"Polizeiruf" mit Matthias Brandt Sperrt mich ein!

Und dann kommt der Regen und spült die Wahrheit hoch: Im Münchner "Polizeiruf 110" bettelt ein Mann darum, endlich des Mordes überführt zu werden. Ein furioses Schuld-und-Sühne-Gewitter.

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BR/ Philipp Haberlandt

Dieser dankbare Blick, als der Kommissar in seiner Wohnung vorbeischaut: Am liebsten würde der Mann gleich den Koffer packen für die Untersuchungshaft, sich abführen und wegschließen lassen. Dann würde endlich jemand seine Schuld anerkennen, dann könnte er endlich Sühne leisten, dann dürfte er endlich auf Erlösung hoffen.

Ein Mörder, der überführt werden will: Immer mal was Neues für Kommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt). Der nervöse Jens Baumann (Karl Markovics), der sich selbst eines Verbrechens vor zehn Jahren anklagt und wieder und wieder die Behörden damit behelligt, ist in seinen Aussagen allerdings so widersprüchlich, dass der Ermittler ihn für einen Spinner halten muss. Auf die Couch gehört er von Meuffels Meinung nach, nicht hinter Gittern.

Andererseits verfügt Baumann über so viele detaillierte Informationen, die kann er unmöglich alle aus der Zeitung haben. Von Meuffels bleibt nichts anderes übrig, als den alten, gelöst geglaubten Fall um eine im Wald bei München verschwundene 16-Jährige wieder aufzurollen. Die Angst, einen Fehler begangen zu haben, sitzt tief: Schließlich saß möglicherweise zehn Jahre der Falsche hinter Gittern - und der hat sich nun auch noch im Gefängnis das Leben genommen.

Sturzbäche der Selbstbezichtigung

Das Autorenteam Matthias Pacht und Alex Buresch hat zuvor den Von-Meuffels-"Polizeiruf" geschrieben, in dem der Ermittler als Patient im Krankenhaus unter Medikamenteneinfluss einen Mord aufklären muss, ein Krimi, der mehr psychedelische als forensische Qualitäten hatte. In "Und vergib uns unsere Schuld" wird von Meuffels nun noch mal ebenso brutal durchgeschüttelt: Der Täter will sich selbst überführen, der Kommissar versucht dessen Unschuld zu beweisen, beide suchen ihren Seelenfrieden.

Alle "Tatort"-Teams im Überblick

Dorn und Lessing in Weimar
Ist das noch ein Krimi? Nora Tschirner als Kommissarin Dorn und Christian Ulmen als Kollege Lessing lassen mit lässiger Eleganz die üblichen "Tatort"-Ermittlerstanzen ins Leere laufen - und das ausgerechnet im Einflussgebiet des MDR, wo man sich früher schwer tat mit Humor und Subversion. Die beiden sind leider höchstens einmal im Jahr in Weimar im Einsatz und müssen sich dann immer Beschimpfungen vom Gebührenzahler anhören. Im Frühjahr folgt endlich ihr dritter Fall. Auch wenn Krimi-Spießer zürnen: Dürfen gerne regelmäßiger in Erscheinung treten.

Murot in Hessen
Keine Angst vor dem Pianisten! Ob am Klavier oder am Maschinengewehr - Ulrich Tukur als Kommissar Murot ist fast immer eine Sensation. Fast immer: Die Nummer mit den Gauklern in der Zirkus-Folge "Schwindelfrei" von 2013 war wirklich übel, dafür war die Tarantino-meets-Truffaut-Folge "Im Schmerz geboren" 2014 ein absolutes Meistwerk der Reihe. Eine angenehme Abwechslung ist es, dabei zuzuschauen, wie sich Ulrich – Hoppla, jetzt komm ich – Tukur als LKA-Mann Felix Murot durch die Handlung singt, tanzt und musiziert. Oder eben auch mal mit der Schnellfeuerwaffe für Ordnung sorgt. Nach der letzten Folge, in der der reale Schauspieler Tukur auf den fiktiven Murot traf, gab es reichlich erzürnte Anrufe beim HR. Doch der verspricht: Es wird experimentell bleiben, ein weiterer Tukur-"Tatort" ist in Planung.

