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Ex-Regierungssprecher Thomas Steg: "Merkel ist die wahre Medienkanzlerin"

Spaßpolitik war gestern, heute wird Deutschland still gesteuert. Thomas Steg hat sowohl für Gerhard Schröder wie auch für Angela Merkel als Sprecher gearbeitet - er verrät, wie sich Politiker im digitalen Zeitalter verkaufen müssen. Und wie die Kanzlerin mit den Medien spielt.

Politikprofi Thomas Steg: "Weniger klagen, mehr ausprobieren" Fotos
dpa

SPIEGEL ONLINE: Herr Steg, Angela Merkel ist ein SMS-Fan, ihr Sprecher Steffen Seibert twittert. Ist der "Short Merkel Service" die neue Form der Regierungskommunikation?

Steg: Nein, das funktioniert nur bei ersten Einschätzungen, Gedanken und Emotionen. Und vor allem die jüngere Zielgruppe kann man beispielsweise über Twitter gut erreichen. Aber die Euro-Krise kann man in 140 Zeichen nicht erklären, dafür reichen kaum 140 Zeilen.

SPIEGEL ONLINE: Kritiker würden dennoch sagen: Die Politik passt sich den neuen Medien zu stark an - besonders den Online-Medien.

Steg: Nein, die Veränderung verläuft beid- und wechselseitig. Der Nachrichtentakt ist viel schneller geworden, die Informationsmengen sind gewachsen, starre Redaktionszeiten gibt es nicht mehr, die Fernsehsender haben ihre Sendezeiten enorm ausgeweitet, und das Internet schläft sowieso nie. Das bedeutet aber andererseits, dass die Politiker fast rund um die Uhr Menschen erreichen, wenn sie das wollen - also hat sich auch die Politik zeitlich entgrenzt.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Ex-Chef Gerhard Schröder regierte ja nur mit "Bild, Bams und Glotze". Das war die reine Idylle, oder?

Steg: Die gab es früher genauso wenig wie heute, Regierungssprecher mussten zu allen Zeiten mit extremen Situationen umgehen können. Als Schröder 1998 Kanzler wurde, gab es aber tatsächlich keine Vorstellung davon, wie man etwa das Internet einsetzen kann, das ja schon existierte. Wir mussten das Bundespresseamt komplett umstrukturieren, neue Aufgabengebiete und Arbeitsabläufe einführen.

SPIEGEL ONLINE: Was bedeutet der Medienwandel für die Qualität des Journalismus - und der Politik?

Steg: Viele behaupten, es gebe einen doppelten Qualitätsverlust - sowohl in der Politik als auch im Journalismus. Ich habe mich in den letzten Jahren sehr intensiv, auch wissenschaftlich, mit dieser Frage beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese Behauptung doch eher einem Vorurteil entspricht. Der Blick zurück ist verklärt. Empirisch lässt sich kein Qualitätsverlust nachweisen.

SPIEGEL ONLINE: Gerhard Schröder gilt bis heute als "Medienkanzler". Wie sehr waren Sie eigentlich von seinen intensiven Medienkontakten genervt?

Steg: Schröder stand für einen neuen Typus Politiker. Zwischen der Generation, der er und auch Joschka Fischer angehören, und der von Helmut Kohl gab es immense Unterschiede im politischen Stil und eben auch im Umgang mit Öffentlichkeit. Schröder erkannte, dass man einen Großteil der Bevölkerung nur über die Medien erreichen kann, und er hatte ein gutes Gespür für diese Art der Kommunikation. Auf seinen Stil musste sich das Presseamt tatsächlich erst einmal einstellen, denn er war sich manchmal selbst genug. Das hat dem Amt aber auch viel Arbeit abgenommen.

SPIEGEL ONLINE: Hat er sich immer mit Ihnen abgesprochen?

Steg: Wer über eine solche Rhetorik und Schlagfertigkeit verfügt, ist stets für Überraschungen gut. Schröder lief im direkten Kontakt mit Menschen zu Hochform auf. Er ist sehr häufig auf Zwischenrufe seines Publikums eingegangen, und so wurden manchmal Zitate aus dem Kontext gerissen und in die Berichterstattung gespült, die auch uns völlig überrascht haben. Aber in zentralen Fragen gab es natürlich immer Absprachen mit den Regierungssprechern.

