Netflix-Serie Neue Stars für letzte "House of Cards"-Staffel

Ohne Kevin Spacey, dafür mit Diane Lane und Greg Kinnear: Netflix hat die hochkarätigen Schauspieler für die letzte "House of Cards"-Staffel gewinnen können. Die Produktion hat bereits begonnen.

Greg Kinnear (l.), Diane Lane (Archivbilder)
Uncredited/AP/DPA

Greg Kinnear (l.), Diane Lane (Archivbilder)


Nach dem Aus von Kevin Spacey ist die Produktion der sechsten und letzten Staffel "House of Cards" mit Verspätung angelaufen. Neu dabei sind die US-Schauspieler Diane Lane ("Untreu") und Greg Kinnear ("Little Miss Sunshine"). Sie werden Geschwister in der Netflix-Serie spielen, mehr ist über ihre Rollen aber noch nicht bekannt. Neben Hauptdarstellerin Robin Wright als Claire Underwood sind unter anderem auch Michael Kelly, Campbell Scott, Jayne Atkinson, Patricia Clarkson, Constance Zimmer in der letzten Staffel wieder dabei.

Die Produktion der Erfolgsserie um das Politiker-Ehepaar Frank und Claire Underwood war im November zunächst gestoppt worden, nachdem zahlreiche Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Hauptdarsteller Spacey alias Frank Underwood ans Licht gekommen waren. Netflix hatte im Zuge der Enthüllungen die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Mitproduzenten der Serie aufgekündigt.

Frank Underwood war im Verlauf der Serie durch Intrigen und Morde zum US-Präsidenten aufgestiegen - mit Unterstützung seiner Ehefrau. Am Ende der fünften Staffel hatte Claire ihren Mann dann als Präsidentin abgelöst. Es ist noch unklar, wie die Drehbuchautoren das Ausscheiden von Spacey in der Serie verarbeiten werden.

Bereits im November hatte Netflix angekündigt, dass die sechste Staffel von "House of Cards" die letzte sein werde. Die Politserie war die erste eigens von Netflix produzierte und verbreitete Serie - und nach viereinhalb Jahren zugleich die dort am längsten laufende.

max/dpa

insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
esgehtdoch1974 01.02.2018
1. Wen interessiert das noch?
Die ersten Staffeln waren brilliant ... nicht zu letzt wegen der britischen Vorlage. Aber die Luft war schon vor den Enthüllungen raus. Interessant was hier so als hochkarätige Stars bezeichnet wird. Viel Spaß beim anschauen.
und der Wolf 01.02.2018
2. Rausgeworfenes Geld
Der Marktwert der übrigen Schauspieler in der Serie tendiert gegen Null. Schade um das Geld, das Netflix hier in den Sand setzt. Die Aussage, dass es die letzte Staffel handelt, zeigt, dass man sich dieser Fehlinvestition bewusst ist, man aber Millionen rausschmeißen muss, die um ein“Zeichen“ zu setzen.
ultimatekayozz 01.02.2018
3.
Ohne Kevin Spaceys Verhalten in der realen Welt (am Set etc.) relativieren zu wollen, aber ohne Frank Underwood kann das nichts werden, zudem nach Staffel drei sowieso schon der Biss verloren gegangen ist. Man hat es mehr aus Gewohnheit geschaut hat, um zu sehen ob Francis J. Underwood am Ende siegreich oder gescheitert ist. Das Konzept wechselnder ausscheidender Hauptcharaktere, die man mal eben Offscreen wegsterben lässt hat mich schon bei Two and a half man vom weiter schauen abgehalten.
rainerwäscher 01.02.2018
4. Es wird klappen
Netflix könnte aber doch Erfolg mit dieser Taktik haben, denn alle werden sehen wollen, wie die das Ausscheiden von Spacey erklären und wie es mit Claire weitergeht, zumal man ja sowieso schon das Abo bezahlt hat.
seven21 01.02.2018
5.
Zitat von ultimatekayozzOhne Kevin Spaceys Verhalten in der realen Welt (am Set etc.) relativieren zu wollen, aber ohne Frank Underwood kann das nichts werden, zudem nach Staffel drei sowieso schon der Biss verloren gegangen ist. Man hat es mehr aus Gewohnheit geschaut hat, um zu sehen ob Francis J. Underwood am Ende siegreich oder gescheitert ist. Das Konzept wechselnder ausscheidender Hauptcharaktere, die man mal eben Offscreen wegsterben lässt hat mich schon bei Two and a half man vom weiter schauen abgehalten.
Damit ist alles gesagt, Kevin Spacey hat diese Serie getragen und ohne ihn lohnt sich das Einschalten nicht. Das wäre wie Breaking Bad ohne Bryan Cranston.
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