Worüber unterhalten sich Angestellte in einer Versicherung? Riester-Rente? Kopfpauschale? Nein, natürlich über Milchreis! Und zwar von einer ganz bestimmten Marke. Warum der nach dem Sport so lecker schmeckt und wer aus dem Büro die Sorte Erdbeer abbekommen hat. So lässt es jedenfalls die aktuelle Staffel der ProSieben-Comedy "Stromberg" mit Christoph Maria Herbst erscheinen - und muss dafür von den Fans viel Kritik einstecken.
Es werde "regelmäßig sinn- und ironiefrei für M*ller-Milchreis geworben", beschwert sich eine Rezensentin bei Amazon. "Das Milchreisgefresse zieht sich übrigens durch die gesamte Staffel", merkt ein Nutzer im Forum von cinefacts an. "In jeder Folge wird's extrem penetrant präsentiert." Doch es ist nicht nur der "Scheiß mit dem Milchreis", wie Fans die Szenen mittlerweile nennen, der ihre Gemüter erhitzt: Auch Spielzeugwaffen einer einzelnen Marke werden in der laufenden Staffel aufwendig inszeniert - und unter dem Motto "Büro ist Krieg!" auf der Videoplattform Myspass unter den aktuellen Folgen als die "Blaster aus Stromberg" beworben.
In Deutschland ist Product Placement unter starken Auflagen seit April 2010 möglich. Zu den Auflagen gehört es, dass Sendungen mit entsprechenden Platzierungen deutlich gekennzeichnet sind. Das ist bei den Folgen der aktuellen "Stromberg"-Staffel der Fall. Obwohl also alles rechtlich in Ordnung ist, sind die Fans der Comedyserie enttäuscht. "Da bezahl' ich Geld für DVDs und schau immer noch Werbung", beschwert sich Nutzer Banky Edwards auf cinefacts.
Was er immerhin nicht sehen muss: die Werbespots für den Milchreis, die beim Streaming-Angebot den aktuellen Folgen vorgeschaltet sind. Da gehen dann Werbung und Serie fast nahtlos ineinander über.
hpi
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