SPIEGEL ONLINE: Wie beurteilen Sie Merkels Umgang mit den Medien?

Steg: Es spricht einiges dafür, dass sie die eigentliche Medienkanzlerin ist, dass sie das System, das man Schröder zugeschrieben hat, tatsächlich in die Praxis umgesetzt hat - von der Einführung eines Podcasts bis hin zum Umgang mit Journalisten, bei denen sie mit regelmäßigen Hintergrundgesprächen, genau dosierten Interviews und sorgfältig kontrollierten Zugangsmöglichkeiten arbeitet.

SPIEGEL ONLINE: Sie zieht lieber die Fäden im Hintergrund?

Steg: Ja, sie regiert ohne schillernde Einzelereignisse, aber nicht ohne Inszenierung. Wenn sie öffentlich aufgefordert wird, eine Erklärung zur Lage der Nation abzugeben, macht sie genau das nicht. Aber gleichzeitig bekommen die Journalisten in den kleinen Gesprächsrunden mit ihr leuchtende Augen und sind begeistert, weil die Frau ihre Prioritäten, Gedanken und Beweggründe so überzeugend darlegen kann. Viele fragen sich allerdings, warum sie das zwar vor 20 Leuten kann, aber nicht vor 200. Aber das Erstaunliche ist doch, dass ihre stille Art der Steuerung dazu geführt hat, dass die Kanzlerin in den Medien fast vollkommen unkritisch beschrieben wird. Das ist schon ein Phänomen, denn diesen Effekt erwartet man eher für einen über den Parteien stehenden Präsidenten.

SPIEGEL ONLINE: Im Gegensatz zu Schröder hält Merkel ihr Privatleben verschlossen.

Steg: Merkel trifft damit den Zeitgeist. Seit Mitte der Siebziger, vor allem aber in den neunziger Jahren glaubte jeder, es sei das Erfolgsgeheimnis schlechthin, alles öffentlich zu machen. Politiker versuchten krampfhaft, ihr Privatleben zu inszenieren. Ich denke da beispielsweise an Kohl mit seiner Familie beim "Mensch ärgere Dich nicht"-Spielen.

SPIEGEL ONLINE: Und das ist heute nicht mehr gefragt?

Steg: Nein, offensichtlich hat man sich sattgesehen. Schröder lag mit diesem Stil anfangs noch voll im Trend, aber der Umschwung setzte schon in seiner Ära ein. In der Zeit der Agenda 2010 trat er nicht mehr als "Spaßkanzler" auf. Die Menschen wollen heute Politiker nach ihrer Arbeit und nicht nach ihrem Privatleben beurteilen.

SPIEGEL ONLINE: Wie verkauft sich ein Politiker denn heute am besten?

Steg: Politiker sind doch keine Schauspieler. Wie sie sich im öffentlichen Raum verhalten - ob jovial-kumpelhaft oder distanziert -, das muss ihrer Natur entsprechen. Im Übrigen: Politiker haben durchaus ein Gespür dafür, wie sie auftreten sollten. Das ist nicht das Geschäft irgendwelcher Image-Berater. Was heutzutage ankommt, sind Solidität, Kompetenz und vor allem Überzeugungskraft.

SPIEGEL ONLINE: Sie waren bis 2009 auch Merkels stellvertretender Regierungssprecher - als Sozialdemokrat. Wie fühlten Sie sich unter dem Diktat des politischen Gegners?

Steg: Es gab eine klare Hierarchie und Rollenverteilung: Sie war meine Vorgesetzte, ich musste ihr loyal zuarbeiten. Das können Sie als "Diktat" bezeichnen, doch das haben wir beide nie so empfunden. Die Zusammenarbeit war stets von Vertrauen und Offenheit geprägt. Außerdem koalierte ja die SPD mit der Union, so dass bei Konfliktthemen immer eine Verständigung gefunden wurde. Eine Situation, in der ich mich wirklich hätte verleugnen müssen, gab es nicht.

SPIEGEL ONLINE: Was ist der häufigste Fehler, den Politiker auf der Medienbühne machen?

