TV-Comeback für Michael J. Fox: Zurück in die Sitcom

Michael J. Fox plant ein großes Comeback. Der US-Sender NBC bekam nach einem heftigen Bieterwettkampf den Zuschlag für eine neue Sitcom. In der Serie soll der "Zurück in die Zukunft"-Star einen an Parkinson erkrankten Vater spielen - also irgendwie auch sich selbst.

Michael J. Fox: Und wieder da!
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AP

New York - Gerüchte gab es schon seit Tagen, nun ist es bestätigt: Michael J. Fox wird dauerhaft auf den Fernsehbildschirm zurückkehren. Der 51 Jahre alte Schauspieler wird die Hauptrolle in einer noch nicht betitelten Sitcom spielen, die voraussichtlich ab Herbst 2013 bei dem US-Sendernetzwerk NBC laufen wird.

Fox hatte im Jahr 2000 die Hauptrolle in der Fernsehserie "Spin City" abgeben müssen, da die Symptome seiner Parkinson-Erkrankung eine weitere Arbeit unmöglich machten. Seither setzte er sich hauptsächlich im Kampf für bessere Behandlungsmethoden für die Nervenkrankheit ein.

NBC gab am Montagabend (Ortszeit) bekannt, dass die Handlung der auf zunächst 22 Folgen angelegten Comedy-Serie lose auf dem Leben ihres Stars basieren werde. Michael J. Fox wird einen New Yorker Ehemann und Vater von drei Kindern spielen, der unter anderem mit den Herausforderungen einer Parkinson-Erkrankung zurechtkommen muss. Die anderen Schauspieler sind noch nicht bekannt, wohl aber die Produzenten: Will Gluck ("Easy A", "Friends With Benefits") und Sam Laybourne ("Cougar Town", "Arrested Development").

Forschungsgelder in Millionenhöhe eingetrieben

Nach US-Medienberichten war dem Zuschlag für NBC ein heftiger Bieterwettkampf der großen Networks vorausgegangen. Fox äußerte in einem Statement seine "extreme Freude darüber, zurück bei NBC zu sein mit einem tollen Team." Bei NBC lief von 1982 bis 1989 die Serie "Family Ties" (deutsche Titel waren "Familienbande", "Hilfe, wir werden erwachsen!" und "Jede Menge Familie"), mit der Fox seinen Durchbruch als Schauspieler schaffte. Für die Rolle des Alex Keaton, eines konservativen Sohns von Hippie-Eltern, bekam er drei Emmys und einen Golden Globe. Neben seiner Fernsehrolle drehte er den Spielfilm, der ihn weltberühmt machen sollte: "Zurück in die Zukunft".

Im Dezember 1998 gab Fox bekannt, dass schon 1991 bei ihm die Parkinson-Krankheit diagnostiziert worden sei. Zu dieser Zeit spielte er in "Spin City" (deutsch: "Chaos City") den stellvertretenden Bürgermeister New Yorks auf ABC - erneut preisgekrönt, mit drei Golden Globes und einem Emmy. Aus Krankheitsgründenmusste er die Serie 2000 verlassen, sein Nachfolger wurde Charlie Sheen. Seither hatte Fox nur noch Gastauftritte in TV-Serien wie "Scrubs", "Good Wife" oder "Boston Legal".

Mit der Michael J. Fox Foundation for Parkinson's Research konnte der Schauspieler mehr als 80 Millionen US-Dollar Forschungsgelder eintreiben. Im Kongress-Wahlkampf 2006 warb Fox für eine Kandidatin der Demokraten und setzte sich für die umstrittene Stammzellforschung ein. Von dem konservativen Talkshowmoderator Rush Limbaugh wurde ihm daraufhin vorgeworfen, er habe vor dem Spot absichtlich seine Medikamente nicht genommen, damit die Symptome seiner Schüttellähmung stärker sichtbar seien. Limbaugh musste sich nach Protesten entschuldigen, und Fox merkte an, wie froh er wäre, wenn er die Symptome spielen könnte, statt sie zu erleiden.

