"Klimbim"-Darsteller Schauspieler Peer Augustinski ist tot

Er war die deutsche Stimme von Robin Williams: "Klimbim"-Schauspieler Peer Augustinski ist tot. Er starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 74 Jahren.

DPA

Overath - Die erste deutsche Comedy-Fernsehserie machte ihn in den Siebzigerjahren berühmt: Peer Augustinski gehörte bei "Klimbim" zusammen mit Elisabeth Volkmann und Ingrid Steeger zum Ensemble. Nun ist der Schauspieler im Alter von 74 Jahren gestorben. Das teilte seine Ehefrau der Nachrichtenagentur dpa mit.

Mal war er der verklemmte Kurschatten, mal der streng gescheitelte Steuerbeamte oder der goldkettchenbehängte Zuhälter: Die Rollen in der Comedy-Serie hatten Peer Augustinski zu Ruhm verholfen - und seine Wandlungsfähigkeit berühmt gemacht. Über 30 Jahre dauerte Augustinskis Karriere im deutschen Fernsehen: Neben "Klimbim" hatte er auch im "Comedy Club" mitgespielt, außerdem in Spielfilmen wie "Is' was, Kanzler" (1984) sowie Fernsehserien und Krimis, darunter dem "Tatort". Auch in Krimiserien wie "Derrick" oder "Der Alte" war Augustinski zu sehen.

Daneben war der geborene Berliner als Hörspielsprecher und Synchronsprecher gefragt. So war er die deutsche Stimme des vor wenigen Wochen verstorbenen US-Schauspielers Robin Williams ("Good Will Hunting", "Der Club der toten Dichter"). In rund 40 Filmen synchronisierte er Williams, zum letzten Mal 2009. Auch die Zeichentrickfigur Asterix synchronisierte er.

2005 erlitt er einen schweren Schlaganfall während einer Hörbuch-Produktion. Seitdem war er halbseitig gelähmt und pflegebedürftig. Über diesen Schicksalsschlag schrieb er auch ein Buch mit dem Titel "Aus heiterem Himmel: Mein bewegtes Leben vor und nach dem Schlaganfall". Vorher habe er gelebt, als ob alles immer so weitergehen würde, sagte er 2008. "Wenn man Erfolg hat und dazu noch ein schönes Privatleben, dann denkt man sich: Was soll mir schon passieren?"

vks/daf/dpa



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