Nach den Oscars: Preisträger Ang Lee wechselt zum Fernsehen

Ang Lee bei den Oscars 2013, bei denen er als bester Regisseur ausgezeichnet wurde Zur Großansicht
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Ang Lee bei den Oscars 2013, bei denen er als bester Regisseur ausgezeichnet wurde

Mit "Life of Pi" hat Ang Lee einen als unverfilmbar geltenden Bestseller grandios auf die Leinwand gebracht - und dafür einen Oscar für die beste Regie erhalten. Nun traut sich der 58-Jährige an ein neues Metier: Eine TV-Serie.

Los Angeles - Bei der Oscar-Gala im Februar wurde Ang Lee zum besten Regisseur gekürt. Nun wechselt der gebürtige Taiwaner das Fach: Er geht zum Fernsehen. Das meldete das Branchenblatt "Hollywood Reporter" am Donnerstag.

Lee wird als Regisseur und Koproduzent die Drama-Serie "Tyrant" realisieren. Sein erstes Fernsehprojekt dreht sich um eine amerikanische Familie, die in einem nahöstlichen Land in politische Turbulenzen gerät. Über die Besetzung der "Tyrant"-Rollen wurde zunächst nichts bekannt.

Für den US-Sender FX soll der 58-Jährige in Kürze in Marokko den Pilotfilm für die geplante Serie drehen. Das Konzept stammt von Howard Gordon und Gideon Raff - den Machern von "Homeland". Die Erfolgsserie handelt von einer jungen CIA-Ermittlerin, die einem mutmaßlichen Terroristen im Nahen Osten auf der Spur ist.

Ang Lee gehört zu den international anerkanntesten Regisseuren. Erfolge feierte er unter andrem mit den Filmen "Tiger & Dragon" sowie "Brokeback Mountain". Bislang entstanden alle seine Filme in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Autor James Schamus.

Das Werk von Ang Lee zeichnet sich durch eine vielschichtige Erzählstruktur aus. In einem Interview mit dem ZEIT-Magazin sagte er im Dezember vergangenen Jahres: "Der Film führt Regie, nicht ich".

kha/dpa

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1. Computeranimierte Filme
Altesocke 15.03.2013
"Mit "Life of Pi" hat Ang Lee einen als unverfilmbar geltenden Bestseller grandios auf die Leinwand gebracht -" Gilt so etwas, seit Avatar, ueberhaupt noch? Welches Buch ist heutzutage noch unverfilmbar? Was ich sagen wuerde: Nicht unverfilmbar, sondern sogar fast realistisch verfilmbar.
2.
sinta, 15.03.2013
Zitat von Altesocke"Mit "Life of Pi" hat Ang Lee einen als unverfilmbar geltenden Bestseller grandios auf die Leinwand gebracht -" Gilt so etwas, seit Avatar, ueberhaupt noch? Welches Buch ist heutzutage noch unverfilmbar? Was ich sagen wuerde: Nicht unverfilmbar, sondern sogar fast realistisch verfilmbar.
So auf Anhieb fällt mir dieses ein: Unendlicher Spaß (http://de.wikipedia.org/wiki/Unendlicher_Spaß)
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Zur Person
  • DPA
    Ang Lee, Jahrgang 1954, wurde in Taiwan geboren. Er studierte zunächst Regie in seiner Heimat, wechselte aber Ende der siebziger Jahre in die USA, wo er seinen Master an New York University machte. Mit seinem zweiten Film "Das Hochzeitsbankett" gelang ihm 1993 der internationale Durchbruch, er wurde für den Oscar und den Golden Globe nominiert und mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Zu seinen weiteren Filmen zählen so unterschiedliche Werke wie die Jane-Austen-Adaption "Sinn und Sinnlichkeit" (1995) oder das Martial-Arts-Drama "Tiger and Dragon". Mit "Brokeback Mountain", der Geschichte zweiter schwuler Cowboys, gewann er schließlich den Oscar für die beste Regie. Sein neuester Film "Life of Pi", der am 26. Dezember in die Kinos kommt, ist Lee bereits bei den Golden Globes als bester Film und für die beste Regie nominiert worden.