Maschmeyer versus NDR Gericht verbietet Szene in kritischer Doku

Juristischer Etappensieg für Carsten Maschmeyer: Der Gründer des Finanzkonzerns AWD hat per Gerichtsbeschluss eine Szene aus einer NDR-Dokumentation streichen lassen. Der Sender kündigte Widerspruch an. Schon vor der Ausstrahlung hatte der Unternehmer Front gegen den Film gemacht.

Maschmeyer (hinter dem Herz) bei Spendengala: Streit um Doku
DPA/ Frank Senftleben/ Ein Herz für Kinder 2010

Maschmeyer (hinter dem Herz) bei Spendengala: Streit um Doku


Berlin/Hamburg - Der Streit zwischen dem NDR und Carsten Maschmeyer über einen kritischen TV-Bericht ist vor Gericht gelandet: Das Berliner Landgericht verfügte, dass eine Szene aus der ARD-Dokumentation zunächst nicht weiter gezeigt werden darf. Damit gaben die Richter einem Antrag Maschmeyers statt.

Der Gründer des Finanzkonzerns AWD konnte ein Verbot der Passage durchsetzen, in der NDR-Reporter Christoph Lütgert Maschmeyer um ein Interview bittet. Der NDR werde gegen die Gerichtsentscheidung Widerspruch einlegen, teilte der Sender mit.

Die Dokumentation "Der Drückerkönig und die Politik" war am Mittwoch im Ersten Programm gezeigt worden. Maschmeyers Medienanwalt Matthias Prinz hatte zuvor versucht, Einfluss auf die Ausstrahlung zu nehmen - "aus Sorge um unwahre Berichterstattung", wie er erklärt hatte. Maschmeyer sei bereit gewesen, dem NDR ein Interview zu geben, wenn konkrete Fragen vorher vorgelegen hätten.

Dagegen erklärte der NDR, die Redaktion des Magazins Panorama habe Maschmeyer mehrfach vergeblich mit konkreten Fragen um ein Interview gebeten. Im Internet dokumentiert die ARD die Bitten um ein Gespräch.

Maschmeyer war bis zum 31. März 2009 Co-Vorstandsvorsitzender der von ihm gegründeten Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG. In der Dokumentation geht es vor allem um Vorwürfe, AWD habe durch falsche Beratung Kunden um ihre Ersparnisse und Altersvorsorge gebracht. Der AWD selbst erklärt dazu, dass es sich um Einzelfälle handele, die zudem meist zehn Jahre zurücklägen.

cbu/mmq/dpa

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insgesamt 217 Beiträge
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Seite 1
Bre-Men, 14.01.2011
1. Na,na
Der Wulff ist doch Buprä und ein Freund von Maschinowski. Einfach mal die Telefondaten überprüfen.
Hilfskraft 14.01.2011
2. Teufel Machmeyer
Zitat von sysopJuristischer Etappensieg für Carsten Maschmeyer: Der Gründer des Finanzkonzerns AWD hat per Gerichtsbeschluss eine Szene aus einer NDR-Dokumentation streichen lassen. Der Sender kündigte Widerspruch an. Schon vor der Ausstrahlung machte der Unternehmer Front gegen den Film. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,739628,00.html
dadurch wird ein Teufel nicht zum Engel. Wenn jemand Dreck am Stecken hat, dann wird drüber berichtet. Ganz einfach. H.
hatem1 14.01.2011
3. Wullfs Freunde
Auch Maschmeyer gehört zu Deutschland.
Schmockse 14.01.2011
4. Et läuft.....
Zitat von sysopJuristischer Etappensieg für Carsten Maschmeyer: Der Gründer des Finanzkonzerns AWD hat per Gerichtsbeschluss eine Szene aus einer NDR-Dokumentation streichen lassen. Der Sender kündigte Widerspruch an. Schon vor der Ausstrahlung machte der Unternehmer Front gegen den Film. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,739628,00.html
alles im Griff, de Maschi, man kann sich auf die Justiz verlassen!! 3,9 Millionen Zuschauer haben die Szene gesehen und konnten daher erkennen, dass der Maschi in der BILD seine eigene Sicht der Dinge in dem "Verhör" zur Interviewanfrage äussern durfte. Ansonsten wieder eine Sternstunde der Justiz (vorbehaltlich der Kenntnisnahme der richterlichen Begründung der einstweiligen Vrfügung)!!
meslier 14.01.2011
5. Finanzplatz D.
Zitat von sysopJuristischer Etappensieg für Carsten Maschmeyer: Der Gründer des Finanzkonzerns AWD hat per Gerichtsbeschluss eine Szene aus einer NDR-Dokumentation streichen lassen. Der Sender kündigte Widerspruch an. Schon vor der Ausstrahlung machte der Unternehmer Front gegen den Film. http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,739628,00.html
Ich finde es schäbig, wie mit Herrn Maschmeyer umgesprungen wird. Hat er doch so viel für den Finanzplatz Deutschland getan.
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