Tschiller in Hamburg
Wer ist der Größte im "Tatort"-Land? Til Schweiger schielt mit seinem Kommissar Nick Tschiller und seinen Actionblockbusterkrimis ganz eindeutig auf diese Spitzenposition. Beim letzten Doppel-"Tatort" nach dem Jahreswechsel holte man sogar Schlagerstar Helene Fischer ins Boot, um neue Quotenrekorde aufzustellen. Haute aber nicht hin, der Zweiteiler kam beim Publikum schlecht an. Da konnte selbst Schweiger mit Panzerfaust nicht viel anrichten, und auch der begnadete Sidekick und heimliche Hamburg-"Tatort"-Star Fahri Yardim als Kommissar Yalcin Gümer hielt die Zuschauer nicht. Die Publikumslieblinge Axel Prahl und Jan Josef Liefers und deren Zuschauerzahlen sind für Schweiger weiter entfernt denn je. Mal sehen, wie der im Februar startende Kino-"Tatort" ankommt.

Falke in Norddeutschland
Für immer Punk: Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke hört linksradikalen Hardcore, ist immer nur in Absteigen zu sehen und trägt zum Schlafen wie zum Ermitteln ein fadenscheiniges Ramones-Shirt. Erst war er in Hamburg unterwegs, dann musste er Til Schweiger die Stadt überlassen und zog ins norddeutsche Umland ab. Als Bundespolizist kümmert er sich um extrem aktuellen Problemstoff: Schleuserkriminalität und Flüchtlingselend. Zwischendurch gab es ein paar schlechte Folgen, aber zuletzt lieferte Möhring aus Salzgitter den besten "Tatort" zum Thema Flüchtlinge überhaupt. Nach dem Ausstieg von Petra Schmidt-Schaller übernimmt jetzt Franziska Weisz die Rolle der Co-Ermittlerin. Trotz schwieriger Zeiten eines der interessantesten TV-Reviere.

Boerne und Thiel in Münster
Der Prof und der Proll: Seit 2002 ermitteln Jan Josef Liefers als Gerichtsmediziner Karl-Friedrich Boerne und Axel Prahl als Frank Thiel zwischen Keksdynastien, Kartoffelkönigen und Spargelkaisern. Der eine Snob und eng verbandelt mit der Münsteraner Honoratiorenschaft, der andere St.-Pauli-Fan und Outsider. Eine Kombination, mit der anfangs gekonnt grotesker Humor in den "Tatort" geschmuggelt wurde, der erschöpfte sich in den letzten Jahren aber in Gag-Kanonaden. Zwei Fälle im Jahr, fast immer von neuen Quotenrekorden flankiert. Mit den letzten Folgen hat man endlich wieder einen härteren Ton angeschlagen.

Voss und Ringelhahn in Franken
Die Fremden: Felix Voss ist ein verirrtes und verschlossenes Nordlicht mit Vorliebe für Techno-Exzesse, Paula Ringelhahn machte noch zu Mauerzeiten aus dem Osten rüber, weil sie an Freiheit und Demokratie glaubte. Jetzt ermitteln die beiden Kommissare, die überhaupt nicht zu einander passen, in einer Gegend, in der sie zudem noch deplatziert wirken. Eine reizvolle Grundsituation. Einmal jährlich werden Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel als ungleiches Paar im Hinterland von Unter-, Mittel- und Oberfranken auftreten. Hinrichs hatte zuvor schon in einer BR-Episode als Ermittler-Kauz Gisbert für Furore und verliebtes Publikum gesorgt. Ab Mitte April, vielversprechend.

