Emmy-Kandidaten "Game of Thrones" mit den meisten Nominierungen

Mit 24 Nominierungen führt die HBO-Serie "Game of Thrones" das Kandidatenfeld beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt an. Auch "Mad Men" könnte für die Finalstaffel prämiert werden. Erstmals seit 2009 nicht nominiert ist ein "Big Bang Theory"-Star.

ddp images/ HBO

Fernsehen findet heute in den USA in den klassischen Networks, über Kabelkanäle und auf Streaming-Plattformen statt. Bei den Nominierungen für den wichtigsten Fernsehpreis, die Emmy Awards, konnte sich der Kabelsender HBO über die meisten Nominierungen freuen, insgesamt 126 - darunter alleine 24 für "Game of Thrones".

Doch auch die neuen Wettbewerber auf dem TV-Markt dürfen sich über Anerkennung freuen: Für den Streaming-Anbieter Netflix gab es 34 Emmy-Nominierungen, für den Konkurrenten Amazon immerhin noch zwölf.

In einer der prestigereichsten Kategorien, der für die beste Drama-Serie, sind überwiegend vertraute Namen nominiert: "Mad Men", "Game of Thrones", "House of Cards", "Downton Abbey", "Homeland", "Orange is the New Black" und - als Ersatz für den Vorjahrestriumphator "Breaking Bad" - "Better Call Saul". Newcomer wie "How to Get Away with Murder" oder "Empire" gingen hier leer aus.

Als beste Comedy-Shows dürfen sich "Veep", "Modern Family", "Silicon Valley", "Louie", "Parks & Recreation" sowie die Netflix-Serie "Unbreakable Kimmy Schmidt" und das Amazon-Werk "Transparent" Hoffnungen auf den großen Preis machen.

Um die Ehre als beste Drama-Darstellerin wetteifern Tatiana Maslany ("Orphan Black"), Claire Danes ("Homeland"), Viola Davis ("How to Get Away With Murder"), Robin Wright ("House of Cards"), Elizabeth Moss ("Mad Men") und Taraji P. Henson ("Empire").

Beste Drama-Darsteller sind der Jury zufolge Jon Hamm ("Mad Men"), Kevin Spacey ("House of Cards"), Bob Odenkirk ("Better Call Saul"), Liev Schreiber ("Ray Donovan"), Jeff Daniels ("The Newsroom") und Kyle Chandler ("Bloodline"). Peter Dinklage, wahrscheinlich der bekannteste Star von "Game of Thrones", wurde in der Nebendarsteller-Kategorie nominiert, wie auch seine Kolleginnen Emilia Clarke (Daenerys) und Lena Headey (Cersei).

Im Comedy-Fach wurden Julia Louis-Dreyfus ("Veep"), Amy Poehler ("Parks and Recreation"), Lisa Kudrow ("The Comeback"), Lily Tomlin ("Grace and Frankie"), Amy Schumer ("Inside Amy Schumer") und Edie Falco ("Nurse Jackie") in die engere Auswahl genommen.

Bei den männlichen Pendants ging Jim Parsons ("Big Bang Theory") leer aus. Nominiert sind Jeffrey Tambour ("Transparent"), Louis CK ("Louie"), Anthony Anderson ("Black-ish"), Matt LeBlanc ("Episodes"), Don Cheadle ("House of Lies"), William H. Macy ("Shameless") und Will Forte ("The Last Man on Earth").

Die Emmy Awards für das Hauptprogramm werden am 20. September verliehen. Alle Nominierten finden Sie hier.

feb/AP/Reuters



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insgesamt 18 Beiträge
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Lanek 16.07.2015
1.
Leider nichts für 'Person of Interest'. Die Serie ist so unglaublich gut geworden über die Jahre, während meiner Meinung nach zB 'Game of Thrones' ziemlich auseinandergefallen ist. Schade, die Serie fliegt immer unterm Radar durch, obwohl sie schon lange die 'prozeduralen' Erzählelemente auf den Hintersitz verfrachtet hat. Genauso hätten Amy Acker und Michael Emerson Plätze bei den Nominierungen verdient.
lesezeichen68 16.07.2015
2. Schade...
daß Foyle's War und Michael Kitchen es nicht auf die Nominierungsliste geschafft haben - insbesondere angesichts des guten britischen Abschneidens im allgemeinen. Bedauerlich, daß diese brilliante Interpretation in einer sehr guten Serie hier nicht gewürdigt wird. In dieser, der letzten Staffel wäre es duch die Zusammenarbeit mit Acorn zum ersten Mal technisch möglich gewesen. Das leidenschaftliche Lobbying von Mary McNamara von der Los Angeles Times scheint nicht gefruchtet zu haben. Das ändert aber nichts daran, daß für mich und unzählige andere der von Autor Anthony Horowitz entworfene und von Michael Kitchen so herausragend verkörperte Christopher Foyle zur fiktiven Lieblingsfigur wurde...
stand.40 16.07.2015
3. Games of Thron
bester Film seit langem. Bester Schauspieler :Peter Dinklage.
jetlag chinaski 16.07.2015
4. wenn irgendetwas einen Preis verdient hat
dann wohl Bob Odenkirks Arbeit für Better call Saul! Wir werden sehen.
Mancomb 16.07.2015
5. Zurecht!
Game of Thrones ist eine der besten Serien aller Zeiten. Gut, sie hat auch ein Riesenbudget und exzellente Schauspieler hinter sich, aber die Serie lebt von der Buchvorlage von George R.R. Martin, den man wohl mit Fug und Recht als den Tolkien unserer Zeit bezeichnen kann. Und dass es nicht nur aufs Budget ankommen muss, haben u.a. Serien wie "It's Always Sunny in Philadelphia" gezeigt. Aber auch die anderen Serien wie "Better Call Saul", "Louie", "P&R" oder "House of Cards" brauchen sich wahrlich nicht verstecken. Im Gegensatz dazu ist die Krone der Fernsehunterhaltung hierzulande ein ausgelutschtes Krimiformat mit wechselndem Lokalkolorit, das sich kaum vom restlichen Heiter-bis-tödlich-Einheitsbrei der Fernsehlandschaft abhebt. Und: Wir zahlen auch noch dafür...
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