MDR Ex-Unterhaltungschef muss vor Gericht

Er soll einen freien Autor jahrelang begünstigt haben - jetzt muss sich der ehemalige MDR-Unterhaltungschef Udo Foht deshalb vor Gericht verantworten.

Udo Foht
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Udo Foht


Bereits 2013 war gegen ihn Anklage erhoben worden - jetzt soll sich der ehemalige Unterhaltungschef des Mitteldeutschen Rundfunks Udo Foht in absehbarer Zeit auch vor Gericht verantworten. Das Landgericht Leipzig ließ die Anklage gegen den 66-Jährigen wegen Betrugs in 13 Fällen, Steuerhinterziehung in fünf Fällen sowie Untreue und Bestechlichkeit zu. Das teilte ein Gerichtssprecher mit.

Foht soll einen selbstständigen Autor jahrelang beruflich und finanziell begünstigt haben. Er habe diesem meist auf Umwegen über verschiedene TV-Produktionsfirmen Geld zukommen lassen. Dadurch entstand zwischen 2008 und 2011 ein Schaden von 250.000 Euro.

Nachdem der Vertrag beendet wurde und die Finanzierung schwieriger wurde, soll der Autor laut Staatsanwaltschaft gedroht haben, alles auffliegen zu lassen und "die berufliche Existenz des Unterhaltungschefs" zu vernichten. Die Anklage richtet sich daher auch gegen den Autor und dessen Rechtsanwalt. Ihnen wird laut Staatsanwaltschaft Erpressung beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen. Das Verfahren gegen die beiden wurde abgetrennt.

Foht wurde im Jahr 2011 fristlos gekündigt. Eine Verhandlung am Arbeitsgericht endete mit einem Vergleich. Der Ex-Unterhaltungschef galt unter anderem als Entdecker und Förderer zahlreicher TV-Talente wie etwa Florian Silbereisen (lesen Sie hier bei SPIEGEL Plus ein Porträt über Foht).

Ein Termin für den Beginn der Hauptverhandlung gegen Foht vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts stand zunächst noch nicht fest.

eth/dpa



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