Neue "Tatort"-Kommissare Striesow und Brück ermitteln im SR

Ein Promi und eine Unbekannte für den Saarländischen Rundfunk: TV- und Filmstar Devid Striesow wird ab 2012 für den SR als "Tatort"-Kommissar im Einsatz sein. An seiner Seite wird Elisabeth Brück zu sehen sein, eine bisher kaum bekannte Schauspielerin - dafür aber eine echte Saarbrückerin.

SR

Saarbrücken - Die Riege der "Tatort"-Kommissare ist wieder komplett: Devid Striesow und Elisabeth Brück werden künftig im "Tatort" des Saarländischen Rundfunks (SR) ermitteln. Die beiden ersetzen das bisherige Ermittlerduo Maximilian Brückner und Gregor Weber, die am 22. Januar 2012 zum letzten Mal als Kommissare Franz Kappl und Stefan Deininger zu sehen sind.

Der Drehstart für den nächsten SR-"Tatort" ist für Sommer kommenden Jahres geplant. Die Rollennamen der beiden Kommissare stehen noch nicht fest. Gemeinsam mit Striesow und Brück solle das Drehbuch entwickelt werden, sagte ein SR-Sprecher.

Striesow ist seit 2005 in der ZDF-Krimireihe "Bella Block" an der Seite von Hannelore Hoger als Ermittler Jan Martensen zu sehen. Er spielte zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, etwa in der preisgekrönten Krimi-Serie "KDD - Kriminaldauerdienst" (ZDF) oder in Tom Tykwers "Drei", und hat bereits mehrere Darstellerpreise gewonnen.

Die Saarländerin Brück ist einem großen Publikum noch weitgehend unbekannt. Sie spielte in Filmen von Andy Bausch ("Deepfrozen") und Laura Schroeder ("Die Schatzritter") mit und war 2007 bereits in einem SR-"Tatort" mit Brückner und Weber zu sehen.

Die ARD verabschiedet die beiden mit der Folge "Verschleppt" am 22. Januar 2012 nach sieben Ausgaben. Der SR hatte im September überraschend ihre Verträge nicht verlängert. Die Geschichte um den Bayer und den Saarländer sei nach fünf Jahren auserzählt. Die beiden Schauspieler hatten sich angesichts steigender Einschaltquoten "irritiert" gezeigt.

Über die Hintergründe war nur spekuliert worden. So hieß es, der Sender sei mit den schauspielerischen Leistungen der beiden nicht mehr zufrieden. In Diskussionsforen im Internet war angemerkt worden, der Saarländer Kommissar Stefan Deininger werde mehr und mehr nur noch als Assistent des Bayern Franz Kappl wahrgenommen. Dies sei nicht im Interesse des SR, der sein regionales Profil schärfen wolle.

hpi/dpa



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