Brix und Janneke in Frankfurt
Wie sind die denn drauf? So ausgeglichen wie Paul Brix (Wolfram Koch, l.) und Anna Janneke (Margarita Broich, r.) geht sonst niemand in Fernsehkrimideutschland zur Arbeit. Gute Laune als Alleinstellungsmerkmal, ein interessanter Dreh. Statt Reibung die geballte Aufmerksamkeit für den jeweiligen Fall. Brix war früher bei der Sitte, Janneke hat zuvor als Psychologin gearbeitet: Eine gute Ergänzung, um in die harten, kranken und doch oft auch heiter verdrehten Fälle des hessischen "Tatorts" hinabzusteigen. Auch nicht schlecht: der Gewitter-Chef (Roeland Wiesnekker), der auf den schönen Namen Riefenstahl hört, hehe. Im Mai absolvierten Brix, Janneke und Riefenstahl ihren ersten Fall - bester Neuzugang im "Tatort"-Kosmos seit langer Zeit.

Rubin und Karow in Berlin
Er ein Schwein, sie eine Schlampe: Im Gegensatz zu den einstigen sonnigen Haupstadt-Cops Ritter und Stark sind "Tatort"-Nachfolger Mark Waschke als Robert Karow und Meret Becker als Nina Rubin mit extrem schwarzen Strich gezeichnet. Während Karow in der ersten Episode krumme Geschäfte mit der Drogenmafia laufen hat, vergnügt sich Rubin bei SM-Spielchen in den Hinterhöfen von Kreuzberger Hipster-Bars. Neben krassen Charakterzeichnungen gibt es im radikal modernisierten Berliner "Tatort" vor allem stimmige Hauptstadtimpressionen. Zwei Folgen pro Jahr, das Debüt macht Lust auf mehr.

Faber, Bönisch, Dalay und Kossik in Dortmund
Die Kranken: Jörg Hartmann schluckt als Peter Faber reichlich Pillen und schlägt Toiletten kaputt. Anna Schudt als Kollegin Martina Bönisch steigt mehr zum Frustabbau als zum Lustgewinn mit Callboys und Staubsaugervertretern ins Bett. Aylin Tezel als Nora Dalay und Stefan Konarske als Daniel Kossik haben schon gemeinsam auf Streife und im Bett zusammen geschwitzt– würden aber niemals das L-Wort benutzen. Zwei Folgen im Jahr. Eines der wenigen TV-Reviere mit stringenter Figurenentwicklung. Beim Start 2012 ein bisschen gewollt, jetzt die Elite des deutschen Fernsehkrimis.

Eisner und Fellner in Wien
Der doppelte Espresso: Seit 1999 ermittelt Harald Krassnitzer als Major Moritz Eisner mürrisch, praktisch, gut. An die 5000 Tassen Mokka und andere starke koffeinhaltige Getränke hat er seitdem in sich hineingeschüttet. Seit 2011 wird er von Adele Neuhauser als Bibi Fellner unterstützt, einer (meistens) trockenen Alkoholikerin mit Hang zur Halbwelt am Prater. Wien, düster und kalt wie ein kleiner abgestandener Schwarzer. Zwei Einsätze im Jahr, immer tut's weh, selten enttäuscht's. 2014 gab es den Grimme-Preis.

Batic und Leitmayr in München
Die ewigen Junggesellen: Seit 1991 sind Miroslav Nemec als Kommissar Ivo Batic und Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr im Einsatz. Früher gab es die eine oder andere mit den Fällen verbundene Affäre, heute sind sich die beiden Burschen offensichtlich selbst genug. Sehr zärtlich und verschworen untereinander, gegen den Rest der Welt wird trocken ausgeteilt. Drei Fälle im Jahr, auch nach weit über 20 Jahren besitzen die beiden eine hohe Treffsicherheit. Haben gerade eine junge Profilerin und einen Ermittlerbubi an die Seite gestellt bekommen. So kann es noch 10 Jahre weitergehen.

