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TV-Anwalt "Matlock": Andy Griffith ist tot

Zwei große TV-Serien reichten, um Andy Griffith berühmt zu machen: Außer einer nach ihm benannten Show in den sechziger Jahren war es vor allem die Anwaltsserie "Matlock". Nun ist der TV-Star im Alter von 86 Jahren gestorben.

TV-Ikone: "Matlock"-Darsteller Andy Griffith ist gestorben Fotos
ddp images

Hamburg - Sein Gesicht wird für immer mit seiner prominentesten Serien-Rolle verbunden bleiben: Von 1986 an war Andy Griffith im TV-Dauerbrenner "Matlock" zu sehen. Neun Jahre verkörperte er den Anwalt aus Atlanta, insgesamt wurden 195 Folgen produziert. Statt auf Action setzte er als bedächtiger Strafverteidiger Ben Matlock auf altmodisches, aber sympathisches Gerichtsfernsehen.

Eigentlich hatte Griffith Priester werden wollen. Im Studium aber entdeckte er sein Schauspieltalent. Mehrmals stellte er die Rolle des Sir Walter Raleigh in dem Klassiker "The Lost Colony" ("Die verlorene Kolonie") dar.

In den konservativen Herren-Clubs im Süden der USA verdiente sich Griffith sein Geld zunächst als Entertainer. In einem Club entdeckte ihn schließlich der Produzent Richard Linke. Er holte den Schauspieler an den New Yorker Broadway und verhalf ihm mit der Rolle eines jungen Air-Force-Offiziers in "No Time For Sergeants" 1955 zum Durchbruch.

Andy Griffith wurde für einen Tony-Preis nominiert. Noch bevor er vom Fernsehen entdeckt wurde, holte ihn sich der Regisseur Elia Kazan vor die Kamera. Griffith spielte in Kazans "Ein Gesicht in der Menge" aus dem Jahr 1957 einen hinterhältigen, nach außen aber volkstümlichen TV-Prominenten.

Drei Jahre später bot ihm das Fernsehen eine eigene Sendung an: Die "Andy Griffith Show" wurde zu einem Riesenerfolg. In ihr porträtierte Griffith den Kleinstadt-Sheriff Andy Taylor, der für Ordnung sorgt und einfache Lebensweisheiten verbreitet. Die Show, in der das Alltagsleben in der fiktiven Stadt Mayberry porträtiert wird, lief bis 1968 und erhielt einen Emmy. Im Jahr 1985 konnte Griffith dann mit "Matlock" zum zweiten Mal einen echten Quoten-Hit landen.

In den USA kennt man den Südstaatler auch als Countrysänger. Doch bereits Ende der achtziger Jahre zwang ihn sein labiler Gesundheitszustand, seine Auftritte vor der Kamera und der Bühne zu reduzieren. 2005 überreichte ihm US-Präsident George W. Bush die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung Amerikas.

Wie der Nachrichtensender WITN am Dienstag mitteilte, starb Andy Griffith am Dienstag in seinem Haus in Roanoke Island an der Küste von North Carolina. Er wurde 86 Jahre alt.

kha/Reuters/dpa

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