Steg: Für viele Politiker sind Medien nur dann gute Medien, wenn sie in ihrem Sinne funktionieren. Sie sehen ihre Arbeit nicht ausreichend gewürdigt, sie fühlen sich von Journalisten ungerecht behandelt und versuchen dann, die Medienwelt zu instrumentalisieren. Das ist ein fundamentales Missverständnis und ein großer Fehler. Daher kommen sehr viele Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen Politik und Medien: Man will den jeweils anderen unterwerfen, mindestens dienstbar machen.

SPIEGEL ONLINE: Was schlagen Sie stattdessen vor?

Steg: Ich verstehe Politiker, die sich von den Medien unfair dargestellt fühlen: Wenn beispielsweise Bilder vom leeren Plenarsaal als Beleg für die Faulheit der Abgeordneten gezeigt werden, obwohl der Saal deshalb leer ist, weil die Volksvertreter fleißig sind, nämlich in Ausschüssen sitzen, Expertengespräche führen oder mit Besuchergruppen diskutieren. Aber statt sich zu ärgern, sollten die Politiker Konsequenzen ziehen. Sie können heute beispielsweise über Facebook und Twitter an den traditionellen Gatekeepern vorbei mit den Menschen in Kontakt treten, ihre Leistungen und Standpunkte direkt darstellen. Also: weniger klagen, mehr ausprobieren.

SPIEGEL ONLINE: War das auch das Motto für Ihren Wechsel als Lobbyist zu Volkswagen?

Steg: Nein, das war zum Teil eine emotionale Entscheidung. Ich bin in der Region aufgewachsen, sowohl mein Vater als auch meine Brüder haben hier gearbeitet, insofern habe ich eine starke Bindung zum Konzern. Aber wichtiger noch war die großartige Herausforderung, die darin besteht, ein international tätiges Unternehmen mit zu sensibilisieren für politische und mediale Veränderungen überall auf der Welt und seine Reaktionsfähigkeit auf politische Entwicklungen und Entscheidungen zu steigern.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Wechsel in die Wirtschaft ist auf erstaunlich wenig Kritik gestoßen. Wie haben Sie das gemacht?

Steg: Die Zeitspanne hat eine wichtige Rolle gespielt - zwischen meinem Ausscheiden aus dem Bundespresseamt und meinem Arbeitsbeginn bei Volkswagen lagen mehr als zwei Jahre. Aber entscheidend ist, welche Funktion man in der Politik hatte. Der Wechsel eines Sprechers gestaltet sich weniger brisant als der Wechsel eines hochrangigen Politikers oder eines Spitzenbeamten, der vielleicht über exklusives Wissen verfügt und einem Unternehmen damit einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte. Aber machen wir uns nichts vor: Selbst der Seitenwechsel eines früheren Bundeskanzlers ist kein Thema, das Schlagzeilen macht.

SPIEGEL ONLINE: Schröders Wechsel zur russischen Erdgasgesellschaft Gazprom hat doch für viel Aufsehen gesorgt.

Steg: Die Diskussion dauerte aber nicht lange. Im Endeffekt ist außer Moralisierung nichts daraus gefolgt - kein Gesetzesentwurf oder sonstige Regelungen. Wir haben in Deutschland keine echte Debatte über den Seitenwechsel. Organisationen wie LobbyControl fordern zwar eine Mindestfrist, doch derzeit gibt es keine konkreten Pläne seitens der Regierung.

SPIEGEL ONLINE: Brauchen wir eine Regulierung?

Steg: Manches spricht dafür: Es besteht immer der Verdacht, dass Insiderwissen mitgenommen wird. Der Wechsler kennt politische Abläufe, Planungen und hat Einblick in die Mittelvergaben. Das kann die Wettbewerbssituation beeinflussen und konkurrierenden Unternehmen schaden.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben auch wertvolles Wissen zu Volkswagen mitgenommen, beispielsweise Ihr Kontaktnetzwerk.

Steg: Schauen Sie sich um, wo ist mein Netzwerk?

SPIEGEL ONLINE: In Ihrem Adressbuch? Wie viele Einträge haben Sie übernommen?

