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12. Juli 2018, 11:05 Uhr

Satire mit Sacha Baron Cohen

Dick Cheney signiert angebliches Folterinstrument

Der Anarcho-Komiker Sacha Baron Cohen hat wieder zugeschlagen: In seiner neuen Satire-Serie "Who Is America?" führt er prominente US-Politiker vor. Besonders übel hat es Ex-Vizepräsident Cheney erwischt.

Er war als peinlicher Krawall-Rapper Ali G unterwegs, lief als aus Kasachstan stammender Borat im hautengen Bikini herum und verwandelte sich in den homosexuellen österreichischen Journalisten Bruno. In seiner neuen Sendung "Who Is America?" führt Sacha Baron Cohen nun prominente Amerikaner in peinliche Situationen.

Die Show, die der Sender Showtime als "vielleicht gefährlichste Show in der Geschichte des Fernsehens" annonciert, startet am kommenden Sonntag in den USA. Eines von Cohens Opfern ist Ex-Vizepräsident Dick Cheney, wie jetzt in einem kurzen Trailer zu sehen ist.

Darin fragt der Komiker Cheney, ob es möglich sei, ein "Waterboard-Kit" signiert zu bekommen. Ungerührt unterzeichnet Cheney das angebliche Folterinstrument - einen Wasserkanister -, danach sagt er: "Das ist das erste Mal, dass ich ein Waterboard signiere."

Der Politiker bekannte sich 2006 zu dieser Foltermethode, bei der mit einem Tuch über Mund und Nase, über das Wasser gegossen wird, das Ertrinken simuliert wird. Waterboarding wurde im "Krieg gegen den Terror" unter der Präsidentschaft von George W. Bush mehrfach von der CIA eingesetzt.

Auch die Politikerin Sarah Palin fiel offenbar auf Sacha Baron Cohen herein. Der Komiker soll sie verkleidet als Vietnamveteran im Rollstuhl interviewt und mit "respektlosen und sarkastischen" Fragen traktiert haben. Das schreibt die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner in einem Facebook-Post.

Sie sei irgendwann aufgestanden und habe den Raum verlassen, so Palin. Sie bezeichnet Cohen als "wirklich krank" und schreibt, ihre ebenfalls anwesende Tochter halte ihn für "ein Stück Scheiße".

kae

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