Borowski in Kiel
Der Weltenwandler: Als Klaus Borowski ist Axel Milberg am besten, wenn er in Parallelkosmen von Psychopathen hinabsteigt – vielleicht weil Borowski selber nah am Wahnsinn gebaut ist. Seit 2003 dabei, stand bis 2009 sinnigerweise unter der Beobachtung einer Polizeipsychologin; 2011 übernahm Sarah Brandt (Sibel Kekilli), die bislang allerdings noch mit der Betreuung überfordert scheint. Zwei bis drei Fälle im Jahr. War früher beim Publikum recht unbeliebt, hat mit spektakulären Folgen wie der über Crystal Meth aber in der Zwischenzeit kräftig zugelegt.. Der vielleicht klügste Ermittler im "Tatort"-Land."

Ballauf und Schenk in Köln
Das Ehepaar: Klaus J. Behrendt als Max Ballauf und Dietmar Bär als Freddy Schenk standen lange für den guten alten Soziokrimi – kein Thema, das von den beiden nicht warmherzig wegermittelt und wegerklärt wurde. Schenk hat zu Hause eine Frau, die man noch nie gesehen hat. Aber mal ehrlich: Was kann die schon gegen seine große Liebe Ballauf ausrichten? Seit 1997 dabei, drei bis vier Fälle im Jahr. Nachdem Anfang 2014 Assistentin Franziska grausam aus dem TV-Revier gemordet wurde, geht es bei den Kölnern düsterer und unversöhnlicher zu. Steht den beiden "Tatort"-Oldies eigentlich ganz gut.

Blum und Perlmann in Konstanz
Mutter Courage und der Schnösel: Seit 2004 geben Eva Mattes als Klara Blum im Fairtrade-Look und Sebastian Bezzel als Kai Perlmann im gut sitzenden Anzug das Gespann der Gegensätze. Sie guckt traurig bis empört, er gelangweilt bis genervt. Zwei bis drei Fälle im Jahr, waren am Anfang ziemlich gut, heute scheinen beide oft nur noch den Feierabend herbeizusehnen. Den bekommen sie bald: 2016 wird das Bodensee-Revier abgewickelt.

Odenthal und Kopper in Ludwigshafen
Die WG-Stoffel: Früher war Ludwigshafen das Labor des "Tatort". Hier gab es die schönsten amourösen Eskapaden und die verwegensten Storys – samt Ausflug ins All. Ulrike Folkerts als Lena Odenthal ist seit 1989 im Einsatz, Andreas Hoppe als Mario Kopper stieß 1996 dazu. Die offen lesbische Schauspielerin Folkerts durfte ihre Odenthal leider keine langlebige lesbische Liebe erleben lassen. Kämpft sehr mit sich, nach vielen öden Episoden kommt langsam wieder Bewegung in Personenführung.

Lindholm in Hannover und Umgebung
Die Frau von heute: Seit 2002 ist Maria Furtwängler in der Rolle der Charlotte Lindholm in Niedersachsen unterwegs und wurde in den letzten Jahren zum Inbegriff der modernen weiblichen Ermittlerin. WG-erfahren, hochschwanger während brisanter Ermittlungen, später brachte sie Kind und Karriere gut zusammen. Lindholm ist die personifizierte Selbstoptimierung, im Herzen konservativ, aber offen für Experimente. Kurz: die Ursula von der Leyen des "Tatort". Früher zwei bis drei Episoden im Jahr, jetzt nur noch eine. Nicht immer großartig, niemals langweilig.

