US-Sendung "60 Minutes": Fernsehreporter-Legende Mike Wallace ist tot

Als gnadenloser Fragensteller wurde er berühmt: Der US-Fernsehjournalist Mike Wallace entlockte in seinen Interviews vielen Prominenten Dinge, die sie lieber nicht gesagt hätten - und gewann dafür 21 Emmys. Jetzt ist er im Alter von 93 Jahren gestorben.

Washington - Der US-Fernsehreporter Mike Wallace ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Das teilte der Sender CBS am Sonntag mit. Bekannt wurde Wallace vor allem durch die Magazinsendung "60 Minutes", die er 1968 mitgegründet hatte. In seiner besten Zeit erreichte das Format am Sonntagabend regelmäßig 40 Millionen Zuschauer.

Während seiner jahrzehntelangen Karriere interviewte Wallace fast alle US-Präsidenten des vergangenen halben Jahrhunderts. Selbst der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad stellte sich seinen Fragen.

Sein hartnäckiger Fragestil brachte Wallace 21 Emmys und viele weitere Auszeichnungen ein. 2006 zog er sich aus der täglichen Arbeit für das Programm zurück, arbeitete aber noch bis 2008 gelegentlich dafür.

Seinen letzten Fernsehauftritt hatte er im Januar 2008, als er den Baseball-Spieler Roger Clemens interviewte, der unter dem Verdacht stand, sich mit Steroiden aufgeputscht zu haben. Nach CBS-Angaben starb Wallace bereits am Samstag in einem Pflegeheim in New Canaan (US-Staat Connecticut) im Kreis seiner Familie.

sto/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Lieber nicht
spontifex 09.04.2012
Zitat von sysopAls gnadenloser Fragensteller wurde er berühmt: Der US-Fernsehjournalist Mike Wallace entlockte in seinen Interviews vielen Prominenten Dinge, die sie lieber nicht gesagt hätten - und gewann dafür 21 Emmys. Jetzt ist er im Alter von 93 Jahren gestorben. US-Sendung "60 Minutes": Fernsehreporter-Legende Mike Wallace ist tot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,826377,00.html)
So, wie Peter Frey mit Mutti: "Reden, notfalls ehrlich reden, das haben alle Bundeskanzler auch sagnwermal mehr oder weniger immer so gemacht, aber mein Ziel ist es..." Mutti zu ihrer Auffassung von Kommunikation
2. Meldung
flusser 09.04.2012
Zitat von sysopAls gnadenloser Fragensteller wurde er berühmt: Der US-Fernsehjournalist Mike Wallace entlockte in seinen Interviews vielen Prominenten Dinge, die sie lieber nicht gesagt hätten - und gewann dafür 21 Emmys. Jetzt ist er im Alter von 93 Jahren gestorben. US-Sendung "60 Minutes": Fernsehreporter-Legende Mike Wallace ist tot - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,826377,00.html)
Ich frage mich weshalb das hier eine Meldung ist. Von Mike Wallace haben 99,99% der Deutschen noch nie was gehört, geschweige denn gesehen.
3.
okoya 09.04.2012
Zitat von flusserIch frage mich weshalb das hier eine Meldung ist. Von Mike Wallace haben 99,99% der Deutschen noch nie was gehört, geschweige denn gesehen.
Ganz einfach deswegen, weil er der letzte der Mohikaner ist. Er ist eine Legende. Er war das, was der Spiegel versucht zu sein. Journalismus in seiner besten Form und Qualität. Investigativ. Und das ist gerade in Amerika eine sehr seltene Sache und wird immer und immer weniger. Umso mehr schmerzt der Verlust einer Ikone. Es folgen nämlich keine mehr..
4. Denken
dr. kaos 09.04.2012
Zitat von flusserIch frage mich weshalb das hier eine Meldung ist. Von Mike Wallace haben 99,99% der Deutschen noch nie was gehört, geschweige denn gesehen.
Es gibt noch andere Menschen auf dieser Erde als nur Deutsche. Und da Mike Wallace bis in dieses Jahrtausend als Reporter / Anchorman tätig war, gibt es sicherlich mehr als 0,01% der Deutschen, die ihn kennen.
5. 0,01%
Falsche Küste 09.04.2012
Zitat von dr. kaosEs gibt noch andere Menschen auf dieser Erde als nur Deutsche. Und da Mike Wallace bis in dieses Jahrtausend als Reporter / Anchorman tätig war, gibt es sicherlich mehr als 0,01% der Deutschen, die ihn kennen.
Ich finde es immer wieder amuesant wie mir der Spiegel das Studium der amerikansichen Tagespresse erspart. Als Ausgewanderter in Florida lebend wundere ich mich immer mal wieder welche Meldungen doch hier dem deutschen Publikum kredenzt werden. Da frag ich mich, wer ist denn hier die Zielgruppe? Man stelle sich vor Thomas Gottschalk gibt den Loeffel ab und es erscheint eine Meldung in der New York Times auf Seite 2. Wird's nicht geben. So in etwa kommt mir die Plazierung dieser Meldung ueber Mike Wallace im Spiegel vor. Der Spiegel erscheint in deutsch. Wer kannte im deutschsprachigen Raum Mike Wallace? 0,01%? Wirklich? Ich glaub ja nicht dran.
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