Steg: Ein Unternehmen kann doch niemanden holen, nur weil der gerade mal ein paar wichtige Leute kennt. Sie wissen doch, wie oft es Rücktritte in der Politik gibt. Diese wichtigen Leute sind schneller weg, als Sie denken. Was macht die Firma dann mit einem Angestellten, der sich nicht durch Fähigkeiten für den Posten qualifiziert hat, sondern nur durch seine Bekanntschaften?

SPIEGEL ONLINE: Dennoch: Sie vertreten Volkswagen gegenüber der Politik, in der Sie jahrelang tätig waren.

Steg: Was ist dabei? Ich nutze ja kein geheimes Wissen, sondern mein politisches Know-how. Ich kenne einfach die politischen Mechanismen und kann neue Entwicklungen dementsprechend einschätzen.

SPIEGEL ONLINE: Zugunsten eines Global Players. Haben Sie heute mehr Einfluss als im Kanzleramt?

Steg: Glauben Sie mir: Die politische Macht der Lobbyisten ist ein Mythos.

SPIEGEL ONLINE: Dann definieren Sie mal Ihren Job.

Steg: Es geht nicht darum, in der Politik zu intervenieren, sondern die Interessen der Firma überzeugend zu vertreten - nicht nur gegenüber der Politik, sondern auch gegenüber Verbänden und Institutionen. Und zwar mit Argumenten. Außerdem muss ich einen Beitrag leisten, um das Unternehmen zu befähigen, auf politische und mediale Trends angemessen zu reagieren. Dafür muss ich natürlich Kontakt zu Medienvertretern und Politikern halten.

SPIEGEL ONLINE: Das ist Ihr Alltag seit den Neunzigern und dürfte Ihnen nicht allzu schwerfallen.

Steg: Aber doch ist es anders. Früher ist man sich ständig begegnet. Heute muss ich mich wie alle anderen hinten anstellen und hoffen, dass ich auf gutgelaunte, interessierte Beamte treffe und ihnen mein Anliegen vermitteln kann. Was die dann daraus machen, ist eine andere Frage.

SPIEGEL ONLINE: Zur Not werfen Sie das Gewicht eines Großkonzerns in die Waagschale.

Steg: Nein, das Anliegen muss in der Sache überzeugen. Sobald es das Allgemeininteresse berührt, wird man in der Politik Verständnis für Forderungen oder Wünsche aufbringen.

SPIEGEL ONLINE: Den enormen Einfluss der Wirtschaft kennen Sie ja aus der Finanzkrise, als sich die Politik erstmals an den Öffnungszeiten der Börse orientieren musste.

Steg: Ja, das konnte man tatsächlich verfolgen, wie unmittelbar die Finanzmärkte auf die Politik reagieren. Das hat dazu geführt, dass viele anstehende Entscheidungen in Ruhe am Wochenende besprochen werden. Sonst reagiert die Börse bereits, bevor die Politik überhaupt etwas erläutern hat.

SPIEGEL ONLINE: Ist Ihr neuer Job also weniger stressig?

Steg: Auch jetzt reiht sich ein Termin an den nächsten. Allerdings ist der Reaktionszwang geringer. Die Politik unterliegt einer viel stärkeren Kontrolle durch Öffentlichkeit und Medien, es herrscht ein permanenter Beobachtungsdruck. Die Wirtschaft ist längst nicht so gehetzt.

SPIEGEL ONLINE: Angenommen, die SPD gewinnt die Bundestagswahl - kehren Sie in die Politik zurück?

Steg: Nein. Es ist schmeichelhaft, dass sich das manche vorstellen können. Doch ich gebe Ihnen Brief und Siegel: Auch die würden schnell ihre Meinung ändern, wenn ich tatsächlich als Regierungssprecher zurückkäme. Die Zeiten haben sich geändert, und es entstünde vermutlich schnell der Eindruck: Das ist alles schon da gewesen, dieser Retro-Stil ist einfach peinlich.