Flückiger in Luzern
Der Leisetreter: Nachdem Stefan Gubser als Reto Flückiger bereits einige Male als Gast bei Kollegin Klara Blum in Konstanz ermittelt hatte, bekam er 2011 ein eigenes Revier in Luzern. Bringt eine leise Note in den zur Hysterie neigenden "Tatort". In der desaströsen ersten Folge stand ihm noch Sofia Milos als Abby Lanning zur Seite, dann übernahm Delia Mayer als Liz Ritschard die weibliche Sidekick-Rolle. Sie spielt die erste offen lesbische Ermittlerin im "Tatort"-Verbund. Zwei Folgen im Jahr, sorgen oft für unaufgeregte Kontrapunkte.

Lürsen und Stedefreund in Bremen
Die ewigen Spontis: Sabine Postel als Inga Lürsen und Oliver Mommsen als Nils Stedefreund liefern sich ein schönes Wechselspiel. Wenn der Jungspund es zu wild treibt, setzt sie ihr strenges Gesicht auf, wenn die Chefin allzu viel Spaß hat, macht er den Miesepeter. Schnoddrig lösen die beiden auf diese Weise politisch aufgeladene Fälle. Links, launig, manchmal ein wenig zu laut. Sie ist seit 1997 dabei, er seit 2001. Zwei bis drei Fälle im Jahr. Immer gut – solange es den Kommissaren schlecht geht.

Lannert und Bootz in Stuttgart
Die Geschundenen: Richy Müller als Thorsten Lannert und Felix Klare als Sebastian Bootz sind prima Kerle. Der eine mit tragischer Undercover-Ermittler-Vergangenheit, der andere als ehrenhaft gescheiterter Ehemann. Sie liefern gute, korrekte Ermittlerarbeit – der manchmal aber die gute, korrekte Inszenierung fehlt. Seit 2008 im Einsatz, zwei bis drei Folgen im Jahr, da geht noch was.

Stellbrink und Marx in Saarbrücken
Der Zarte und die Harte: Seit 2013 ermitteln Devid Striesow als Jens Stellbrink und Elisabeth Brück als Lisa Marx in Saarbrücken. Er ist ein kiffender Gefühlsmensch, sie eine rabiate Analysemaschine. Man mag es in Saarbrücken in Sachen Charakterzeichnung eben gerne ein bisschen schlichter. Startete als Comedy-Krimi, wird jetzt langsam ernster. Zwei Folgen im Jahr, immer noch die große Baustelle der "Tatort"-Reviere.

Aus dem Himmel schüttet es in Strömen, der selbst ernannte Mörder ereifert sich in Sturzbächen der Selbstbezichtigung. Wie er das Mädchen geküsst und geschlagen hat, wie er es geschubst und vergraben hat. Das Problem: Bei jeder Schilderung variiert die Geschichte.

Dass der Zuschauer dran bleibt, liegt auch an der Darstellung von Karl Markovics. Der Österreicher hat mal das Kunststück vollbracht, in einer tragenden Rolle ein KZ-Drama als ausgefuchstes Ganovenstück zu erzählen, ohne dass das zynisch wirkte ("Die Fälscher", Auslandsoscar 2008!). Im "Polizeiruf" nun gelingt ihm das Kunststück, seinen Möchtegernmörder unterschiedliche Versionen der angeblichen Tat verbreiten zu lassen, ohne dass das zynisch wirkt.

Wie der eine redet und redet, um sich selbst zu erleichtern, wie der andere mauert und mauert, um mögliche Versäumnisse von sich zu weisen, das trägt über 85 Minuten. Regisseur Marco Kreuzpaintner ("Trade - Willkommen in Amerika") setzt das Erinnerungsduell als Schuld-und-Sühne-Gewitter in Szene und lässt es donnern und regnen, bis am Ende sämtliche Dämme der Selbstmanipulation brechen und alle Selbstgewissheiten aufgeweicht sind. Vergeben wird hier am Ende natürlich niemandem.

