Inklusion Autistische Puppe in der Sesamstraße

Elmo bekommt eine neue Freundin. Mit Julia wird es zum ersten Mal eine Puppe mit Autismus in der Sesamstraße geben.

Julia (rechts)
Zach Hyman/ Sesame Workshop/ AP

Julia (rechts)


Die "Sesamstraße" bekommt eine neue Puppe. Aber Julia, ein junges Mädchen mit roten Haaren und grünen Augen, ist keine gewöhnliche Puppe. Sie ist Autistin.

Die US-Version der berühmten Kindersendung setzt damit ihre Tradition der Inklusion und der Annäherung an Randgruppen fort. In der südafrikanischen Version klärte die HIV-positive Puppe Kami über die Gefahren von Aids auf. In einer israelisch-palästinensischen Co-Produktion der "Sesamstraße" spielen das israelische Stachelschwein Kipi und der palästinensische Hahn Karim miteinander. Im vergangenen Jahr wurde eine Puppe präsentiert, die Hijab trägt.

Die autistische Julia ist jedoch keine ganz neue Figur. Sie erschien bereits in Büchern, Videos und einer App. Ziel ist es laut den Machern der "Sesamstraße", das Bild von Autisten zu verändern und ein besseres Verständnis für das Störungsbild zu entwickeln. Julia wird ihre Premiere im US-Fernsehen am 10. April feiern.

Die Figur der Julia zu entwickeln, soll Jahre gedauert haben und sei in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten, Organisationen und betroffenen Familien entstanden. Bislang kann man Julia allerdings nur auf Englisch zuschauen.

gia/AP



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