Von Nina Rehfeld
Was ursprünglich als Spin-Off der Bürowelt von "The Office" geplant war, hat sich zu einer schrägen Satire auf Amerikas politische Arena entwickelt - das hat es wohl seit "M.A.S.H." nicht mehr gegeben. "Parks and Recreation" ist seit 2009 angesiedelt in den Amtsstuben der Parkverwaltung von Pawnee, Indiana, einer bedeutungslosen Kleinstadt, die nichtsdestotrotz von der Beamtin Leslie Knope (Amy Poehler) als Sprungbrett für eine politische Karriere à la Hillary Clinton betrachtet wird. Knope glaubt fest daran, dass ihre Behörde dem Wohl der Bürger dient, aber sie steht mit ihrem Enthusiasmus in direktem Widerspruch zu ihrem Chef Ron Swanson (Nick Offerman), der als überzeugter Libertär ein Gegner von ausufernder Regierungsbürokratie und daher bemüht ist, die Parkverwaltung so ineffizient wie nur möglich zu machen.
"Parks and Recreation" ist eine weitere Arbeitsplatz-Comedy, hat sich aber längst von seinem Vorbild zu einem eigenständigen Phänomen, einer subtilen politischen Komödie, emanzipiert. Serienschöpfer Greg Daniels, der zuvor für "Die Simpsons" schrieb und Showrunner bei "The Office" war, ließ sich von kalifornischen Lokalpolitikern zu dieser Serie inspirieren und schrieb sie um Amy Poehler herum, die mit "Saturday Night Live" zu einer der Top-Komikerinnen Amerikas wurde - unter anderem verkörperte sie dort die Präsidentschaftskandidatin Clinton.
In "Parks and Recreation" ist Poehler nun Herz und Seele einer Handvoll Verwaltungsbeamten, die zwar wohlmeinend, aber kurzsichtig, inkompetent und von Selbstüberschätzung geplagt sind. Ähnlichkeiten mit der US-Bundesregierung sind nicht bloß zufällig.
Noch kein deutscher Starttermin
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