Blockbuster fürs Fernsehen Ryan Reynolds dreht erstmals für Netflix

Netflix kündigt wieder großes Kino für den kleinen Bildschirm an: Mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle plant der Streamingdienst einen Actionfilm, dessen Budget mit Hollywood-Produktionen mithalten kann.

Ryan Reynolds
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Die beiden gehören zu Hollywoods A-Liste, jetzt gehen sie zur TV-Konkurrenz: Schauspieler Ryan Reynolds und Regisseur Michael Bay drehen für Netflix den Actionfilm "Six Underground". Beide arbeiten erstmals mit dem Streaminganbieter zusammen, neu ist auch die Höhe des veranschlagten Budgets: 125 Millionen Dollar soll der Film kosten.

Damit übertrifft "Six Underground" noch die 106 Millionen Dollar, die der kalifornische Konzern für Martin Scorseses neues Gangster-Drama "The Irishman" ausgibt. Über die Geschichte von "Six Underground" ist noch nichts bekannt. Das Drehbuch schreiben Paul Wernick und Rhett Reese, die auch schon für das Script von Reynolds letztem Film "Deadpool 2" verantwortlich waren.

Die Dreharbeiten sollen im Sommer beginnen, Netflix plant einen weltweiten Start von "Six Underground" im Jahr 2019.

Bay: Mit der Kritik auf Kriegsfuß

Damit versucht sich der Streamingdienst zum zweiten Mal an einem klassischen Blockbuster, der ein Actionfilm-affines Publikum auf die Plattform locken soll. Der erste Versuch war der Sci-Fi-Streifen "Bright" mit Will Smith. Ob die Strategie sich auszahlt, lässt sich nicht sagen. Netflix gibt Zugriffszahlen nicht bekannt. Die Kritik brandmarkte "Bright" als Desaster.

Ob das Ergebnis ausgerechnet mit einem Film von Michael Bay besser wird, der mit der Kritik schon immer auf Kriegsfuß steht, bleibt abzuwarten. Bay ist Regisseur der von Kritikern als "Blockbuster-Schrott" bezeichneten "Transformers"-Reihe und unbeholfener Actionkomödien wie "Pain & Gain".

Der Action-Regisseur Michael Bay
Getty Images

Der Action-Regisseur Michael Bay

Netflix bleibt mit seiner Verpflichtung aber bei seiner Strategie, den klassischen Hollywood-Studios mit seinen Produktionen Konkurrenz zu machen. Auch "Six Underground" war zunächst ein Projekt von Michael Bays Heimatstudio Paramount, das aber mit der Höhe des Budgets haderte. Netflix stimmt ihm zu und jagte dem Studio den Film ab. Das berichtet der Branchendienst "Variety".

Einen angenehmen Nebeneffekt hat die Zusammenarbeit mit Netflix auch für Ryan Reynolds: Anders als bei großen Kinoproduktionen ist er nicht zu einer weltweiten Marketingtour verpflichtet und kann sich gleich nach Abschluss der Dreharbeiten neuen Projekten widmen.

kae



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