Bewertung: 9 von 10


"Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

Zum Autor
Christian Buß ist Kulturredakteur bei SPIEGEL ONLINE mit Schwerpunkt Medien und Gesellschaft. Seine Kollegen denken, er hat eine Macke, weil er nicht nur gefeierte US-Serien schaut, sondern auch jeden "Tatort". Doch der TV-Krimi ist nun mal mehr als ein Täterrätsel - er öffnet ihm ein Fenster in die bundesrepublikanische Wirklichkeit.

E-Mail: Christian_Buss@spiegel.de

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
lmike 15.01.2016
1. Wenn es um Computerspiele wie
Far Cry, Call of Duty u.ä. geht heißt es schnell das diese verboten werden müssen. Sie würden zur Verrohung des Konsumenten führen und zu Mord- und Totschlag animieren. Wie sieht das eigentlich im Kopf derer aus die sich mittlerweile tausende Krimileichen reingezogen haben? Vermutlich haben Tatort und seinesgleichen ebenfalls die totale Verwüstung hinterlassen.
Hilfskraft 15.01.2016
2. einsperren? gerne ...
Matthias Brandt würde ich gerne einsperren, so lange er es möchte. Aus verschiedenen Sendungen ist er mir als sehr angenehmer Gesprächspartner bekannt. Es wäre mir eine Ehre, Herr Brandt. Ich backe uns auch was Feines.
Augustusrex 15.01.2016
3. Zu spät
Zitat von lmikeFar Cry, Call of Duty u.ä. geht heißt es schnell das diese verboten werden müssen. Sie würden zur Verrohung des Konsumenten führen und zu Mord- und Totschlag animieren. Wie sieht das eigentlich im Kopf derer aus die sich mittlerweile tausende Krimileichen reingezogen haben? Vermutlich haben Tatort und seinesgleichen ebenfalls die totale Verwüstung hinterlassen.
Sie hängen mit Ihrer Meinung der Zeit aber mindestens 10 Jahre hinterher. Das behauptet ja nicht einmal mehr der Herr Pfeiffer, dieser Kriminologe. Und was Herrn Brandt angeht, so ist das in meinen Augen ein richtig guter Schauspieler.
thorsten35037 15.01.2016
4.
P 110 war nur zu DDR-Zeiten sehenswert. Matthias Brandt sollte sich zuerst einmal seine fettigen Haare waschen und diesen widerlichen 3-5 Tage Bart ablegen.
Claudia_D 15.01.2016
5.
Zitat von HilfskraftMatthias Brandt würde ich gerne einsperren, so lange er es möchte. Aus verschiedenen Sendungen ist er mir als sehr angenehmer Gesprächspartner bekannt. Es wäre mir eine Ehre, Herr Brandt. Ich backe uns auch was Feines.
Mir gefällt Herr Brandt als Schauspieler auch sehr gut, weshalb ich es gucken werde. Aber irgendwie werde ich alt. Die von den Kritikern, insbesondere Herrn Buß, als gut bewerten Tatorte und Polizeirufe gefallen mir in der Regel nicht so besonders. Dabei bin ich eigentlich sehr aufgeschlossen und für fast alles zu haben bis auf Bum-Bum und Geknalle. Gestern z. B. kam eine Wiederholung der ersten von-Meuffels-Folge des Polizeirufs, die ich noch nicht gesehen hatte. Hochgelobt. Ich fand sie fürchterlich - und zwar, weil ständig laute Hintergrundmusik spielte, die extrem unangenehm war, weil man akustisch nur noch 50% des Textes mitbekam. Von dem ein Teil davon dann noch computerverfremdet war und bairische Sprachfärbung* besaß, was das Verständnis nochmals erschwerte. Dazu war mir als alten Agatha-Christie-Fan praktisch vor der Hälfte klar, wie der Hase läuft. *Ich mag den bairischen Dialekt, ich mag ALLE deutschen Dialekte und habe auch keine Probleme mit Akzenten, nur dann, wenn Text derart von Hintergrundmusik überlagert wird, dass man nicht einmal mehr den standarddeutschen versteht.
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