Das Interview führten Yasmina Al-Gannabi und Katharina Matheis

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1. Läppisches Inerview
lighter 30.03.2013
Rot Grün in der Regierung ist vor einigen Jahren nicht deshalb von der Main -Stream Presse hochgejubelt worden, weil sie besonders gekonnt mit der Presse gespielt hat, sondern weil sie eine Unternehmer- und USA freundliche Poliik gemacht hat. Dazu gehörte die Schaffung eines Niedrig Lohnsektors, die Deregulierung der Finanzmärkte und die klare Stellungsnahme Fischers der USA, der Nato und Israel treu ergeben zu sein. Schröders Anti Haltung in Bezu auf den Irak-Krieg war die einzige Ausnahme in diesem abgekarteten Spiel. Dafür hat ihm Gas Putin auch kräftig gedankt. Genauso ist es mit Merkel. Da belobigt die Presse auch nicht ihre klugen Statements, ihre geistreichen Bemerkungen und ihre gekonnte Art mit den Medien zu spielen....Quatsch. Da wird belobigt, dass sie Deutschland an die Finanzmafia, die Industrie, die Pharmamafia, die Waffenlobby verkauft. Läppisches Interview, das alles erzählt, nur nicht das worauf es ankommt. Dieser Kommentar wird wie üblich wieder im Zensor-Papierkorb verschwinden.
2. Inszenierung
SPON_Watcher 30.03.2013
"Seit Mitte der Siebziger, vor allem aber in den neunziger Jahren glaubte jeder, es sei das Erfolgsgeheimnis schlechthin, alles öffentlich zu machen. Politiker versuchten krampfhaft, ihr Privatleben zu inszenieren." Unsinn! Es sind die Medien, die immer instinktiv nach der "starken Frau hinter dem erfolgreichen Mann" suchen, und die deswegen bei männlichen erfolgreichen Politikern auch der Familie und somit der Gattin des Politikers Präsentation verschaffen. Dasselbe gilt für Sportler oder Parteien. Man denke nur welches Hofieren die paar Frauen der Piraten erfahren hatten, sobald es sie überhaupt erst einmal gab.
3. das war.......
drachenschmied 30.03.2013
Zitat von sysopdpaSpaßpolitik war gestern, heute wird Deutschland still gesteuert. Thomas Steg hat sowohl für Gerhard Schröder wie auch für Angela Merkel als Sprecher gearbeitet - er verrät, wie sich Politiker im digitalen Zeitalter verkaufen müssen. Und wie die Kanzlerin mit den Medien spielt. http://www.spiegel.de/kultur/tv/interview-mit-thomas-steg-ex-vize-regierungssprecher-ex-spd-berater-a-877092.html
wenig, bis nichts. zitat: Das ist schon ein Phänomen, denn diesen Effekt erwartet man eher für einen über den Parteien stehenden Präsidenten. zitat ende. genau so dünnlabrig war das interview. bis zu dem punkt, wo der herr steg gesagt hat: zitat: Glauben Sie mir: Die politische Macht der Lobbyisten ist ein Mythos. zitat ende. habe ich gelesen. naja, die reporter, nein nicht falsch, die reporter haben aus dem profi nichts "herauskitzeln" können. er hat nämlich nichts, überhaupt nichts gesagt, nur geplappert. wir wissen aber nun, dass vw genau das weiss, was dieser lobbyist in seiner zeit als "stellvertretender regierungssprecher" erfahren hat. sch.... politiker, nach der abwahl/ entlassung auf eine insel ohne wasser und ohne brot. grüsse
4. Schwarz/Geld
Baikal 30.03.2013
Zitat von lighterRot Grün in der Regierung ist vor einigen Jahren nicht deshalb von der Main -Stream Presse hochgejubelt worden, weil sie besonders gekonnt mit der Presse gespielt hat, sondern weil sie eine Unternehmer- und USA freundliche Poliik gemacht hat. Dazu gehörte die Schaffung eines Niedrig Lohnsektors, die Deregulierung der Finanzmärkte und die klare Stellungsnahme Fischers der USA, der Nato und Israel treu ergeben zu sein. Schröders Anti Haltung in Bezu auf den Irak-Krieg war die einzige Ausnahme in diesem abgekarteten Spiel. Dafür hat ihm Gas Putin auch kräftig gedankt. Genauso ist es mit Merkel. Da belobigt die Presse auch nicht ihre klugen Statements, ihre geistreichen Bemerkungen und ihre gekonnte Art mit den Medien zu spielen....Quatsch. Da wird belobigt, dass sie Deutschland an die Finanzmafia, die Industrie, die Pharmamafia, die Waffenlobby verkauft. Läppisches Interview, das alles erzählt, nur nicht das worauf es ankommt. Dieser Kommentar wird wie üblich wieder im Zensor-Papierkorb verschwinden.
