Einflussreicher NDR-Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn ist tot

Er drehte berühmte Musikfilme und dokumentierte ausdrucksstark den Alltag der Deutschen : Nun ist der Filmemacher Klaus Wildenhahn im Alter von 88 Jahren gestorben.

Klaus Wildenhahn
CC BY-SA 4.0 WilmaGisela

Klaus Wildenhahn


Der Dokumentarfilmregisseur Klaus Wildenhahn tot. Er starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 88 Jahren, wie der NDR am Sonntag in Hamburg mitteilte.

Der in Bonn geborene Filmemacher gelte als Mitbegründer des "Direct Cinema" in Deutschland, hieß es. Wildenhahn beobachtete mit einer kleinen, tragbaren 16-Millimeter-Kamera den Alltag von Menschen. "Er drehte spontan und beobachtend, meist von der Schulter lange Einstellungen mit Originalton", schreibt der NDR. Wildenhahn arbeitete unter anderem als Autor für das Magazin "Panorama" beim NDR und war zudem als Hochschullehrer und Dozent tätig.

"Bis heute stilbildend"

Unter seiner Regie entstanden mehr als 60 Dokumentarfilme. "Kaum einer hat den deutschen Dokumentarfilm so geprägt wie Klaus Wildenhahn", sagte NDR-Intendant Lutz Marmor. Er sei für viele Filmschaffende bis heute stilbildend.

Als Protagonisten wählte Wildenhahn häufig alltägliche Menschen, etwa Bauer Petersen mit seiner Familie in "Die Liebe zum Land". Er drehte auch berühmte Musikfilme und begleitete beispielsweise 1965 den Jazz-Organisten Jimmy Smith auf seiner Europatournee. Weitere Filme dokumentierten den Schaffensprozess von Pina Bausch oder John Cage.

In der Nacht zum Mittwoch (15. August) zeigt das NDR Fernsehen noch einmal ausgewählte Filme von Klaus Wildenhahn.

gru/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.