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13. August 2018, 10:50 Uhr

Vorwürfe wegen Batwoman-Rolle

Schauspielerin Ruby Rose löscht Twitter-Account

Ruby Rose soll die LGBT-Superheldin Batwoman spielen. Das wurde kritisiert, sie sei "nicht lesbisch genug". Nun verlässt sie Twitter: "Ihr erreicht mich auf dem Batphone."

Ihren ersten Auftritt im DC-Comic-Universum hatte Batwoman in den Fünfzigerjahren, da gab es Liebeshändel mit Batman. Ganz anders war die Neuerfindung von Batwoman 2006: Da erschuf der Comiczeichner Alex Ross sie neu als lesbische Figur Kate Kane.

Nun soll Batwoman auch als Realfilmfigur ins Fernsehen kommen, im Rahmen der "Arrowverse" genannten DC-Comicverfilmungen des US-Senders The CW ist für 2019 eine eigene Serie geplant, einen ersten Auftritt soll es zuvor schon in einer gemeinsamen Folge mit den anderen DC-Helden Arrow, The Flash und Supergirl geben.

Eine so prominente lesbische Superheldenfigur ist eine Seltenheit, mit entsprechend großer Spannung wurde in der LGBT-Gemeinschaft erwartet, wer die Rolle in der TV-Serie spielen solle. Die Wahl der Produzenten fiel schließlich auf die Schauspielerin Ruby Rose, eine Australierin, die als Model und MTV-Moderatorin begann. Internationale Fernsehbekanntheit gewann sie durch die Rolle der Stella in der Netflix-Serie "Orange Is The New Black", zuletzt war sie im Kino im Hai-Schocker "The Meg" zu sehen. Rose äußerte sich begeistert über die Rolle.

Die Reaktionen auf die Casting-Nachricht waren gemischt. Prominente wie Mariah Carey oder Janelle Monáe gratulierten der Schauspielerin. Doch aus Fankreisen kam auch Kritik: Ruby Rose wurde mangelndes schauspielerisches Können vorgeworfen, auch fehle ihr der jüdische Hintergrund, den die Figur Kate Kane hat.

Doch was für Ruby Rose das Fass zum Überlaufen brachte, war, dass ihr vorgeworfen wurde, sie sei "nicht lesbisch genug" für die Rolle. Daraufhin löschte sie ihren Twitter-Account und schränkte die Kommentarfunktion auf ihrem Instagram-Konto ein.

Ihr letzter Tweet war eine Botschaft an ihre Kritiker:

"Wo kam denn bitte die Aussage 'Ruby ist nicht lesbisch, also kann sie nicht Batwoman sein' her - das war ja wohl das lächerlichste, was ich je gelesen habe. Ich habe mich mit 12 geoutet. In den letzten fünf Jahren musste ich mich immerzu mit dem Vorwurf 'sie ist zu gay' herumschlagen. Und jetzt dreht ihr das einfach so um?"

Im Weiteren äußerte sie den Wunsch, Frauen und Minderheiten mögen doch zusammenkämpfen - "dann kann uns niemand aufhalten" - und sich nicht gegenseitig niedermachen. Nun freue sie sich über mehr als vier Stunden Schlaf in der Nacht. Und schließlich: "Wenn ihr mich braucht, könnt ihr mich auf dem Batphone erreichen."

Vor Ruby Rose hatten in jüngerer Zeit auch andere Schauspielerinnen ihre Social-Media-Konten nach Beschimpfungen und Beleidigungen gelöscht, darunter Millie Bobby Brown ("Stranger Things") und die "Star Wars"-Schauspielerinnen Kelly Marie Tran und Daisy Ridley.

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