mit seiner professionellen Einstellung wird er an die neue Aufgabe 'Wetten, dass..?' gehen und das Publikum bestimmt überzeugen. Er wird seinen eigenen Stil finden", erklärte Bellut weiter.
Gottschalk hatte im Dezember zum letzten Mal die erfolgreichste ZDF-Show moderiert. Monatelang war über die Nachfolge spekuliert worden, erst im November 2011 hatte Wunschkandidat Hape Kerkeling abgesagt. Zuletzt hatten sich die Spekulationen verdichtet, der 42-jährige Südtiroler Lanz sei der Favorit für die Gottschalk-Nachfolge.
Bellut: "Ich habe mir Zeit genommen und früh angekündigt, dass ich mich nicht unter Druck setzen lasse. Ich freue mich jetzt auf die gemeinsame Entwicklungsarbeit in den nächsten Wochen. Wir werden das Konzept von 'Wetten, dass..?' weiterentwickeln und modernisieren, es aber im Kern erhalten: Es bleiben spannende Wetten und interessante Gäste."
Auch "Wetten, dass..?"-Erfinder Frank Elstner favorisiert den mit einer Talkshow beim ZDF tätigen Lanz. Lanz selbst hatte in dieser Woche erstmals offenes Interesse an der Moderation von "Wetten, dass..?" geäußert.
Dass Lanz nach Kerkeling und Jörg Pilawa, der zum Jahreswechsel vorübergehend als Wunschkandidat für die Moderation der Show galt, nur dritte Wahl ist, scheint ihn nicht zu ärgern. So sagte er dem Magazin "Stern" in der vergangenen Woche auf die Frage, ob dies für ihn nicht schmerzhaft sei: "Nur wenn du dermaßen von deiner eigenen Bedeutsamkeit überzeugt bist, dass es dich wurmt, nicht als Erster gefragt worden zu sein. Nee-nee, ich finde die Reihenfolge genau richtig."
bos/AFP/dpa
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