Neuer Name, weniger Erotik DSF heißt künftig Sport1

Das DSF feilt an seinem Profil: Statt Erotiksendungen will der kriselnde Sender künftig mehr Sport zeigen - und nennt sich ab 2010 Sport1. Die Kooperation mit dem gleichnamigen Internetportal geht aber auch zulasten der Mitarbeiter, 42 Jobs werden gestrichen.

TV-Sender DSF: Im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Live-Sport
DPA / DSF

TV-Sender DSF: Im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Live-Sport


München - Das Deutsche Sportfernsehen muss sparen: Dafür soll der Sender künftig mit dem Online-Portal sport.1.de zusammengelegt werden, teilte der Mutterkonzern, die Münchner Constantin Medien AG, mit. Jüngst verbuchte der Konzern wegen der schwächelnden Sportsparte im ersten Halbjahr 2009 ein Minus von 4,6 Millionen Euro.

Der Konzern führt den Sender mit dem Online-Portal unter der Dachmarke Sport1 zusammen. Anfang 2010 übernimmt das DSF, das wegen seiner Call-in- und Erotik-Sendungen häufiger in die Kritik geriet, dann den neuen Namen. Mit der "Einmarkenstrategie" sollen die Fernsehmarktanteile gesteigert und die "starke Position" des Online-Sportportals gesichert werden.

Der Konzern kündigte an, im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Live-Sport zu zeigen. Mit den neu erworbenen Ausstrahlungsrechten für die Handball- und die Basketball-Bundesliga würden im Jahr 2010 mehr als 1100 Stunden Live-Sport gesendet. Das Nachrichtenangebot und die Fußballsendungen sollen ausgebaut werden, geplant sind Motormagazine, Dokumentationsreihen und Sport-Entertainment-Formate. Die Erotik-Call-in-Shows um 23 Uhr sollen dagegen von Anfang 2010 an nicht mehr laufen. Die Nachtschleife mit den "Sexy Sport Clips" und der Werbung für Telefonerotik wird es aber weiter geben.

Das Rationalisierungsprogramm beinhaltet auch Stellenabbau. Insgesamt werden demnach 42 Arbeitsplätze gestrichen. Laut Konzern sind das weniger als zehn Prozent des gesamten Personalbestandes, man habe sich mit dem Betriebsrat bereits auf sozialverträgliche Lösungen geeinigt. Durch die Pläne sollen im kommenden Jahr insgesamt rund sieben Millionen Euro eingespart werden.

cte/dpa-AFX/ddp



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