Erste Entscheidung zu Akkreditierung Weißes Haus muss CNN-Reporter wieder zulassen

Wegen einer vermeintlichen Handgreiflichkeit hatte das Weiße Haus dem CNN-Journalisten Jim Acosta die Akkreditierung entzogen. Ein Bundesrichter entschied nun: Der TV-Reporter muss sie einstweilen zurückerhalten.

CNN-Reporter Jim Acosta
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CNN-Reporter Jim Acosta


Das Weiße Haus muss dem CNN-Journalisten Jim Acosta bis auf Weiteres seine Akkreditierung zurückgeben. Das hat ein Bundesrichter in Washington, D.C., entschieden.

Der Nachrichtensender CNN hatte auf Rückgabe der Akkreditierung gedrungen, solange das eigentliche Gerichtsverfahren gegen das Weiße Haus noch vorbereitet wird. Dem Anliegen kam Richter Timothy Keller nun per einstweiliger Verfügung nach. Ein endgültiges Urteil über die Rechtmäßigkeit des Akkreditierungsentzugs ist die Entscheidung deshalb nicht.

Acosta, der als Chefreporter für CNN aus dem Weißen Haus berichtet, war in der Vergangenheit mehrfach mit US-Präsident Donald Trump und dessen Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders verbal aneinandergeraten. Bei einer Pressekonferenz vergangene Woche hatte Acosta erneut mehrere kritische Fragen an Trump gestellt. Eine Praktikantin versuchte daraufhin, ihm das Mikrofon aus der Hand zu nehmen.

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Die Szene wurde zunächst von Sanders als Auslöser für den Entzug der Akkreditierung genannt. Acosta hätte die Praktikantin unzulässig berührt. Ein Video, das die Pressesprecherin dazu online stellte, konnte den Vorwurf nicht belegen. Acosta berührte die Praktikantin allenfalls nur sehr leicht am Arm. Auch entschuldigte er sich sofort bei der Frau, als er an dem Mikrofon festhielt, um eine weitere Frage zu stellen.

Später begründete Sanders die Entscheidung des Weißen Hauses damit, dass Acosta sich auf Trumps Aufforderung hin "physisch geweigert" habe, das Mikrofon abzugeben und Kollegen ebenfalls zu Wort kommen zu lassen. Ob Bundesrichter Keller dieser Argumentation bei seinem abschließenden Urteil folgt, ist unklar. Medienberichten zufolge wurde er selbst von Trump berufen.

hpi/AFP



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