Vorwurf Schleichwerbung Amazon darf "Pastewka"-Folge nicht mehr zeigen

Es geht um "intensive Erwähnungen und Darstellungen" der Marke Media Markt: Eine Folge der Serie "Pastewka" darf nicht mehr bei Amazon Prime gezeigt werden. Der Streamingdienst kann aber gegen die Entscheidung vorgehen.

Bastian Pastewka in der Folge "Das Lied von Hals und Nase"
Brainpool/ Frank Dicks

Bastian Pastewka in der Folge "Das Lied von Hals und Nase"


Eine Folge der Serie "Pastewka" darf wegen Schleichwerbung nicht mehr ausgestrahlt werden. Die bayerische Landeszentrale für neue Medien hat verboten, die vierte Folge der achten Staffel mit dem Titel "Das Lied von Hals und Nase" weiter bei Amazon Prime Video zu zeigen.

"Die gesamte Folge ist - vor allem in Bezug auf die Marke Media Markt - von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind", begründete die Landeszentrale in München die Entscheidung in einer Mitteilung. Sie ist für die Bewertung zuständig, weil die Amazon Instant Video Germany GmbH ihren Sitz in Bayern hat.

Amazon kann Rechtsmittel gegen die Untersagung einlegen; wie andere Medien in Berufung auf den Evangelischen Pressedienst (epd) berichten, würden entsprechende Schritte geprüft. Demnach bestreite auch Media Markt den Vorwurf der ungekennzeichneten Produktplatzierung. "Für die betreffende 'Pastewka'-Staffel hat Media Markt keine Produktplatzierung gebucht", sagte demnach eine Sprecherin dem epd. Media Markt sei lediglich ein von der Produktionsfirma Brainpool TV angemieteter Drehort.

Die achte Staffel der Serie "Pastewka", in der der Komiker eine wenig sympathische Version seiner selbst spielt, ist seit Anfang 2018 bei Prime Video abrufbar. Die ersten sieben Staffeln strahlte Sat.1 aus.

eth/dpa

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