Schauspieler in "Cheers" und "Murphy Brown" Jay Thomas ist tot 

Für seine Rolle als Talkshow-Moderator in "Murphy Brown" gewann er zwei Emmys, in "Cheers" hatte er eine prominente Gastrolle. Nun ist der US-Schauspieler Jay Thomas gestorben, er wurde 69 Jahre alt.

Jay Thomas (1948-2017)
AP

Jay Thomas (1948-2017)


Der US-amerikanische Schauspieler Jay Thomas, der in TV-Serien wie "Murphy Brown" und "Cheers" mitwirkte, ist tot. Der an Krebs leidende Schauspieler wurde 69 Jahre alt. Er sei einer der "lustigsten und nettesten" Menschen gewesen, den er als langjährigen Klienten und Freund gekannt habe, teilte sein Sprecher Tom Estey am Donnerstag mit.

Seine Gastrolle in der Komödienserie um die fiktive Fernsehreporterin Murphy Brown (gespielt von Candice Bergen) brachte Thomas in den Neunzigerjahren zwei Emmy-Trophäen ein. Er gab darin den Talkshowmoderator Jerry Gold. Serienschöpferin Diane English twitterte, sie hätte nur allzu gerne eine weitere Rolle für den Schauspieler geschrieben. Auch viele andere Prominente aus Film und Fernsehen nahmen via Twitter Abschied.

Jay Thomas spielte auch in Serien wie "Mork vom Ork", "Golden Girls" und "Law & Order" mit. Er hatte Leinwandauftritte in Filmen wie "Mr. Holland's Opus", "Santa Clause 2 - Eine noch schönere Bescherung" und "(K)ein bisschen schwanger". Zuletzt war er in einer Gastrolle in der Anwaltsserie "Ray Donovan" zu sehen.

Die Rolle, die den 1948 in Kermit im US-Bundesstaat Texas geborenen Schauspieler zum weltweit bekannten Gesicht machte, war wohl die als Eddie LeBec in der Kneipenserie "Cheers". Hier gab Thomas in wiederkehrenden Auftritten einen Eishockeyspieler, der die Barfrau Carla (Rhea Perlman) heiratet.

Regelmäßig trat Jay Thomas, der auch als DJ und Talkmaster fürs Radio arbeitete, in der Adventszeit in der Late-Night-Show von David Letterman im Fernsehen auf. Dort hatte er als Gast mit einem Footballwurf einen Fleischklops von einem Weihnachtsbaum abgeworfen, was zuvor Letterman und einem NFL-Quarterback nicht gelungen war. Fortan sollte er alljährlich versuchen, diesen Kunstwurf zu wiederholen.

feb/dpa/AP



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