Großes Stühlerücken Neue Chefs für ProSiebenSat.1-Sender

Umbau an der Spitze der ProSiebenSat.1-Gruppe: ProSieben-Chef Jürgen Hörner wird Deutschland-Chef der Fernsehholding, seine Nachfolge tritt der bisherige Unterhaltungschef Wolfgang Link an. Und auch Sorgenkind Sat.1 kriegt einen neuen Boss.

Jürgen Hörner: Bald Vorsitzender der Geschäftsführung von ProSiebenSat.1 TV Deutschland
dapd

Jürgen Hörner: Bald Vorsitzender der Geschäftsführung von ProSiebenSat.1 TV Deutschland


München/Hamburg - Das Personalkarussell in den Chefetagen des Unterföhringer Fernsehkonzerns dreht sich: ProSieben-Geschäftsführer Jürgen Hörner wird im Oktober Chef der Fernsehholding ProSiebenSat.1 TV Deutschland. Zu seinem Nachfolger an der Spitze von ProSieben wurde der bisherige Unterhaltungschef der Sendergruppe, Wolfgang Link, berufen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Einen weiteren Wechsel gibt es an der Spitze von Sat.1: Geschäftsführer Joachim Kosack geht zur Ufa, sein Nachfolger wird Nicolas Paalzow.

Konzernchef Thomas Ebeling sagte, Jürgen Hörner habe "langjährige Erfahrung mit der Steuerung einer großen Sendergruppe und wird unsere deutsche TV-Familie mit seinem Team erfolgreich weiterentwickeln". Mit Paalzow und Link übernähmen im Oktober "zwei erfahrene und kreative TV- Macher die Leitung unserer größten Sender".

Der 43-Jährige Hörner hat die Funktion des Vorsitzenden des Geschäftsführers schon seit März kommissarisch inne, zusätzlich zu seinem Job bei ProSieben. Sein Vorgänger Andreas Bartl hatte den Posten auf eigenen Wunsch aufgegeben, um sich selbständig zu machen.

ProSiebenSat.1 TV Deutschland ist eine Tochtergesellschaft der ProSiebenSat.1 Media AG. Unter ihrem Dach arbeiten die deutschen TV-Sender des Medienkonzerns - Sat.1, ProSieben, Kabel Eins und Sixx - zusammen.

Der künftige Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow ist derzeit Sprecher der Geschäftsführung der Produktionsfirma MME Entertainment. Er war vor einigen Jahren bereits Geschäftsführer von Sat.1 und von Kabel Eins. Sat.1 hatte vor allem im vergangenen Winter und Frühjahr die ein oder andere Schlappe einstecken müssen. Serienpilotfilme wie "Wolff - Zurück im Revier" stießen auf geringes Publikumsinteresse, auch das Comeback von Entertainer Harald Schmidt blieb deutlich unter den Erwartungen - die "Harald Schmidt Show" wurde inzwischen eingestellt.

seh/dpa/dapd



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