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Auftrag für "Who Am I"-Macher: Netflix dreht erste deutsche Serie

Regisseur Baran bo Odar (hier 2015 beim Bayerischen Filmpreis): Nach "Who Am I" kommt "Dark" Zur Großansicht
DPA

Regisseur Baran bo Odar (hier 2015 beim Bayerischen Filmpreis): Nach "Who Am I" kommt "Dark"

Amazon legte vor, Netflix zieht nach: Der Streamingdienst hat eine deutsche Serie in Auftrag gegeben - bei dem Kreativteam des Cyberthrillers "Who Am I".

Konkurrent Amazon hatte bereits vor zwei Wochen angekündigt, dass man eine deutsche Serie in Auftrag gegeben habe. Als Regisseur, Produzent und Schauspieler wird für Amazon der deutsche Publikumsliebling Matthias Schweighöfer agieren.

So gesehen stand Netflix einigermaßen unter Druck, dem Mitbewerber um deutsche Streamingdienstkunden Paroli zu bieten und ein ähnliches Projekt zu präsentieren. Mit Serien wie "House of Cards" und "Orange is the New Black" ist Netflix zu einem der wichtigsten internationalen Fernsehunternehmen aufgestiegen. Schon vor längerer Zeit hatte die Netflix-Führung die Idee bekundet, eine deutsche Serie produzieren zu lassen. Allerdings konnte das Unternehmen mit Blick auf den deutschen Film- und Fernsehmarkt nicht recht erkennen, wie die deutschen Bedürfnisse mit den eigenen spezifischen Serienanforderungen in Übereinkunft zu bringen wären.

Nun wurde offensichtlich eine Lösung gefunden. Wie Netflix bekanntgab, beauftragt man die Verantwortlichen des deutschen Cyberthrillers "Who Am I - Kein System ist sicher" mit einer zehnteiligen Mystery-Serie. Der Titel lautet "Dark", die Handlung kreist um vier Familien in einer deutschen Kleinstadt. Den Inhalt beschreibt Netflix in einer Pressemitteilung folgendermaßen: "Als zwei Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die vermeintlich heile Welt dieser Familien aus den Fugen gerissen, und ein Blick hinter die Fassaden offenbart die dunklen Geheimnisse aller Beteiligten."

Als Regisseur fungiert der gebürtige Schweizer Baran bo Odar, die Produktion übernehmen Quirin Berg und Max Wiedemann. Ihr Hacker-Thriller "Who Am I" mit Tom Schilling und Elyas M'Barek lief 2014 erfolgreich im Kino.

Die Netflix-Serie "Dark" soll noch dieses Jahr gedreht werden und 2017 zum Streamen angeboten werden. Zielt der Fernsehanbieter mit der Serie vor allem auf ein deutsches Publikum, so soll sie doch auch international vermarktet werden.

Sehen Sie hier im Video, wie Regisseur Baran bo Odar eine Szene aus "Who Am I" erklärt.

SPIEGEL ONLINE

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Kommt zu spät, aber: Na endlich...!
yast2000 24.02.2016
Zitat: "Den Inhalt beschreibt Netflix in einer Pressemitteilung folgendermaßen: Als zwei Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden, wird die vermeintlich heile Welt dieser Familien aus den Fugen gerissen und ein Blick hinter die Fassaden offenbart die dunklen Geheimnisse aller Beteiligten. " *** Das funktioniert aber nur, wenn die Handlung konsequent in der Gegenwart angesiedelt ist, denn für die Geheimnisse vier verhärmter Twin Peaks-Familien interessiert sich heute niemand mehr. Richtig spannend ist dagegen ist der Widerspruch zwischen "mittelalterlichen, deutschen Geheimnissen" und der aufgeklärten Moderne, in der die Deutschen ja heute leben, einschließlich einer offenen Emanzipierung der Protagonisten. Hoffentlich vermasseln Sie es nicht wieder... ;-)
2.
ty coon 24.02.2016
Uuuh, Schweighöfer ... Der Mann steht doch exemplarisch für den Stillstand des deutschen Films. Haben wir da wirklich nichts Besseres? Immerhin "Who Am I" war tatsächlich mal eine gute deutsche Produktion. Dem Team ist was zuzutrauen.
3. rofl
michael sh 24.02.2016
"der deutsche Publikumsliebling Matthias Schweighöfer" na dann ... viel Erfolg ...
4.
Geisterhai 24.02.2016
---Zitat von spon--- Als Regisseur, Produzent und Schauspieler wird für Amazon der deutsche Publikumsliebling Matthias Schweighöfer agieren. ---Zitatende--- *würg* Danke für die Warnung. Trash³.
5. Wer hat's geschrieben?
DBAutor 24.02.2016
Lieber Verfasser dieses Artikels, die wichtigste Person bei der Entwicklung/ "Erschaffung" einer Fernsehserie ist - anders als beim Regie-Format "Kinofilm" - der Drehbuchautor (bzw. in diesem Falle die Autorin). Sehr schade, dass Sie deren Namen der interessierten Leserschaft vorenthalten. Wir werden unsere Serien in Deutschland nur dann auf das erzählerische Niveau der Amerikaner heben können, wenn die AutorInnen die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Und das fängt bei der Nennung ihres Namens an.
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