TV-Einschaltquoten: Margot Honecker findet großes Publikum

Starke Quote für die ARD: 4,2 Millionen Zuschauer sahen am Montag den Dokumentarfilm "Der Sturz - Honeckers Ende", in dem sich Margot Honecker erstmals seit langem öffentlich äußerte. RTL konnte hingegen nicht zufrieden sein mit dem Zuspruch für Antonia Rados' Gaddafi-Reportage.

ARD-Doku über Honeckers Sturz: Die unbelehrbare Margot Fotos
NDR

Hamburg - Der Montag war der Abend der Polit-Dokumentationen über gestürzte Machthaber. Auf starkes Zuschauerinteresse ist dabei der NDR-Film "Der Sturz - Honeckers Ende" gestoßen: Im Durchschnitt sahen 4,2 Millionen Zuschauer zwischen 21.00 und 22.30 Uhr im Ersten den Film von Eric Friedler, wie der Sender am Dienstag mitteilte. Der Marktanteil lag bei 13,5 Prozent, in den neuen Bundesländern und Berlin sogar bei 16,8 Prozent.

In der Dokumentation äußert sich Margot Honecker, einst Volksbildungsministerin und mächtigste Frau der DDR, erstmals seit zwei Jahrzehnten. "Es hat sich gelohnt, diese herausragende Dokumentation auf einem sehr guten Sendeplatz auszustrahlen", sagte NDR-Intendant Lutz Marmor.

Die RTL-Reportage über das Doppelleben des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi sahen um 22.15 Uhr 3,23 Millionen Menschen (12,0 Prozent). Für den werbefinanzierten Sender besonders bedeutsam: In der Zielgruppe der 14-49-Jährigen kam das "Extra Spezial" auf 1,43 Millionen Zuschauer - der Marktanteil von 15,9 Prozent blieb damit unter den Werten der Vorwoche zurück.

feb/dpa/dapd

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1. Die einzige DDR Bürgerin?
Wilhelm Klaus 03.04.2012
Eins kann man ihr nicht vorwerfen, sie hat sich nicht verdrückt. Ansonsten scheint die ehemaliege DDR entvölkert und von einem neuen Stamm besiedelt worden zu sein. Es ist geradezu unheimlich, wo sind die Grenzer, Vopos, Militärs ... geblieben? Als Westler hört man nur Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Man hat den Eindruck die DDR läge Jahrhunderte zurück; irgendwie beängstigend unreal.
2.
081172 03.04.2012
Zitat von Wilhelm KlausEins kann man ihr nicht vorwerfen, sie hat sich nicht verdrückt.
Doch, nach Südamerika!
3. ...
onkelbenz,derechte 03.04.2012
Zitat von Wilhelm KlausEins kann man ihr nicht vorwerfen, sie hat sich nicht verdrückt. Ansonsten scheint die ehemaliege DDR entvölkert und von einem neuen Stamm besiedelt worden zu sein. Es ist geradezu unheimlich, wo sind die Grenzer, Vopos, Militärs ... geblieben? Als Westler hört man nur Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Man hat den Eindruck die DDR läge Jahrhunderte zurück; irgendwie beängstigend unreal.
Ja, nur noch Widerstandskämpfer und Leute, die es schon immer gewußt haben. Oder welche, wie ich, die sich kaum zu sagen trauen, daß sie hier eine schöne Kindheit hatten, im Unrechtsstaat.
4. Unbegreiflich
Brakelmann 03.04.2012
Zitat von sysopStarke Quote für die ARD: 4,2 Millionen Zuschauer sahen am Montag den Dokumentarfilm "Der Sturz - Honeckers Ende", in dem sich Margot Honecker erstmals seit langem öffentlich äußerte. RTL konnte hingegen nicht zufrieden sein mit dem Zuspruch für Antonia Rados' Gaddafi-Reportage. TV-Einschaltquoten: Margot Honecker findet großes Publikum - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825423,00.html)
Es ist mir unbegreiflich, dass die ARD dieser uneinsichtigen Verbrecherin die Mögichkeit bietet, sich in Szene zu setzen. Die Frau gehört vor Gericht und anschließend in den Knast. Aus Deutschland jedoch wird ihr jeden Monat die Rente in ihr Domizil geschickt. Pfui Teufel.
5. Danke
peter.braun1@gmx.ch 03.04.2012
Gute Dokumentation mit interessanten Einblicken in einen grösseren Zusammenhang. So konnten auch Jüngere nachvollziehen, um wen es sich handelte u. wie die Geschichte verlaufen ist. Dass Margot (sie war auch mal "meine" Bildungsministerin...) mit ihrer langen politischen Vergangenheit, nicht in der Lage ist, alles was hinter ihr liegt über Bord zu werfen und in einsichtiger Reue Busse zu tun, war klar. Ich stelle allerdings fest, dass heute auch sehr viel jüngere Zeitgenossen teilweise in ihren ideologischen Gefängnissen verharren und sich der Realität erwehren, ohne 84 Jahre alt zu sein. Übrigens: Politischer Realitätssinn hat nichts mit Intelligenz zu tun... ;-) Es ist die persönliche Entscheidung für eine Weltanschauung, bei der alles nicht Passende ignoriert oder bstritten wird.
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