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Mehreinnahmen beim Rundfunkbeitrag: Die Salamitaktik der Öffentlich-Rechtlichen

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Überweisungsträger des Beitragsservice: Rasch ein paar Säcke mit Geld Zur Großansicht
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Überweisungsträger des Beitragsservice: Rasch ein paar Säcke mit Geld

Die neue Haushaltsabgabe bringt dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem hohe Mehreinnahmen. Doch ARD und ZDF tun weiter so, als wäre das ein Staatsgeheimnis - und schaden sich damit selbst.

Nun ist es quasi amtlich, was seit Wochen schon in den Intendantenetagen von ARD und ZDF Gewissheit war: Der neue Rundfunkbeitrag spült Hunderte Millionen Euro mehr in die Kassen als das alte GEZ-System, geschätzt bis zu einer Milliarde Euro pro Gebührenperiode. Es fließt so viel mehr Geld, dass der Beitrag gesenkt werden muss. Eigentlich ist das eine gute Nachricht: ARD und ZDF werden für den Einzelnen billiger.

Natürlich gibt es immer noch keine endgültigen Zahlen. Aber auf hundert Millionen Euro mehr oder weniger kommt es auch gar nicht an. Fest steht: Es fließt deutlich mehr Geld in das System rein, als ARD und ZDF überhaupt ausgeben dürfen. Und der Überschuss muss den Beitragszahlern zurückgegeben werden.

Ob es ein Euro pro Monat sein wird oder nur paarundsechzig Cent, wird in den nächsten Monaten entschieden. Da wird dann auch eine Rolle spielen, ob die Politik ARD und ZDF neue Projekte wie einen Jugendkanal noch genehmigt. Fällt der beispielsweise weg, könnte die Politik der angestrebten symbolischen Senkung um einen Euro noch ein paar Cent näherrücken. Und vor allem in Kreisen der Unionsministerpräsidenten haben ARD und ZDF nicht mehr wahnsinnig viele Freunde - was nicht erst seit Horst Seehofers Beschwerde über das Gabriel-Interview im ZDF offensichtlich ist.

Seltsam nur, dass die gute Nachricht von der wundersamen Geldvermehrung von den Sendern - vor allem der ARD - so behandelt wurde, als ginge es um ein Staatsgeheimnis. Da wurde nebulös der Eindruck erweckt, als bringe die Reform nur Kleckerbeträge an Mehreinnahmen. Wochenlang spielte die ARD die Ahnunglose, so dass man fast den Eindruck bekam, die Sender wollten noch rasch ein paar Säcke mit Geld beiseite schaffen. Dabei arbeitet der Beitragsservice, wie die Nachfolgebehörde der bösen alten GEZ heißt, unter dem Dach der ARD. Dort war die Beitragsexplosion schon bekannt, als die Medienpolitiker des Landes noch ahnungslos waren. Doch von der ARD: kein Wort.

Es wäre eine gute Chance gewesen für ARD und ZDF, sich einmal in wirklicher Transparenz zu üben. Es wäre eine Chance gewesen, Vertrauen darin aufzubauen, dass die Sender sorgsam mit dem Geld der Beitragszahler umgehen. Es wäre eine Chance gewesen, einfach mal einen Pluspunkt zu sammeln beim ganz normalen Fernsehzuschauer, für den sich die umständliche Beitragsreform nun am Ende sogar auszahlt.

Doch ARD und ZDF blieben verschlossen und schwiegen. Die Chance für einen Auftritt haben sie verpasst. Die öffentliche Debatte findet ohne sie statt. Es wird schwer, da noch groß mitreden zu dürfen. Die Sender hängen jetzt am Gängelband der Politik.

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insgesamt 128 Beiträge
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1. Was ist Diebstahl?
unisicht 04.12.2013
Antwort: Wenn sich jemand einfach was nimmt ohne zu fragen und/oder ohne eine Gegenleistung zu erbringen.
2. Man wird sicherlich.....
kuschl 04.12.2013
..... schon händeringend überlegen, wie man sich diesen Überschuss unter den Nagel reißen kann. Mit Sicherheit wird mehr zurückgehalten werden, als zurück zu zahlen ist. Die zuständigen Entscheidungsträger werden den Teufel tun, den immer vollen Fressnapf freiwillig zu reduzieren. Da wird schon ein Ausweg gefunden, notfalls in Form einer neuen Behörde.
3. endlich mal gesundschrumpfen
and_over 04.12.2013
den Wildwuchs der ARD Sendeanstalten. Wir brauchen keine 60 (!) ö-r Radioprogramme. Zusammenstreichen auf vier bundesweite + 16 regionale, Werbeverbot dazu. Könnte locker mit 5 EUR/Monat finanziert werden.
4. Geld behalten...
palavern 04.12.2013
Wenn die Werbung weniger wird und die hohe Qualität bleibt, dann sollte die Gebühr so bleiben. Die Belästigung durch die Privaten ist teilweise nicht mehr erträglich.
5. 18 Eur pro Monat?
leolustig 04.12.2013
ich wundere mich über die Höhe des monatlichen Beitrags. Bei der Berechnung pro Haushalt kommt pro Jahr über eine Milliarde bei rüber. Was passiert mit dem Geld? Stars bei Wetten Dass sponsern? die Bundesliga sponsern? Irgendwas läuft hier falsch! Ein Euro zurückerstatten ist lächerlich.
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