hat zudem noch den Vorteil, von der Springer- und Bertelsmann-Presse (einschließlich der gebührenzwangsernährten Partei-Posten-ARD + ZDF) als Lordsiegelbewahrer eben jener "reformen" gefeiert zu werden. Murksel zehrt von ihrem öffentlichen Ruhm, erste Kanzlerin zu sein und nicht davon politische Positionen formulieren und vertreten zu müssen: das besorgt ihre Mediengirlande schon selbst und sie plappert nach.
5. Nachdem Ihr treffender Beitrag kam, möchte ich ergänzend nur......
prologo1, 30.03.2013
Zitat von lighterRot Grün in der Regierung ist vor einigen Jahren nicht deshalb von der Main -Stream Presse hochgejubelt worden, weil sie besonders gekonnt mit der Presse gespielt hat, sondern weil sie eine Unternehmer- und USA freundliche Poliik gemacht hat. Dazu gehörte die Schaffung eines Niedrig Lohnsektors, die Deregulierung der Finanzmärkte und die klare Stellungsnahme Fischers der USA, der Nato und Israel treu ergeben zu sein. Schröders Anti Haltung in Bezu auf den Irak-Krieg war die einzige Ausnahme in diesem abgekarteten Spiel. Dafür hat ihm Gas Putin auch kräftig gedankt. Genauso ist es mit Merkel. Da belobigt die Presse auch nicht ihre klugen Statements, ihre geistreichen Bemerkungen und ihre gekonnte Art mit den Medien zu spielen....Quatsch. Da wird belobigt, dass sie Deutschland an die Finanzmafia, die Industrie, die Pharmamafia, die Waffenlobby verkauft. Läppisches Interview, das alles erzählt, nur nicht das worauf es ankommt. Dieser Kommentar wird wie üblich wieder im Zensor-Papierkorb verschwinden.
Hallo lighter .....nur darauf hin weisen, dass Merkel 60 Jahrelange positive Aufbauarbeit für den guten Ruf Deutschlands, von namhaften deutschen Politikern erarbeitet, in nur wenigen Tagen von Merkel vernichtet wurde. Merkel hat das deutsche Volk bei ihren hirnrissigen Eurorettungsversuchen der Euro Südländer, in nur wenigen Tagen wieder zu den hässlichen Deutschen gemacht. Die Beweise dafüer wurden doch durch Presse und Fernsehen, Nachrichten ständig sichtbar gemacht. Deshalb verstehe ich so einen unsinnigen pro Merkel Artikel von SPON überhaupt nicht mehr. Ich hoffe, ein Herr Augstein stellt das wieder richtig, mit seinen doch mehr glaubwürdigen Artikeln. prologo
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Über das Buch
Gemeinsam mit Bernhard Pörksen (Medienwissenschaft) und Wolfgang Krischke (Journalist, Sprachwissenschaftler) haben Tübinger Studierende das Gesprächsbuch "Die gehetzte Politik. Die neue Macht der Medien und Märkte" verfasst. Sie haben prominente Politiker interviewt, einflussreiche Journalisten und desillusionierte Skandalopfer befragt, mit PR-Beratern, Netzaktivisten und Kulturkritikern gesprochen. Zu Wort kommen: Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Bestsellerautor Thilo Sarrazin, der Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit, der "Empört euch"-Aktivist Stéphane Hessel, die Merkel-Kritikerin Gertrud Höhler, die Linke Sahra Wagenknecht, der Alt-Kommunarde Rainer Langhans, die Piraten-Politikerin Marina Weisband, der Philosoph Richard David Precht, der Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Fernsehjournalisten Marietta Slomka und Ulrich Deppendorf, der Unternehmer Carsten Maschmeyer und viele mehr.

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