Bekanntes TV-Gesicht: Schauspielerin Ingeborg Westphal ist tot

Unerwarteter Tod einer vielseitigen Darstellerin: Ingeborg Westphal war in Kinofilmen, TV-Serien und Theaterstücken zu sehen. Für ihre Rolle in "Kammerflimmern" wurde sie für den Deutschen Filmpreis nominiert. Jetzt ist die Schauspielerin in Berlin gestorben.

Ingeborg Westphal, hier 2007: Karriere in DDR und Bundesrepublik Zur Großansicht
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Ingeborg Westphal, hier 2007: Karriere in DDR und Bundesrepublik

Hamburg/Berlin - Ingeborg Westphal war in TV-Serien wie "Inga Lindström", "Stubbe - Von Fall zu Fall", "Bella Block" und "Polizeiruf 110" zu sehen. Sie trat in Kinofilmen wie Matti Geschonnecks DDR-Komödie "Boxhagener Platz", Dominik Grafs "Der rote Kakadu", Wolfgang Beckers "Das Leben ist eine Baustelle" und Oskar Roehlers "Elementarteilchen" auf.

Auch mit Regisseuren wie Andreas Kleinert, Vivian Naefe und Michael Verhoeven arbeitete Westphal. Für ihre Rolle in dem Spielfilm "Kammerflimmern" wurde sie 2005 für den Deutschen Filmpreis als beste Nebendarstellerin nominiert. Ihre letzte große Kinorolle spielte Westphal als Oma Rosemarie in Andreas Arnstedts Familiendrama "Die Entbehrlichen".

Aufgewachsen ist Ingeborg Westphal mit fünf Geschwistern in Berlin-Prenzlauer Berg. Sie war Jahrgang 1951, bezüglich ihres genauen Geburtsdatums hüllte sie sich in Schweigen. Bereits als Jugendliche stand sie im Kinder- und Jugendtheater auf der Bühne. Nach dem Abitur studierte sie an der Ost-Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Es folgten Theaterengagements in den Theatern in Meiningen und Halle sowie zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen in der DDR.

1983 verließ Westphal die DDR und ging nach Mannheim. Im Westen spielte sie zunächst am Theater in Heidelberg und in Köln bis sie nach Berlin umzog.

Dort ist die Schauspielerin am vergangenen Samstag unerwartet gestorben. Das teilte ihre Künstleragentur am Freitag in Berlin mit.

sha/dpa

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