Lesbische Superheldin Ruby Rose kämpft als Batwoman

In "Orange Is The New Black" verdrehte sie der Hauptfigur den Kopf, jetzt spielt die australische Schauspielerin in einer geplanten TV-Serie Batwoman - als lesbische Straßenkämpferin.

Ruby Rose
AFP/ Lisa Connor

Ruby Rose


Ruby Rose ist die neue Batwoman. Sie wird die Figur in einer Serie spielen, die für die US-TV-Saison 2019 in Planung ist. Der Auftritt der 32-jährige Australierin wird eine radikale Neuinterpretation: Laut Sender CW ist ihre Batwoman "körperlich und intellektuell selbstbewusst und stolz darauf, homosexuell zu sein."

Die neue Batwoman wird dem Publikum zunächst im Dezember in einer Cossover-Episode mit anderen Helden aus DC-Comics vorgestellt, darunter Arrow, The Flash und Supergirl. Ein Termin für den Start ihrer eigenen Serie steht noch nicht fest.

Ruby Rose reagierte emotional auf ihre Verpflichtung. Auf Instagram schrieb sie: "Das ist ein Kindheitstraum. Das ist etwas, das ich so gerne im Fernsehen gesehen hätte, als ich ein junges Mitglied der LGBT-Community war, und ich mich nie im Fernsehen repräsentiert, mich allein und anders fühlte."

Rose wurde mit der Netflix-Serie "Orange Is The New Black" bekannt, wo sie in der dritten Staffel mit der Hauptfigur Piper Chapman flirtete. In Australien begann sie als MTV-Moderatorin. Ab dem 9. August ist die in dem Hai-Thriller "The Meg" im Kino zu sehen.

Rose fühlt sich keinem Geschlecht zugehörig und wechselte mehrfach die Geschlechterrollen. Sie engagiert sich für die Rechte von LGBT-Menschen. Ihren Weg thematisierte sie in dem Kurzfilm "Break Free", der millionenfach auf YouTube angeklickt wurde.

Nun sorgt Ruby Rose im Fernsehen für mehr Vielfalt. An der Figur von Batwoman zeigt sich aber auch die Langsamkeit des Mediums: In den Comics ist die Figur schon seit 2006 lesbisch.

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
Hirschkuh 48 08.08.2018
1. Freut mich, wenn
der Umgang offener ist und sich eine gewisse Selbstverständlichkeit mit verschiedenen sexuellen Orientierungen einstellt. Allerdings nervt es mich, wenn Leute erst mal sagen, mit welchem Geschlecht sie ins Bett gehen und dann erwarten, dass man applaudiert. Ist mir doch egal wer mit wem. Wir sind alle zuerst Menschen und nicht Homos oder Lesben oder was Anderes... Warum müssen die jeweiligen Gender - Präferenzen immer an die große Glocke gehängt werden - nur weil man 'es' nicht sehen kann?
rainer_daeschler 08.08.2018
2. Ob es noch jemand merkt?
Zitat von Hirschkuh 48der Umgang offener ist und sich eine gewisse Selbstverständlichkeit mit verschiedenen sexuellen Orientierungen einstellt. Allerdings nervt es mich, wenn Leute erst mal sagen, mit welchem Geschlecht sie ins Bett gehen und dann erwarten, dass man applaudiert. Ist mir doch egal wer mit wem. Wir sind alle zuerst Menschen und nicht Homos oder Lesben oder was Anderes... Warum müssen die jeweiligen Gender - Präferenzen immer an die große Glocke gehängt werden - nur weil man 'es' nicht sehen kann?
Es geht um einen Schauspielerin, die eine Lesbierin spielt (steht so im Drehbuch), nicht um eine Lesbierin, die sich selber spielt. Ob es noch jemand merkt?
grabenkaempfer 08.08.2018
3.
Zitat von rainer_daeschlerEs geht um einen Schauspielerin, die eine Lesbierin spielt (steht so im Drehbuch), nicht um eine Lesbierin, die sich selber spielt. Ob es noch jemand merkt?
ganz so simpel ist es doch nicht: "Rose fühlt sich keinem Geschlecht zugehörig und wechselte mehrfach die Geschlechterrollen. " Nicht ohne Grund wird LGTB mehrfach erwähnt.
vox veritas 08.08.2018
4.
Hoffentlich hat man ihr erklärt, daß - wenn man nach der Vorlage dreht - Barbara Gordon (Batwoman) in Rollstuhl landet.
sirgorath 08.08.2018
5.
Zitat von vox veritasHoffentlich hat man ihr erklärt, daß - wenn man nach der Vorlage dreht - Barbara Gordon (Batwoman) in Rollstuhl landet.
Die lesbische Batwoman ist Kate Kane. Diese Serie hat also nichts mit Barbara Gordon zu tun. :)
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