Im Mai dieses Jahres sagte Michael J. Fox in einem Interview mit dem TV-Sender ABC, eine neue Medikamentierung habe ihm geholfen, die Ticks zu kontrollieren, die die Krankheit auslöst - somit könne er auch wieder mehr Schauspielrollen annehmen.

In den letzten Monaten hatten der Schauspieler Bob Hoskins und der Komödiant Ottfried Fischer ihren beruflichen Rückzug aufgrund von Parkinson-Erkrankungen bekanntgegeben.

feb/AP/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge
Freewolfgang 21.08.2012
Ich halte die Idee zu einer derart gelagerten Serie für gut. Dann findet diese Krankheit vielleicht Eingang ins Bewusstsein von Menschen, die sich mit dieser Thematik bislang nicht auseinandergesetzt haben.
Ich halte die Idee zu einer derart gelagerten Serie für gut. Dann findet diese Krankheit vielleicht Eingang ins Bewusstsein von Menschen, die sich mit dieser Thematik bislang nicht auseinandergesetzt haben.
edizina 21.08.2012
der fox könnte ja auch einfach nur sein leben auskosten und luxusreisen machen oder sich von 20 dienerinnen verwöhnen lassen. stattdessen opfert er die letzten paar jahre die ihm bis zur totalen demenz verbleiben, um anderen / [...]
der fox könnte ja auch einfach nur sein leben auskosten und luxusreisen machen oder sich von 20 dienerinnen verwöhnen lassen. stattdessen opfert er die letzten paar jahre die ihm bis zur totalen demenz verbleiben, um anderen / zukünftigen parkinson erkrankten auf diese weise zu helfen. ob die forschung durch die stiftung wirklich was bringt, kann man nicht vorhersehen, aber zumindest die gesellschaftliche akzeptanz wird gefördert weil sie die leute überhaupt mit dem thema beschäftigen.
niska 21.08.2012
Spitzengeschichte. Ich war schon traurig als er damals bei Spin City aussteigen musste. Die sehr gelungenen Gastauftritte in anderen Serien wie etwa als legendär selbstironischer Todgeweihter bei Boston Legal haben schon [...]
Zitat von sysopMichael J. Fox plant ein großes Comeback. Der US-Sender NBC bekam nach einem heftigen Bieterwettkampf den Zuschlag für eine neue Sitcom. In der Serie soll der "Zurück in die Zukunft"-Star einen an Parkinson erkrankten Vater spielen - also irgendwie auch sich selbst. Michael J. Fox: TV-Comeback bei NBC mit eigener Parkinson-Sitcom - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,851146,00.html)
Spitzengeschichte. Ich war schon traurig als er damals bei Spin City aussteigen musste. Die sehr gelungenen Gastauftritte in anderen Serien wie etwa als legendär selbstironischer Todgeweihter bei Boston Legal haben schon etwas Hoffnung gemacht, dass er zurückkehren könnte.
HuFu 21.08.2012
Ich würde mich freuen, ihn wiederzusehen NEBST seiner Krankheit.
Ich würde mich freuen, ihn wiederzusehen NEBST seiner Krankheit.
Freewolfgang 21.08.2012
Parkinson hat NICHTS, aber auch rein gar NICHTS mit Demenz zu tun.
Zitat von edizinader fox könnte ja auch einfach nur sein leben auskosten und luxusreisen machen oder sich von 20 dienerinnen verwöhnen lassen. stattdessen opfert er die letzten paar jahre die ihm bis zur totalen demenz verbleiben, um anderen / zukünftigen parkinson erkrankten auf diese weise zu helfen. ob die forschung durch die stiftung wirklich was bringt, kann man nicht vorhersehen, aber zumindest die gesellschaftliche akzeptanz wird gefördert weil sie die leute überhaupt mit dem thema beschäftigen.
Parkinson hat NICHTS, aber auch rein gar NICHTS mit Demenz zu tun.
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  • Dienstag, 21.08.2012 – 12:12 Uhr
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